Fußball-Landesliga

RWL contra Olpe doch nicht auf dem Naturrasen im Stadion

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Raphael Schwarzer (links) und Lukas Finke (rechts) gemeinsam für RWL auf Torejagd - das war einmal: Am Sonntag stürmt Schwarzer für Olpe gegen die Rot-Weißen.

Lüdenscheid – Wenn die Lüdenscheider Rot-Weißen am Sonntag auf die SpVg Olpe treffen (16 Uhr), dann ist es in vielerlei Hinsicht ein besonderes Spiel. Tabellarisch ist es ein Verfolgerduell, erwartet der Dritte den punktgleichen Vierten.

Dazu ist es ein Südwestfalen-Derby zweier Traditionsvereine, auch wenn der letzte Punktspiel-Vergleich schon Ewigkeiten zurückliegt: Zu gemeinsamen Landesligazeiten trennte man sich am 27. April 2008 am Nattenberg 3:3. 

Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit einem Spieler, der in der Vorsaison nicht unerheblich am RWL-Aufstieg beteiligt war: Als damaliger Torschützenkönig der Bezirksliga 6 steuerte Raphael Schwarzer gleich 16 Treffer bei, um sich dann Richtung Olpe zu verabschieden. Einmal hat er dort bis dato eingenetzt, steht damit deutlich im Schatten seines Kollegen Jannik Buchen, der bereits achtmal die gegnerischen Torhüter überwunden hat. 

Und last but not least sollte es morgen für Spieler, Offizielle und auch Fans eigentlich zur Rückkehr ins Stadion kommen. Den letzten Auftritt dort gab es zum Auftakt der Vorsaison Mitte August gegen den späteren Mitaufsteiger SC Berchum/Garenfeld, die Nachwirkungen des Bautz-Festivals sorgten in der Folge jedoch dafür, dass es zurück auf den Kunstrasen ging. Nach intensivierter Rasenpflege seitens des STL präsentierte sich das Stadion-Geläuf noch Anfang der Woche in einem spielfähigen Zustand, doch gestern Mittag erfolgte aufgrund der Regenfälle der letzten Tage nach einer Platzbegehung von Dierk Gelhausen, bei der Stadt Lüdenscheid u.a. für die Sportstättenbereitstellung zuständig, die Sperrung des Stadions. 

„Das Wasser auf dem Rasen läuft nicht ab, es hat sich Staunässe gebildet. Es muss jetzt nachgearbeitet werden, dafür ist aber eine trockene Periode nötig“, wird RWL-Vorstandssprecher Michael Dregger vorsorglich gleich alle Heimspiele des Landesligisten bis Jahresende wieder für den Kunstrasen ansetzen. Dass nunmehr morgen dort gekickt wird, kann Trainer Bayram Celik absolut nachvollziehen. 

Celik erwartet ein intensives Duell auf Augenhöhe

„Wir haben am Donnerstagabend im Stadion trainiert, der Ball ist kaum gerollt. Das hatte mehr Ähnlichkeit mit Wasserball.“ Was der Übungsleiter – zumindest öffentlich – nicht sagt: So ungelegen kommt es ihm nicht, dass auf der „Plastikwiese“ gespielt wird, denn Olpes „Wohnzimmer“ am Kreuzberg ist in der Regel der Naturrasen. Gleich zweimal hat der RWL-Cheftrainer den Kontrahenten persönlich in Augenschein genommen, spricht von „einer spielstarken Mannschaft, die viel Qualität in der Offensive besitzt“. 

Das aber gilt auch für seine Mannschaft, von daher erwartet er „ein intensives Duell auf Augenhöhe, in dem Kleinigkeiten den Ausschlag geben werden“ – und ein gänzlich anders Spiel als am Vorsonntag in Bad Berleburg: „Olpe wird mitspielen und sich nicht wie Berleburg nur hinten reinstellen. Das 0:1 war einfach ärgerlich, weil es überflüssig war. Die hatten nicht eine Chance, uns ist gegen das massive Bollwerk leider nichts eingefallen. So ein Spiel gibt es im Verlauf einer Saison aber immer wieder, und damit ist unsere erste Niederlage jetzt auch endgültig abgehakt.“ Personell bleibt nahezu alles beim alten, lediglich „Urlauber“ Sattler stößt wieder dazu.

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