FSV Werdohl blickt schon auf Pflichtaufgabe gegen Meschede

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Rejhan Zekovic (links, verfolgt von Mendens Andreas Gerlach) traf am Sonntag per Foulelfmeter zum 6:0.

Werdohl - Euphorie war aus den Worten von Manuel Sander, Trainer der FSV Werdohl, nach dem 6:1-Erfolg im Kreisderby gegen den BSV Menden nicht herauszuhören. Dabei hatte der Sieg gegen die Nordkreisler nicht nur wegen der Deutlichkeit und aus Prestigegründen besonderen Charakter.

Denn die Mendener, die über weite Strecken der Saison genauso wie die FSV im Dunstkreis, aber doch mit ein paar Punkten „Sicherheitsabstand“ zu Tabellenführer SG Finnentrop/Bamenohl unterwegs waren, sind fürs Erste abgehängt. Hinter Werdohl, das mit dem 6:1 auf den dritten Platz gerückt ist, liegt der BSV nunmehr zehn Zähler zurück. 

Die FSV hingegen könnte am 26. März gegen Finnentrop, das nach seinem 1:1-Remis beim FSV Gerlingen nur noch vier Punkte Vorsprung auf die Sander-Elf hat, im direkten Duell mit dem Spitzenreiter am Riesei ein echtes Topspiel erleben. 

Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Lennetaler sich zuvor am kommenden Sonntag erfolgreich der vermeintlichen Pflichtaufgabe beim abgeschlagenen Schlusslicht SSV Meschede entledigen, dessen Abstieg wohl nur noch Formsache sein dürfte. „Wenn wir da trantütig herangehen wie in der ersten halben Stunde in Hagen, dann kann man auch ganz schnell auf die Schnauze fallen“, warnt Trainer Sander seine Elf. 

Unerwartet rund lief es hingegen gegen Menden. „Ich hätte es mir auch schwieriger vorgestellt“, gab der FSV-Coach im Nachgang zu. Sein Mendener Gegenüber Sven Nieder war naturgemäß völlig bedient. „Wir sind total ersatzgeschwächt, aber trotzdem darfst du nicht sechs Stück kriegen“, sagte der BSV-Verantwortliche, der ergänzte: „In Werdohl kann man verlieren, aber es kommt auf die Art und Weise an.“ 

Derweil hat die FSV in der vergangenen Woche weitere Fortschritte bei der Kaderplanung für die neue Saison erzielt. Mit Defensiv-Allrounder Matthes Schröder, Kapitän Lukas Kessler und Torjäger-Routinier Muammer „Bubi“ Topcu haben drei weitere gestandene Akteure des aktuellen Kaders ihre Zusage für ein weiteres Jahr am Riesei gegeben. 

Offen ist nunmehr lediglich noch der Verbleib von Emre Aydin, der sich laut Sander – wie in den Vorjahren – studienbedingt noch nicht festlegen will. Zudem steht der vierte externe Neuzugang der Werdohler fest: Vom A-Kreisligisten TuS Neuenrade stößt der junge Plettenberger Außenbahnspieler Nico Spais zur FSV, der 2015/16 beim SV Attendorn bereits erste Landesliga-Erfahrung gesammelt hat.

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