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Vier Abgänge und ein Neuzugang beim Fußball-A-Kreisligisten

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Von: Michael Jeide

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Am Ball Panagiotis Saparidis (TSV Oestertal)
Der schnelle Außenstürmer Pano Saparidis (rechts) hat den TSV Oestertal nach nur einer Halbserie in Richtung PAS Plettenberg verlassen. © Jeide, Michael

Einen Monat vor dem Start in die Rückrunde mit dem Auswärtsspiel beim TSV Lüdenscheid blickt Constantin Pantel, Trainer des A-Kreisligisten TSV Oestertal, auf die erste Saisonhälfte zurück. „Die Halbzeitbilanz fällt sehr positiv aus. 20 Punkte in der A-Liga sind eine tolle Ausbeute“, sagt der Coach, der hin und wieder auch selbst aktiv ins Geschehen eingriff. Platz zehn mit einer leicht negativen Bilanz (sechs Siegen stehen sieben Niederlagen gegenüber) lassen die Oestertaler relativ sorgenfrei in die zweite Saisonhälfte starten.

Plettenberg - Mit den Darbietungen seiner Mannschaft zeigte sich Pantel, der von Co-Trainer Han Kayemba und Betreuer Maik Meiritz unterstützt wird, einverstanden: „Vor allem die Art und Weise unserer Auftritte hat oft Freude gemacht. Bis auf wenige Ausnahmen konnten wir mit der Leistungen zufrieden sein, sodass eine deutliche Entwicklung im Vergleich zu den beiden Vorjahren zu sehen war.“ Zum Zeitpunkt der Saisonabbrüche 19/20 und 20/21 hatten die seit vier Jahren im Kreisoberhaus spielenden Oestertaler die Ränge acht bzw. zwölf belegt, sich somit im gesicherten Mittelfeld der Liga etabliert, nachdem die Serie 18/19 mit der Euphorie des Aufstiegs als starker Dritter beendet werden konnte.

Vor allem dieser Derbysieg vor großer Kulisse auf der Elsewiese war für jeden Oestertaler Fußballer etwas besonderes.

Constantin Pantel, Trainer TSV Oestertal

So sieht man sich beim TSV momentan als dritte Kraft im Plettenberger Fußballer – hinter Bezirksligist TuS und Platznachbar Türkiyemspor, der sieben Punkte mehr in der ersten Saisonhälfte gesammelt hat und den TSV am 3. Oktober mit 5:2 distanzierte. Den SC haben die Oestertaler hingegen klar hinter sich gelassen, auch das direkte Duell mit 3:1 gewonnen: „Vor allem dieser Derbysieg vor großer Kulisse auf der Elsewiese war für jeden Oestertaler Fußballer etwas besonderes“, erklärt Pantel den stürmischen Jubel nach dem Abpfiff der Begegnung am 31. Oktober 2021.

„Die beste Leistung haben wir sicherlich eine Woche darauf beim 5:1-Sieg über den SC Lüdenscheid abgeliefert“ , zählt für den Trainer der klare Erfolg gegen den Rangfünften zu den Höhepunkten der Hinrunde, die im Dezember allerdings etwas ernüchternd endete. Beim TSV Rönsahl gab es mit 0:8 die höchste Niederlage seit dem Aufstieg in die A-Liga, eine Woche später trat der SV Hellas Lüdenscheid zur Begegnung in Oesterau nicht an. „Wir hätten unheimlich gerne gespielt, hatten uns auf einen schönen gemeinsamen Abschluss einer tollen Hinserie für den TSV gefreut“, passte der kampflose Sieg Pantel so gar nicht in den Kram – schließlich will man die Punkte ja auf dem Platz holen.

In der Zwischenzeit mussten Constantin Pantel und der TSV allerdings einige Rückschläge einstecken, die den Blick in die Zukunft etwas trüben. „Gerade der Beginn der Rückrunde wird uns viel abverlangen“, weiß der spielende Coach. „Zu den schwierigen Aufgaben, die der Spielplan für uns vorsieht, kommen personelle Fragezeichen.“

In der Tat sind es durchaus prominente Abgänge, die es zu verkraften gilt. „Neben Hannes Poplawski, dessen Wechsel nach Attendorn schon länger im Raum stand und Volkan Öztürk, der dem Ruf des Geldes gefolgt ist (Anmerkung der Redaktion: Er schließt sich dem TSV Werdohl an), haben uns auch Julien Jonczak und Panagiotis Saparidis in Richtung C-Liga und PAS Plettenberg verlassen“, zählt Pantel auf.

Gerade der Verlust des schnellen Außenstürmers Saparidis, der erst im Sommer vom TuS Plettenberg zum TSV gekommen war, tut den Oestertalern weh. „Pano“ hatte beispielsweise im Derby beim SCP den Unterschied gemacht, erzielte dort mit dem 0:1 auch einen seiner drei Treffer. Beste Torschützen des TSV sind bislang Andre Hinsche (7) und Manuel Richert (5).

Die Abgänge sind aber nicht das einzige Problem, das es zu bewältigen gilt. Pantel: „Natürlich ist unser Kader weiterhin stark genug, um an die Hinserie anzuknüpfen, doch fehlen immer noch sieben Spieler, die nicht immunisiert sind.“ Bei der Impfquote besteht also noch Nachholbedarf – und das hat schon Folgen für den eigentlich für Sonntag vorgesehenen ersten Test bei Pantels Ex-Verein, dem Repetaler B-Ligisten FSV Helden. „Wir haben uns entschlossen, das Spiel in Helden frühzeitig abzusagen“, sagt Pantel, der bisher nur zwei weitere Begegnungen in der Vorbereitung fest vereinbart hat: Am 9. Februar geht es zu den SF Dünschede, am 13. Februar zum FSV Gerlingen II – Gegner aus dem Kreis Olpe also, die für die Oestertaler schnell zu erreichen sind.

Immerhin schreitet die Impfkampagne voran: „In den nächsten Wochen kommen einige dieser Spieler nach und nach zurück, was unsere Arbeit deutlich erleichtert“, wird Pantel dann auch die Reservebank wieder besser bestücken können als zuletzt. Und es gibt auch einen Neuzugang, der ein Rückkehrer ist. Yasar Aydin, ein torgefährlicher Stürmer, trug bereits in der Aufstiegssaison von der C- in die B-Liga 2012/13 das Trikot des TSV.

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