FSV Werdohl ohne Sturmduo nach Erndtebrück

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Dann und wann brachten die Hohenlimburger Emre Aydin (rechts) und die FSV am Sonntag ins Stolpern – allerdings nur in einzelnen Zweikämpfen, niemals im Ergebnis.

Werdohl - Eigentlich war nach vier Minuten alles gelaufen. So lange benötigte die FSV Werdohl beim SV Hohenlimburg am Sonntag, um einen letztlich vorentscheidenden 2:0-Vorsprung herauszuarbeiten. Der Blick nach vorn bereitet Manuel Sander, Trainer des Fußball-Landesligisten, trotzdem Sorge.

Keine Frage: Trotz des Frühstarts mussten die Werdohler im Kirchenbergstadion kämpferisch und läuferisch viel investieren, um die personell geschwächten Hohenlimburger in Schach zu halten. „Da hat einiges zusammengepasst“, bemerkte Coach Sander im Nachgang trocken. So viel, dass die Bemühungen der Hagener, Druck auf den FSV-Kasten aufzubauen, weitgehend verpufften und spätestens nach Lukas Kesslers Freistoßtreffer zum 0:3 letzte Zweifel am Sieg der Gäste aus dem Lennetal beseitigt waren. 

A propos Kessler: Gemeinsam mit seinem Sturmpartner Muammer „Bubi“ Topcu hat der Werdohler Kapitän in dieser Saison schon weit über 30 Tore erzielt und ist damit maßgeblich für den Aufschwung der FSV zum Tabellenzweiten verantwortlich. Insofern passt es dem Trainer überhaupt nicht in den Kram, dass am Samstag im vorverlegten Gastspiel beim TuS Erndtebrück II (15.30 Uhr) gleich beide „Knipser“ urlaubsbedingt ausfallen. „Das war nicht anders möglich“, verweist Sander auf die beruflichen Zwänge der beiden, unterstreicht aber dennoch: „Die Konstellation ist superschwierig. Da muss schon alles passen, damit wir am Ende ganz oben stehen.“ 

Zumal in Erndtebrück neben Kessler und Topcu auch noch Abwehrchef und Vizekapitän Dennis Rattelsberger zuschauen muss, weil er in Hohenlimburg seine fünfte Gelbe Karte sah. „Wir haben ein paar Ideen und werden in der Trainingswoche schauen, wie wir das hinbekommen“, kündigt der FSV-Coach an. 

Als kleiner zusätzlicher Nervenkitzel kommt am Samstag hinzu, dass die FSV im Fernduell mit der SG Finnentrop/Bamenohl erstmals selbst vorlegen muss, weil der nach wie vor drei Punkte enteilte Spitzenreiter erst am Sonntag bei RW Hünsborn gastiert. Sander wiegelt ab: „Vor- oder nachlegen spielt für uns keine Rolle. Wir haben ohnehin keinen Druck.“ 

Am zurückliegenden Wochenende war es noch die SG gewesen, die in Vorleistung hatte gehen müssen. Denn sie trug ihr Olper Kreisderby gegen den SV Attendorn bereits am Freitagabend aus – und gewann überdeutlich mit 8:1. Ein Resultat übrigens, das Sander am Sonntag als „Unding“ bezeichnete, allerdings ausdrücklich ohne den Attendornern damit irgendwelche Unsportlichkeiten unterstellen zu wollen.

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