FSV Werdohl gelingt der Kreispokal-Hattrick

Pokalspielleiter Max Schilcher überreichte in seiner letzten offiziellen Amtshandlung die Pokal-Trophäe an FSV-Kapitän Dennis Rattelsberger.

LÜDENSCHEID -  Fußball-Landesligist FSV Werdohl hat den Hattrick geschafft: Die Minker-Elf sicherte sich am Donnerstag auf dem Sportplatz Wehberg mit einem 3:1 (2:1)-Sieg über Bezirksligist Kiersper SC zum dritten Mal in Folge den Sieg im Krombacher-Kreispokalwettbewerb und vertritt den Kreis Lüdenscheid damit auch im Landeswettbewerb.

Am Verdienst des Favoriten gab’s keine Zweifel. Auch KSC-Trainer Sven Krahmer erkannte nach dem Schlusspfiff neidlos an: „Die FSV hat unterm Strich zweifellos verdient gewonnen.“ Eine Halbzeit lang aber hatten die stark ersatzgeschwächten Kiersper die klassenhöheren Gegner durchaus geärgert, da spielten sie nämlich ordentlich mit. „Wir haben überraschend gut mitgehalten“, befand Krahmer sogar. Sicher, die FSV hatte Feldvorteile und ließ dann, wenn sie temporeich nach vorn spielte, die größeren fußballerischen Möglichkeiten und das gekonntere Kombinationsspiel erkennen, doch der KSC setzte nach langen Bällen Nadelstiche, die sich durchaus sehen lassen konnten, war einige Male aber auch vorschnell ins Abseits gerannt. Allerdings wurde von KSC-Seiten auch das Urteilsvermögen von Schiriassistent Liedtke einige Male in Zweifel gezogen.

Die FSV hatte den besseren Start erwischt, Topcu (3.) seinen Meister in KSC-Keeper Gerth gefunden, Kessler die Kugel aus 18 Metern hauchdünn rechts vorbeigejagt (14.). Praktisch aus dem Nichts dann die KSC-Führung. Nach einem Patzer von El Alami und zu kurzer Abwehr nagelte Kierspes schussgewaltiger Mittelfeldstratege Kalman die Kugel aus gut 22 Metern per Direktabnahme unhaltbar zum 0:1 in die Maschen.

Die FSV reagierte nicht geschockt, sondern wütend und glich nur 60 Sekunden später wieder aus: Topcus 18-m-Schuss ließ Gerth abklatschen, Sander war reaktionsschnell zur Stelle und staubte ab – 1:1. Und die FSV wollte nachlegen, doch Fischer verzog (24.), bevor das Krahmer-team den nächsten Aufreger verbuchte: Nach einem langen Ball drosch Mittelstürmer Stenmans die Kugel zum vermeintlichen 1:2 ins Netz, doch das Schirigespann hatte den Schützen im Abseits gesehen (31.). In der Folge war aber wieder die FSV am Drücker: Kesslers Kopfball nach toller Dlugolentzki-Vorarbeit ging vorbei (38.), dann klärte Gerth vor Intravaia (39.), ehe „Bubi“ Topcu mit einem echten „Tor des Monats“ per Seitfallzieher die Pausenführung für die FSVer besorgte (41.). Die war freilich in der Nachspielzeit noch in Gefahr, doch nach El Hadjes Freistoß traf Struth die Kugel nicht richtig.

Nach Wiederbeginn aber baute der KSC kräftemäßig stark ab, die FSV agierte immer überlegener., El Alami (2) und Rattelsberger vergaben die nächsten Chance, ehe Gerth zum zweiten Mal patzte, als er Sanders Schuss abklatschen ließ. Intravaia (62.) erhöhte auf 3:1. Immerhin durfte sich der unglückliche KSC-Keeper in der Schlussphase gegen Kessler und Topcu (2) noch einige Male auszeichnen. Jörg Hellwig

FSV Werdohl: Grete – Dlugolentzki, Rattelsberger, Klamann, Neuke (71. Sarris) – El Alami, Sander (77. Grahovac) – Fischer (67. Maus), Intravaia, Kessler – Topcu

Kiersper SC: Gerth – Hoffmann, Fernholz, Werwein (56. Elia), Alaouie (35. Miglietta) – El Hadje, Hense – Riedel, Kalman, Struth (71. Bell) – Stenmans

Schiedsrichter: Rentrop (Lüdenscheid)

Tore: 0:1 (21.) Kalman, 1:1 (22.) Sander, 2:1 (41.) Topcu, 3:1 (62.) Intravaia

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