Mit O-Tönen von den Torschützen

Kurioser Treffer zum 2:1: TuS Langenholthausen feiert Derbysieg

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Falk Fischer (links) und der TuS Langenholthausen besiegten die FSV Werdohl mit 2:1.

Langenholthausen - Aufsteiger TuS Langenholthausen hat den Derby-Knüller zum Saisonstart der Fußball-Landesliga gegen die FSV Werdohl mit 2:1 (0:1) gewonnen. In einem intensiven Duell vor rund 300 Zuschauern in der Düsterloh-Arena erzielten die Ex-Werdohler Falk Fischer und Gian-Marco De Luca die beiden Tore für den Landesliga-Neuling. Der 2:1-Siegtreffer für den TuS durch De Luca war wohl einer der kuriosesten Tore, die in den vergangenen Jahren am Düsterloh gefallen sind.

Der Matchplan, den sich Werdohls Trainer Fitim Zejnullahu zurecht gelegt hatte, ging im ersten Durchgang auf. Die Lennetaler standen defensiv ebenso kompakt wie sicher, spiegelten das 4-2-3-1-System des Gastgebers, liefen beherzt die Räume zu und hatten in der ersten Viertelstunde mehr Ballbesitz als der TuS, der zunächst abwartend agierte und etwas nervös schien.

Aus dem Spiel heraus waren Torchancen in den ersten 20 Minuten hüben wie drüben Mangelware, dann aber nahm das Derby dann doch an Fahrt auf. Bei einem von Dominik Beutler getretenen Freistoß bekam FSV-Keeper Klima noch die Fingerspitzen an den Ball und lenkte die Kugel zur Ecke (21.), auf der Gegenseite parierte Grete einen zentral auf das Tor geschossenen Freistoß von Kroll (32.), der an der Seite von Erkut Orhan auf der „Doppelsechs“ ebenso wie Oli Haarmann und „Hülse“ Hülsmann auf Seiten des TuS Langenholthausen das Zentrum dicht machte.

In Minute 35 aber war das Zentrum nach einem Werdohler Ballverlust im Aufbauspiel nicht besetzt, hatte Dominik Beutler reichlich Platz. Der TuS-Regisseur steckte durch auf De Luca, der allerdings zu lange mit dem Abschluss zögerte und sich den Ball abluchsen ließ. Im direkten Gegenzug fand ein langer Diagonalball hinaus auf den linken Flügel zu Sarris, der Sedlaczek in der „Box“ bediente. Der Stürmer, der vom A-Kreisligisten SpVgg Nachrodt zur FSV gewechselt war, stellte seine Kaltschnäuzigkeit unter Beweis und spitzelte den Ball nach kurzer Drehung flach an Grete vorbei zum 0:1 ins Netz. Und beim 0:1 blieb es auch nach 45 Minuten.

Das sagen die Torschützen

TuS-Trainer Uli Mayer reagierte, brachte Ochs für Klamann und ließ im nun leicht offensiveren System mit nur noch einem „Sechser“ agieren. Der TuS wurde mutiger und druckvoller und kam unter freundlicher Mithilfe der Gäste zum Ausgleich. Kellermann sprintete in einen viel zu kurz geratenen Rückpass von FSV-Linksverteidiger Akdeniz auf Torhüter Klima und legte quer für Falk Fischer, der das Spielgerät kompromisslos zum 1:1 versenkte (53.). Es war der erste Landesliga-Treffer in der 100-jährigen Vereinsgeschichte des TuS Langenholthausen.

Dieser Fauxpas war Gift für die Werdohler, die in den Folgeminuten gehörig unter Druck gerieten. Zunächst scheiterte De Luca freistehend an Klima (56.), keine 60 Sekunden später traf der Stürmer nach einer weiteren Werdohler Einladung nur den Pfosten. Und den Rebound jagte Kellermann über das Gestänge.

Kuriose Szene zum Siegtor

Dann die kuriose Szene, die das Derby letztlich entscheiden sollte. TuS-Linksverteidiger Guntermann servierte tafelfertig für De Luca, der aus elf, zwölf Metern freistehend den Ball nicht richtig traf. Aber: Das steil in die Luft fliegende Spielgerät hatte derart viel Drall und senkte sich – sicherlich auch dank des starken Windes – zur Überraschung aller Beteiligten ins Tor ab.

Der Assistent an der Seitenlinie zeigte direkt an, dass der Ball hinter der Torlinie gewesen sei – 2:1 für den Aufsteiger. „Ich schieße mit links, mache wie immer die Augen zu, treffe den Ball nicht – und dank des Windes geht er dann irgendwie ins Tor. Ich hatte schon abgeschaltet, wollte eigentlich im Boden versinken“, schilderte De Luca im Nachgang diese Szene – und konnte sich ein Siegerlachen nicht verkneifen.

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Leinen los für den Kapitän

Beflügelt von der Führung suchte der TuS danach die Entscheidung, doch Beutler (62.) sowie Fischer, Schröder und Hülsmann, die binnen weniger Sekunden dreimal am starken FSV-Schlussmann Klima scheiterten, verpassten das 3:1 (86.). So blieb es spannend bis zum Ende. Die Werdohler wurden noch einmal durch Sarris’ abgefälschten Schuss, der um wenige Zentimeter am Ziel vorbeistrich, gefährlich (88.), es blieb aber beim 2:1 für den TuS Langenholthausen, der sich unterm Strich diesen Dreier auch nach der Pause verdient hatte. Für die FSV war es nur schwacher Trost, sich sehr gut verkauft zu haben in der Düsterloh-Arena.

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