2:1 nach Verlängerung gegen RWL

Hellas schafft Pokal-Sensation

+
Schaffte mit dem SV Hellas gegen seine Ex-Rot-Weißen die Pokalsensation: Spielertrainer Timo Maehne.

Lüdenscheid - Sensation im Fußball-Kreispokal: Nach Verlängerung besiegte der A-Ligist SV Hellas Lüdenscheid am Freitagabend den restlos bedienten Bezirksliga-Primus RW Lüdenscheid 2:1 (1:1, 1:0) und steht damit als erster Endspielteilnehmer fest.

Die erste Chance des Spiels hatte Mo El Alami für Hellas (1.), doch danach war der Favorit feldüberlegen und hatte das Chancenplus. Urbas (2.), Schönrath (8.) und Redouane El Alami (10.) brachten den Ball aber nicht im Tor unter. Nach einem Moumin-Freistoß (15.) passierte auf beiden Seiten lange wenig. Weitere Möglichkeiten von Redouane El Alami (32.) und Schönrath (33.) brachten für Rot-Weiß nichts Zählbares ein – und so kam es, wie es kommen musste: In der 45. Minute sahen nach Moumins Freistoß weder RWL-Schlussmann Kalpakis noch die übrige Abwehr gut aus, und Salpingidis köpfte zum 1:0 ein.

Nach dem Wechsel dauerte es acht Minuten – dann war die Partie wieder ausgeglichen. Bei einem Angriff über die linke Seite flankte Ndoumi Kemadjou, Klukowski ließ das Leder passieren für den besser postierten Schönrath –und der machte das 1:1 für die Rot-Weißen. Die hatten auch in der Folge weiter Feldvorteile, die Griechen allerdings brachen konditionell keineswegs ein, hatten sogar über Konter weiter ihre Chancen.

So in der 55. Minute, als Seckin alleine vor Kalpakis auftauchte – statt aber selbst den Abschluss zu suchen, passte er auf den im Abseits stehenden Mo El Alami. Ein Urbas-Freistoß und eine Klukowski-Möglichkeit (67.) brachten RWL wieder in die Nähe des 2:1, aber nur in die Nähe. Auf der anderen Seite klärten Kalpakis und Besirlioglu mit vereinten Kräften gegen Zerriq (80.). Und zehn Minuten später ging es tatsächlich in die Verlängerung, was sich toll fightende Griechen gegen eine insgesamt wenig überzeugende RWL-Elf redlich verdient hatten.

Reguläres Sattler-Tor nicht gegeben

In der Verlängerung verpasste Sattler erst das 2:1 (98.), um nach 111 Minuten doch per Freistoß zu treffen. Nun aber hatte Linienrichter Mustafa Tekir ein Abseits gesehen. Die Emotionen schlugen höher, Marco Sadowski musste hinter die Bande – und auf der Gegenseite traf nur 120 Sekunden später der Ex-Rot-Weiße Seckin nach Zerriq-Flanke zum 2:1 für den SV Hellas. RWL schäumte nun vor Wut, erst recht, als Schönrath in der 116. Minute das vermeintliche 2:2 erzielte, das aber wegen Abseits auch nicht gegeben wurde. Dann war die Partie vorbei und die Sensation für ein toll kämpfendes Hellas-Team – allerdings mit leicht fadem Beigeschmack – perfekt.

SV Hellas:  Sahin – Plasa, Maehne, Percin, Geladaris – A. El Alami – Zerriq, Moumin, Seckin – M. El Alami – Salpingidis
RWL: Kalpakis – Maatalla, Katsaros, Besirlioglu, Ndoumi Kemadjou – El Hadje (72. El Hadje), Scheerer – Schönrath, R. El Alami (84. Adams), Urbas – Klukowski
Schiedsrichter: F. Tekir (Herscheid)
Tore:  1:0 (45.) Salpingidis, 1:1 (53.) Schönrath, 2:1 (113.) Seckin

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare