Kalman-Verletzung als Hiobsbotschaft vor dem Derby

Fällt mit einem Kreuzbandanriss aus: Kierspes Andreas Kalman.

Kreisgebiet - Noch vor dem ersten Punktspiel, das ihn am Sonntag zum Kreisrivalen SC Lüdenscheid führt (Anstoß 15 Uhr, Sportplatz Wehberg), muss Fußball-Bezirksligist Kiersper SC eine Hiobsbotschaft verdauen: Die Knieverletzung, die Andreas Kalman in der vergangenen Woche im Training erlitten hat, hat sich als Anriss des vorderen rechten Kreuzbandes herausgestellt.

Von Thomas Busch

Die Volmestädter werden damit auf noch nicht absehbare Zeit auf ihr Mittelfeld-Ass verzichten müssen; ob die Verletzung operativ oder konservativ behandelt werden wird, entscheidet sich in der kommenden Woche.

Der Ausfall Kalmans ist zu allem Überfluss nicht der einzige, den der KSC in der Bergstadt kompensieren muss: Auch Viktor Hense und Rafet Batgün stehen nach wie vor auf der Verletztenliste, mit Jan Marczinkowski und Thorben Struth weilen gleich beide Stoßstürmer im Urlaub, und für Keeper Patryk Spalek liegt immer noch keine Spielberechtigung vor. Ob der stark erkältete Lasse Hüttebreucker auflaufen kann, ist überdies fraglich, zudem weisen Baris Moumin und Tom Hoffmann nach ihrer Urlaubsrückkehr Trainingsrückstand auf.

Ins Jammern verfällt Trainer Sven Krahmer angesichts der alles andere als optimalen Vorzeichen jedoch nicht. „Es hilft nichts“, sagt er, „da müssen wir jetzt durch.“ Hoffnung macht dabei der Umstand, dass derlei Probleme die Kiersper schon durch die gesamte Vorbereitung begleiteten und sich die Mannschaft auch in wechselnder Besetzung trotzdem zu ansprechenden Leistungen aufschwang – wenn man den letzten Test gegen SW Breckerfeld vor Wochenfrist ausklammert. Und wenn die dort erlittene 1:4-Niederlage dazu führen sollte, dass der KSC nun mit entsprechend erhöhter Konzentration und Anspannung ins morgige Premierenspiel geht, hätte selbst diese ihren Nutzen gehabt...

„In dieser Liga musst du schon halbwegs gut starten, wenn du nicht hinterherrennen willst“, weiß Sven Krahmer, dessen Devise aller Ausfälle zum Trotz lautet: „Wir wollen jedes Spiel gewinnen.“ Dass seine Mannschaft und ihn beim SC Lüdenscheid „ein heißes Ding“ erwartet, ist ihm bewusst. „Doch wir wollen versuchen, unser Spiel durchzubringen und uns über viele Ballkontakte Torchancen zu erspielen.“

Generell ist davon auszugehen, dass der als kompakt verteidigendes Team bekannte Gegner sein Hauptaugenmerk auf die Defensive legen wird, was SC-Coach Jörg Schreyer auch bestätigt. „Wir sind eher auf Konter aus, mit einem Punkt wäre ich zufrieden“, erklärt dieser. Beim Projekt „Punkt zum Auftakt“ muss der SCL auf Offensiv-As Artur Krämer (Knöchelverletzung) verzichten. Ebenfalls fehlen wird Christian Gawron (Rippenprellung), zudem steht ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Christian Der (Leiste). Nach Krämers Ausfall kommen somit auf Flügelsprinter Justin Lüthy und Sturmtank Mario Stenmans Schlüsselrollen im Offensivspiel des SC zu, um immer wieder gefährliche Nadelstiche in Richtung gegnerisches Tor zu setzen.

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