FSV Werdohl verpasst Derbysieg in letzter Minute

Werdohl - Nicht viel hat der FSV Werdohl am Sonntag gegen den BSV Menden zum zweiten MK-Derbysieg in der Fußball-Landesliga binnen acht Tagen gefehlt. Erst in der Nachspielzeit glichen die weitgehend schwachen Gäste zum 2:2 (1:0)-Unentschieden aus.

Auch die Elf aus dem Nordkreis musste schnell erkennen, dass die FSV derzeit nicht leicht zu bezwingen ist. Mit der ersten gefährlichen Szene der Partie hatte Werdohls Torjäger-Routinier Muammer „Bubi“ Topcu wieder seinen exzellenten Riecher bewiesen und eine Flanke von Falk Fischer von der linken Seite am langen Pfosten lauernd zur 1:0-Führung der Hausherren in die Maschen gestochert (8.). 

Ein Wirkungstreffer, der dem Tabellenfünften überhaupt nicht schmeckte. Zwar hielten die Mannen von BSV-Trainer Sven Nieder das Tempo hoch, fanden aber gegen die gut organisierte und seriös verteidigende FSV höchst selten ein Mittel. 

Das Kuddelmuddel im Werdohler Strafraum, in dem die Mendener immer wieder an einem anderen Abwehrbein der FSV scheiterten, war typisch für die Begegnung in dieser Phase (20.). So brachten die ersten 45 Minuten nur noch wenig mehr als den Flachschuss von Mike Davids (25.), der am Gehäuse von FSV-Torwart Markus Grete vorbei strich. Die Lennetaler indes spielten ihren Stiefel herunter, zogen nach vorne das Tempo an, wenn es möglich war, und räumten hinten das weg, was nötig war. Der 1:1-Ausgleichstreffer durch Wolfgang Leipertz fiel bezeichnenderweise durch einen von der FSV unnötigerweise hergeschenkten Freistoß (60.). 

Zwingende Möglichkeiten gab es danach auf beiden Seiten nicht allzu viele. BSV-Schlussmann Mathias Müssig musste erst bei einem stark getretenen Freistoß von Marius Maus aus rund 20 Metern wieder zupacken. Im ersten Versuch konnte der Mendener den Ball noch von der Linie kratzen, im Nachsetzen drückte abermals Topcu das Leder zum 2:1 über die Linie (80.). 

Erst jetzt erhöhten die Gäste das Risiko. Dass sie in der letzten Minute der Partie noch zum erneuten Ausgleich durch Davids kamen, erschien aus Werdohler Sicht ärgerlich, weil die FSV trotz des Vorsprungs ungewöhnlich weit vor dem eigenen Tor postiert war. „Wenn du 2:1 führst, darfst du nicht so offen stehen“, kritisierte Trainer Manuel Sander folglich nach dem Abpfiff. 

Sein Mendener Gegenüber Sven Nieder war hingegen völlig bedient. „Mit dem Unentschieden können wir uns absolut glücklich schätzen“, war noch eine der harmloseren Formulierungen des aufgebrachten BSV-Coaches. 

FSV: Grete – Sesay, Schröder, Maus, Sarris – R. Zekovic, Klamann, Aydin, P. Fischer (61. Brüll) – F. Fischer, Topcu (87. Avdia) 

BSV: Müssig – Lange, Dickehut, Specht (76. Schött), Gerlach – Bodur (64. Hoffmann), Leipertz, Huff (69. Anicito), Kretz – Kießler, Davids 

Schiedsrichter: Cremer (Finnentrop) 

Tore: 1:0 (8.) Topcu, 1:1 (60.) Leipertz, 2:1 (80.) Topcu, 2:2 (90.) Davids

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