Deller und Fischer schießen die FSV zum Sieg in Erndtebrück

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Werdohler Freudentänze in Erndtebrück: Nach dem Schlusspfiff feierte die FSV ausgelassen ihren Arbeitssieg in der Pulverwaldkampfbahn.

Erndtebrück - Der Titel-Zweikampf in der Fußball-Landesliga bleibt ein extrem spannender. Mit einem hart erarbeiteten 3:2 (2:1)-Erfolg bei der Reserve des TuS Erndtebrück legte die FSV Werdohl am Samstagnachmittag vor und zog nach Punkten gleichauf mit Spitzenreiter SG Finnentrop/Bamenohl, der am Sonntag im Derby bei RW Hünsborn gefordert ist.

Die Lennetaler erwischten in der Pulverwaldkampfbahn einen perfekten Start. Vor dem eigenen Kasten ließen die Gäste zunächst nichts anbrennen, weil Cakmak und Kroll im defensiven Mittelfeld bereits den Spielfluss der Wittgensteiner störten und die nach dem Ausfall des gelbgesperrten Rattelsberger leicht veränderte Viererkette voll auf der Höhe war.

Maus rückte in der Innenverteidigung an die Seite von Schröder, Brüll und Aydin machten die Außenbahnen dicht. Auffälligster Akteur in Reihen der Werdohler war in den ersten 20 Minuten aber Altherren-Kicker Niko Deller, den FSV-Coach „Manni“ Sander nach dem urlaubsbedingten Ausfall des etatmäßigen Sturmduos Kessler und Topcu aus dem Hut gezaubert hatte. Deller bildete mit Bektas das Angreiferpärchen und stellte seinen instinktiven Torriecher eindrucksvoll unter Beweis.

In Minute elf tankte sich Cakmak auf der linken Außenbahn durch und bediente Deller, der die Kugel von der Strafraumgrenze flach ins lange Eck schob – 0:1. Und die Aushilfskraft im Sturmzentrum war es auch, die nur fünf Minuten später auf 0:2 stellte. Zekovic hatte auf der rechten Seite freie Bahn und legte das Spielgerät mit einem Zuckerpass in den Lauf von Deller, der mit einem kleinen Wackler seinen Bewacher Till Hilchenbach auf den falschen Fuß stellte und eiskalt vollendete.

Bitter aus Werdohler Sicht war der Anschlusstreffer der Wittgensteiner. Nach einem weiten Schlag in den FSV-Strafraum sprang Brüll der Ball unglücklich an die Hand. Schiedsrichter Skorupa (Dortmund) hätte weiterlaufen lassen, Linienrichter Özdemir aber hatte die Szene wohl besser gesehen und die Fahne gehoben. Skorupa vertraute seinem Assistenten und zeigte auf den Punkt. Florian Bublitz versenkte den Strafstoß sicher zum 1:2 (27.). Dabei blieb es auch nach 45 Minuten.

 Nach der Pause fanden die Lennetaler dann gegen die nun das Gaspedal voll durchtretende TuS-Reserve, bei der die Japaner Iwamoto und Tamura sowie Edon Junior Viegas do Amaral – kurz Edinho Junior – aus dem Oberliga-Kader in der Startelf standen, zunächst keinen Zugriff mehr und gerieten gehörig unter Druck. Der technisch hoch veranlagte Edinho Junior ließ zunächst zwei ganz dicke Möglichkeiten ebenso liegen wie Iwamato in Minute 56., im dritten Versuch aber glich der ehemalige portugiesische Jugendnationalspieler zum 2:2 aus (58.). Und Edinho Junior war es auch, gegen den FSV-Keeper Grete mit einem starken Reflex den dritten Einschlag verhinderte (70.).

Die Werdohler wackelten, sie fielen aber nicht. Im Gegenteil: Nach einem sehenswerten Angriff bediente Zekovic den eingewechselten Youngster Philip Fischer, der die Kugel von der Strafraumgrenze gefühlvoll zum 2:3 in den Knick schlenzte (75.). Danach rannten die Erndtebrücker, die Bublitz noch mit einer „Ampelkarte“ (80.) verloren, wütend an, der Tabellenzweite aber rettete die knappe Führung über die Zeit und sendete ein deutliches Zeichen an die SG Finnentrop/Bamenohl. „Mit uns ist weiter zu rechnen“, betonte Trainer Manuel Sander, der mit seinen Mannen auf der langen Rückreise im Bus auf den Auswärtscoup anstieß.

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