TSV als krasser Außenseiter ins Duell mit der FSV

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Fällt am Donnerstagnachmittag im Pokalfinale gegen die FSV Werdohl bei Gastgeber TSV aus: Abwehrstratege Fabrice Kelé (rechts).

Kreisgebiet - Die Halbfinals boten Spannung pur über je 120 Minuten, in denen der Kiersper SC und der TuS Grünenbaum erst nach Elfmeterschießen das Nachsehen hatten. Im Kreispokalendspiel am Donnerstagnachmittag scheinen die Rollen im Vorfeld klar verteilt, wenn sich Gastgeber TSV Lüdenscheid und Landesligist FSV Werdohl auf dem Sportplatz Wefelshohl (Anstoß: 15.30 Uhr) gegenüberstehen.

„Über die Favoritenrolle brauchen wir nicht zu diskutieren, die liegt natürlich bei der FSV“, sagt Lüdenscheids Trainer Abi Ouhbi vor seiner letzten großen Aufgabe als TSV-Coach an der Seitenlinie. Denn dem A-Kreisligisten sind im Saisonverlauf etliche Leistungsträger „abhanden“ gekommen, deren Ausfälle vor allem mit veranlagten A-Junioren aber hervorragend kompensiert werden konnten.

„Die haben ihre Sache wirklich prima gemacht, waren großteils auch im Halbfinale beim Sieg am Kreisch beteiligt“, lobt der zu Phoenix Halver wechselnde Trainer die Youngster. Aber ausgerechnet bei Grünenbaums erfolgreicher Revanche am Vorwochenende (4:1) verletzten sich mit Fabrice Kelé und Hüseyin Zorlu zwei weitere TSV-Leistungsträger, die definitiv ausfallen. Und auch das Comeback des Langzeitverletzten Erkan Coskun bleibt problembehaftet. Der Offensivstratege klagt über neue Rückenbeschwerden, so dass sein Einsatz fraglich ist.

„In Bestbesetzung hätte ich mir schon kleine Hoffnungen gemacht, die FSV vielleicht entscheidend ärgern zu können, aber so sind wir natürlich krasser Außenseiter“, sagt Ouhbi, möchte den klassenhöchsten Klub des Kreises mit „kontrollierter Defensive“ dennoch so lange wie möglich ärgern. Denn der Ehrgeiz ist groß: „Für die meisten Spieler ist es immerhin das erste große Finale“, hat Ouhbi den Krombacher-Pokal noch nicht ganz aus den Augen verloren.

Gegenüber Alen Terzic nimmt die Favoritenrolle an, sieht sein Team aber ein wenig im Drahtseilakt zwischen der Fokussierung auf die wichtigen Punktspiele im Kampf um den Ligaverbleib und dem Pokalehrgeiz. „Dennoch ist es wichtig, den Pokal zu gewinnen. Wir sehen das als Chance, aus unserer Rückrunde und aus der Saison das Bestmögliche zu machen“, sagt der Iserlohner, fügt aber hinzu, dass er Respekt vor dem A-Ligisten habe und das Spiel nicht als Selbstläufer sehe. Bei der FSV fehlen die Stammkeeper Grete und Felbick sowie El Alami. Dafür steht Bierkoch nach überstandener Grippe zur Verfügung.

„Unser Ansatz wird sein, offensiv aufzutreten und das Spiel zu gewinnen“, blickt Terzic aufs Finale.

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