Das Double geht nach Plettenberg

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Jubel über das Double: Der TuS Plettenberg sicherte sich gestern durch einen 3:1-Sieg über den FC Phoenix Halver 08 den Fußball-Kreispokal.

Meinerzhagen - Die Meisterschaft in ihren jeweiligen Ligen hatten beide Kreispokalfinalisten bereits am vergangenen Sonntag perfekt gemacht, den Schlachtruf "Doublesieger, Doublesieger - hey, hey" stimmte am Donnerstagnachmittag nur der TuS Plettenberg an. Mit 3:1 (2:1) behielten die Vier-Täler-Städter auf neutralem Boden an der Meinerzhagener Oststraße die Oberhand gegen den klassentieferen FC Phoenix Halver 08. Ein Erfolg, der mit Blick auf die gesamte Distanz in Ordnung ging, weil der TuS vor allem die zweiten 45 Minuten deutlich beherrschte.

Von Axel Meyrich

In Abschnitt eins freilich waren sich beide Teams vor rund 200 Zuschauern, die bei bestem Sauerländer Novemberwetter ausharrten, absolut ebenbürtig gewesen. Das mag auch daran gelegen haben, dass sowohl der A- als auch der B-Liga-Meister eine ähnliche Spielanlage pflegen. Viel direktes Flachpassspiel, viel Offensivdrang, gute technische Ausbildung der meisten Beteiligten - diese Komponenten führten zu einer durchaus sehenswerten Auseinandersetzung auf Augenhöhe, die zunächst den Außenseiter aus Halver jubeln sah. Serkan Demir, im Hauptberuf nicht eben "Kopfballungeheuer", verlängerte eine Solla-Ecke mit dem Hinterkopf, das Leder flutschte an TuS-Keeper Zekir Habibi vorbei zum 0:1 (17.) ins Netz.

Plettenberg blieb gänzlich unbeeindruckt und schlug in Person von Emanuele Catalano postwendend zurück. Die Phoenix-Abwehr hatte in zwei Versuchen nicht konsequent klären können, Catalano nahm dankend an und traf - verdeckt für FC-Keeper Ersin Akbal - zum 1:1 (19.).

Führung in der Nachspielzeit

Die möglicherweise entscheidende Aktion dann zu einem Zeitpunkt, als sich der B-Ligist schon in der Pause wähnte (45.+2). Nach einem langen Schlag aus dem Mittelfeld spekulierte die aufgerückte Phoenix-Abwehr auf Abseits, die Fahne von Assistent Bahtiyar Dumanli blieb jedoch - korrekterweise - unten. Im folgenden 1-gegen-1-Duell blieb Pietro Guerrieri cool (2:1).

Es war ein Gegentreffer, von dem sich Phoenix nicht wieder erholen sollte. Denn: Während der A-Liga-Meister seinen Matchplan konsequent weiter verfolgte, ging der Sanapo-Elf nach Wiederanpfiff jeder Zugriff auf die Partie verloren. Immer stärker machten sich defensiv die Ausfälle von Hakan Zencir und Erkan Yildiz (beide verletzt) bemerkbar, zudem humpelte mit Alexander Horst ein weiterer Leistungsträger mit Oberschenkelbeschwerden dem Abpfiff entgegen.

So war die Geschichte der zweiten Halbzeit schnell erzählt. Nachdem erneut Pietro Guerrieri per Kopfball-Abstauber für die Vorentscheidung gesorgt hatte (3:1, 67.), war es endgültig um die Gegenwehr der "Phoenixe" geschehen. Allenfalls eine gewisse Plettenberger Leichtfertigkeit im Abschluss und Ersin Akbal sorgten dafür, dass es beim 3:1 blieb.

TuS:  Habibi - Sachsenröder, Barrena (70. Hegemann), Papadopoulos, Lang, Guerrieri, Mergas (51. Altinsoy), Dintinger (54. Semo), Kosakowski, Catalano, Glöckner

FC: E. Akbal - Kilic, Gürsoy (66. Mumcu), Cevik, Solla, Aktas, Singil (85. Eroglu), Horst, Sahin, Demir, H. Akbal

Schiedsrichter: Fatih Tekir (Herscheid) mit seinen

Assistenten Kazim Coskun (Lüdenscheid) und Bahtiyar Dumanli (Altena)

Tore: 0:1 (17.) Demir, 1:1 (19.) Catalano, 2:1 (45.+2) Guerrieri, 3:1 (67.) Guerrieri

Zuschauer: 200

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