Fußball-Kreispokal (Jugend)

Nachwuchs von Rot-Weiß Lüdenscheid stellt die drei Kreispokalsieger

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Kreispokalsieger: Den glücklichsten Sieg des Tages landete die A-Junioren vom Nattenberg, die den Kiersper SC im Elfmeterschießen bezwangen.

Meinerzhagen – Es war ein langer Fußball-Samstag an der Meinerzhagener Oststraße: Von 12.30 Uhr bis kurz nach 19 Uhr wurden dort hintereinander die Kreispokal-Endspiele der C-, B- und A-Junioren ausgetragen. Am Ende stand ein Dreifach-Triumph von Rot-Weiß Lüdenscheid – unangefochtenen Siegen in den C- und B-Jugend-Finals folgte ein glücklicher Erfolg der A-Junioren.

C-Junioren: TSV Lüdenscheid – RW Lüdenscheid 0:9 (0:4): Die Eröffnungspartie war zugleich das einseitigste Spiel des Tages. Aufgrund mehrerer Ausfälle hatte der TSV im Vorfeld sogar kurzzeitig ein Nichtantreten erwogen und stand dann auf gänzlich verlorenem Posten. Schon zur Pause war alles zu Gunsten der Rot-Weißen gelaufen, die bei etwas konsequenterem Spiel sogar noch weitaus höher hätten gewinnen können; RWL-Torwart Christos Triadafillidis blieb während der 70 Minuten praktisch völlig beschäftigungslos.

B-Junioren: SC Lüdenscheid – RW Lüdenscheid 1:4 (0:3): Wenn auch nicht so deutlich, so wurden die Rot-Weißen auch bei den B-Junioren die ihrer Favoritenrolle gerecht. Entschieden war das wohltuend faire Stadtduell nach nicht einmal einer halben Stunde, denn da hatte das Konstantinidis-Team bereits eine 3:0-Führung vorgelegt. Fiel das 1:0 noch auf glückliche Art und Weise, weil Podhrebelny einen Schuss von Sarpotas unhaltbar für seinen Torhüter Lovric abgefälscht hatte (17.), so half der SC dann zweimal tatkräftig nach. Erst durfte Lermi mit 30 Metern Anlauf ungehindert einschießen (22.), dann staubte Lermi ab, als Lovric einen Yetkiner-Schuss nur abklatschen konnte (28.). 

Kreispokalsieger I: Rot-Weiß Lüdenscheids C-Junioren bejubeln ihren unangefochtenen Erfolg über den TSV.

Die Franz-Schützlinge fanden derweil nach vorne quasi nicht statt. Das änderte sich aber nach dem Wechsel; der SC wurde gleichwertig. Und gleich der erste Schuss aufs Tor saß, als Kapitän Li Puma mit einem 20-Meter-Freistoß an der schlecht postierten Mauer vorbei erfolgreich war (56.). Der Torschütze verletzte sich kurz darauf aber schwer am Knie, musste mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Den sportlichen Schlusspunkt setzte auf der Gegenseite Sarpotas, der gegen eine komplett desorientierte SCL-Defensive zum 4:1 ins leere Tor traf (78.).

Letzte Entscheidung fällt im Elfmeterschießen

A-Junioren: RW Lüdenscheid – Kiersper SC 5:4 n. E.: Weitaus umkämpfter als die ersten beiden Spiele war das A-Jugend-Finale, das den krönenden Abschluss des Endspiel-Tages bildete. Darüber, dass am Ende die bessere Mannschaft das Nachsehen hatte, gab es hernach keine zwei Meinungen – den Kierspern gelang es während der 90 Minuten trotz bester Torchancen freilich nicht, den Ball im Netz unterzubringen. 

Speziell in der ersten halben Stunde legte der A-Liga-Tabellenführer gegen den Bezirksliga-Sechsten ein hohes Tempo vor. Gegen den aggressiven und lauffreudigen KSC-Nachwuchs waren die Rot-Weißen vergeblich um Spielkontrolle bemüht und konnten von Glück sagen, dass Luigi Del Giudice nach Rempel-Vorlage verzog (14.) und nur wenige Sekunden später am gut reagierenden RWL-Schlussmann Jannick Wagner scheiterte. Zwar gelang es den Lüdenscheidern, das Geschehen nach dem Seitenwechsel ein wenig ausgeglichener zu gestalten, den Ton gaben jedoch weiterhin die Volmestädter an. 

Kreispokalsieger: Die RWL-B-Jugend war beim 4:1-Sieg gegen den Stadtrivalen SC Lüdenscheid klar überlegen.

Allein: Im Abschluss klemmte es bei der spielstarken Mannschaft von Torsten Weimer und Toni Greco weiterhin. So hatte Jonas Rempel nach einer tollen Einzelaktion Pech, dass er nur den Pfosten traf (68.) und konnte Lüdenscheids Jonah Sasse Felix Krenz’ Flachschuss gerade noch von der Torlinie kratzen (73.). 

So ging es schließlich ins unvermeidliche Elfmeterschießen. Hierbei flatterten beiden Parteien gerade zu Beginn die Nerven, denn nur vier der ersten sechs Schüsse fanden den Weg ins Tor; sowohl RWL als auch der KSC vergaben jeweils zwei Mal. Es folgten sieben Treffer in Folge, und weil die Bergstädter begonnen hatten, führten sie nun mit 5:4. Dann trat Rick Marcel Langbein für die Kiers-per an und setzte die Kugel daneben. Der Rest waren rot-weißer Jubel und hängende Köpfe bei den so unglücklich geschlagenen Kierspern.

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