Spitzenreiter beendet die Serie von Rot-Weiß

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Ewald Platt, hier gegen Eugen Litter und Martin Mucha, setzte gestern offensiv kaum einmal Akzente.

Attendorn -  Die Leistung war alles andere als meisterlich, doch das juckte die Spieler von Spitzenreiter SV Attendorn am Sonntagnachmittag nach dem Abpfiff nicht im geringsten. Mit einem 3:1-Erfolg hatten sie nicht nur die kleine Serie der zuvor viermal siegreichen Lüdenscheider Rot-Weißen beendet, sondern ihren Vorsprung auf Verfolger Kiersper SC (2:2 gegen Klafeld) auf sechs Zähler ausgebaut.

Von Marc Kusche

Mit dem Selbstvertrauen der letzten Erfolge hatte RW-Coach Robert Krumbholz auf ein Duell auf Augenhöhe gehofft, und das war es auch zunächst. Hinten standen die Gäste kompakt, störten schon früh im Mittelfeld, sodass der ansonsten spielstarke SVA auf lange Schläge nach vorne setzte, die aber brotlos blieben. Und so waren es die Nattenberg-Kicker, die in den ersten 25 Minuten mehr Gefahr ausstrahlten: Ein Zwölf-Meter-Schuss von Urbas aus halblinker Position landete am Außennetz (12.), erneut Urbas hatte nach feinem Zuspiel von Sommer freie Bahn, verdaddelte das Leder aber bei der Annahme (16.), ehe die Schiedsrichterpfeife nach Muchas Handspiel im Attendorner Strafraum stumm blieb.

Dann aber meldete sich der Primus erstmals zu Wort: Nach einem RWL-Ballverlust zog Schrage davon, zielte aber zu hoch (25.). Eine Szene, die als Weckruf diente, denn über Standards und individuelle Klasse kamen die Hausherren jetzt zu guten Möglichkeiten. Winhellers Kopfball entschärfte Brackmann in Klassemanier (27.), Schrages Schuss aus Nahdistanz blockte Katsaros noch ab (30.), und dann ließ der bis dato lethargisch wirkende Dogrusöz seine Klasse aufblitzen: Zweimal versetzte der Flügelflitzer Gegenpart Öztürk, seine erste Flanke wuchtete Schrage per Kopf ins Netz (35.), nach der zweiten zielte Klein ganz knapp vorbei (36.).

Ehrentor durch Marcel Schönrath

Auch nach dem Wechsel fand RWL zunächst nicht zu anfänglicher Struktur zurück, blieb auch offensiv vieles schuldig. Dazu kam der Ärger über den Referee: Der übersah vor dem 2:0 eine vermeintliche Abseitsposition von Torschütze Schrage (57.), entschied dann erneut nicht auf Straftsoß, als Litter Sommers Gewaltschuss mit der Hand abblockte (71.). So war das Match zwei Minuten später entschieden, als SVA-Spielertrainer Winheller mit einer Kopfball-Bogenlampe auf 3:0 erhöhte. Was folgte, war eine dennoch sehr engagierte Schlussphase von RWL mit vergebenen Chancen durch Platt (81.) und Jindou (90.) – und dem schönsten Tor des Tages: Eine Flanke von Urbas jagte Schönrath per Seitfallzieher volley unter die Latte (87.). Aus RWL-Sicht ein aber nur schwacher Trost.

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