FSV Werdohl erarbeitet sich Gipfeltreffen mit Finnentrop

+
Auch gegen Schlusslicht Meschede stets seriös: Dennis Rattelsberger (links) und die FSV Werdohl.

Werdohl - Ob er sich die Tabelle daheim aufgehängt hat? „Nein“, muss Manuel Sander, Trainer der FSV Werdohl, lachen. „Nur einmal einen kurzen Blick drauf geworfen, das war’s. So wie immer.“ Der 5:0-Pflichtsieg beim Schlusslicht aus Meschede hat den Fußball-Landesligisten in eine glänzende Ausgangsposition gebracht.

„Darauf haben wir ein Stück weit hingearbeitet“, gibt der Trainer zu. Denn durch die gleichzeitigen Niederlagen der Mit-Verfolger Borussia Dröschede (0:2 bei RW Hünsborn) und SV Hüsten (1:2 gegen den FSV Gerlingen) haben die Werdohler Platz zwei übernommen, vier Punkte hinter Spitzenreiter SG Finnentrop/Bamenohl. 

Der ist am Sonntag zu Gast im Riesei-Stadion und kann von der FSV zwar im direkten Duell nicht überholt werden. Das Titelrennen wieder völlig offen gestalten würden die Sander-Schützlinge aber allemal, wenn sie gegen die Schrages und Co. gewinnen und ihre Serie ausbauen. „Wir wollen bestmöglich abschneiden. Wenn es dann am Ende für ganz oben reicht, nehmen wir das gerne mit“, kommentiert Sander lapidar. 

Aus ihren vergangenen acht Punktspielen haben die Lennetaler 22 von 24 möglichen Zählern geholt, nur gegen „Angstgegner“ SC Hennen musste sich Werdohl in der Zwischenzeit mit einem Remis (1:1) begnügen. Der Boden für einen der Höhepunkte der Saison ist also bereitet, was auch der letztlich souverän gelösten Aufgabe in Meschede zu verdanken ist. 

Beim SSV, der rechnerisch zwar noch längst nicht abgestiegen ist, bei nunmehr 14 Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz aber kaum noch zu retten sein dürfte, benötigten die Werdohler rund eine Halbzeit Anlaufzeit, ehe die spielerische Überlegenheit der Gäste im Ergebnis ablesbar wurde. „Es war klar, dass wir ein Tor schießen müssen. Dann wird es einfacher“, sagt Sander, der sich nach dem Dreierpack zum 0:4 binnen fünf Minuten den Luxus erlaubte, die mit einer Gelben Karte vorbelasteten Torschützen Faruk Cakmak und Lukas Kessler frühzeitig vom Feld zu holen, um im Hinblick auf das Gipfeltreffen am Sonntag keine Sperre zu riskieren.

Insbesondere Kapitän Kessler wirkte gegen die unterlegenen Mescheder über diese Maßnahme seines Coaches im ersten Moment nicht allzu begeistert, spekulierte offenbar noch auf den ein oder anderen Treffer. „Aber wir haben das direkt besprochen. Er soll sich die Dinger für Finnentrop aufheben“, betont der FSV-Trainer, der in der Vorbereitung auf die SG keine besonderen Maßnahmen ergreifen will. „Ganz normal wie immer“ wolle er die Woche gestalten.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare