Das Stadtderby in Altena

Böller, Leuchtfackeln, Emotionen

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Rauchschwaden in Dahle: Im Stadtderby war Dampf auf dem Kessel.

Gezündete Leuchtfackeln und Böller vor, während und nach dem Derby, Gesänge aus beiden „Fanblöcken“, ein leidenschaftlicher Fight des Außenseiters und ein Schlussakt, der es in sich hatte: Der Kreispokal-Knüller zwischen dem C-Ligisten FC Altena 69 und dem zwei Klassen höher kickenden VfB Altena am Dienstagabend auf dem Sportplatz Lindscheid lieferte reichlich Gesprächsstoff. Am Ende jubelte der A-Ligist nach einer Lotterie vom Elfmeterpunkt.

Altena -  Mehr als 250 Zuschauer verfolgten das prestigeträchtige Duell der Stadtrivalen, die sich auf den Kunsthalmen nichts, aber auch so überhaupt nichts schenkten. Der VfB hatte reichlich Anhänger mitgebracht nach Dahle, der FC wurde neben seinen eigenen Fans und den Spielerinnen der Damenmannschaft unterstützt von den lautstarken und befreundeten B-Liga-Kickern des SSV Lüdenscheid.

Dass der VfB-Anhang auf der gegenüberliegenden Seite neben kleinen Fähnchen und Pyrotechnik auch eine mobile Musikbox mitgebracht hatte und mehrmals das Vereinslied „Wir sind vom VfB Altena“ über die Anlage des Rivalen dröhnte, es schmeckte dem Gastgeber nicht wirklich. Ja, auch hinter den Banden war Derby angesagt.

Weil Schiedsrichter Karakus die Partie wegen der Rauchschwaden aus dem VfB-„Block“ kurz unterbrach und die Vorkommnisse abseits des Feldes in den Spielbericht eintrug, könnte das Derby noch ein Nachspiel haben für den Gast. „Manche Äußerungen seitens des VfB mussten nicht sein“, sagte FC-Spielertrainer Mirco Glörfeld am Tag nach dem Pokalfight, der ihm trotz des bitteren Ausgangs im Elfmeterschießen gefallen hat. „Es war Feuer drin, es war ein richtiges Derby. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft, die die Vorgaben gut umgesetzt hat. Wir haben in der ersten Halbzeit tief gestanden, weil wir dem VfB mit seinen schnellen Leuten keinen Schlagabtausch anbieten wollten“, so Glörfeld.

Dass das 0:0 zur Pause angesichts der dicken Chancen, die der A-Ligist versiebt hatte, schmeichelhaft war für die Dahler, daraus machte Glörfeld keinen Hehl. Nach dem Seitenwechsel wurden die Hausherren aber mutiger und gefährlicher und verzeichneten unter anderem einen Pfostenschuss. Und nach dem späten 0:1 durch Rathmann (83.) steckte der C-Ligist nicht auf, erzwang mit der allerletzten Aktion in der Nachspielzeit den Ausgleich, weil Heiermann nach Sekullas Fehlschuss aus elf Metern prächtig reagierte und den Rebound verwertete.

Dass es im erzwungenen Elfmeterschießen dann nicht reichte für die Überraschung, das steckte Mirco Glörfeld weg. „Für uns zählt in dieser Saison der Aufstieg in die B-Liga. Das wird hart genug. Wir haben ein gutes Derby gespielt gegen eine Truppe, die mit ihren drei Landesliga-Kickern in die Bezirksliga aufsteigen will“, sagte der Spielertrainer der 69er.

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