Fußball

Trainer-Entlassung in der Kreisliga A

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Seine Zeit am Holensiepen als Trainer der SpVgg ist vorbei: „Mo“ Tahrioui.

Nachrodt – Mohamed „Mo“ Tahrioui ist nicht mehr Trainer des Iserlohner Fußball-A-Kreisligisten SpVgg Nachrodt. Nach der letztwöchigen 0:7-Niederlage der Grün-Schwarzen bei der SG Eintracht Ergste entschieden sich die Vereinsverantwortlichen, die Zusammenarbeit mit dem Iserlohner mit sofortiger Wirkung zu beenden.

Bis zur Winterpause übernehmen die Akteure Matthias Langer und Jan Schröder das Coaching der Mannschaft, die mit fünf Punkten aus elf Spielen Tabellenvorletzter ist und fünf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer hat. 

„Wir wollen ein Zeichen setzen und erhoffen uns auch, dass die Trainingsbeteiligung besser wird“, sagt SpVgg-Sportchef Harald Langer, der mit Hochdruck auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer ist. „Wir sind aber nicht nur auf der Trainer-, sondern auch auf Spielersuche“, verdeutlicht Langer. Ihm und den Vorstandsmitgliedern ist klar, dass das derzeitige Aufgebot der Sportvereinigung sowohl qualitativ, vor allem aber quantitativ wohl nicht reichen wird, um die Klasse zu halten. Personelle Nachbesserungen in der Winterpause seien daher zwingend nötig. 

Die Trennung von „Mo“ Tahrioui, der am Holensiepen erst im Sommer die Nachfolge des zur FSV Werdohl gewechselten Trainers Fitim Zejnullahu angetreten hatte, sei im Guten erfolgt. Die sportliche Misere jedenfalls lastete Langer dem Iserlohner nicht an. „Mo ist unter anderen Voraussetzungen zu uns gekommen“, betont der Sportliche Leiter. Mehrere Leistungsträger wie Fanieng, Sedlaczek, Mynarek oder Benli hatten die Sportvereinigung nach der vergangenen Saison, die die Nachrodter als Vizemeister beendeten, verlassen. 

Es gab zwar Neuzugänge, der Kader aber war vom Start weg dünn besetzt. Und es folgten verletzungsbedingte Rückschläge, die bislang nicht kompensiert werden konnten. Insbesondere der Schlüsselbeinbruch von Melvin Faust wiegt schwer. Tahrioui musste in den vergangenen Wochen wegen diesen Verletzungen, aber auch wegen Kurzurlauben oder privater Verpflichtungen einiger Akteure häufig improvisieren und sich personell in der Reserve oder bei den Altherrren bedienen. Bedient war er selbst nach den letzten vier Spielen, in denen die Sportvereinigung 2:7, 1:8, 3:7 und 0:7 unterlag. Und die großen Kaliber wie Lendringsen oder Deilinghofen kommen ja erst noch... 

Am Sonntag Gastspiel beim SC Hennen II

„Ganz ehrlich: Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen“, sagte „Mo“ Tahrioui nach der erfolgten Trennung, „wenn sich nichts getan hätte, dann wäre ich spätestens im Winter sowieso zurückgetreten.“ Der Verein kam ihm nun zuvor und setzt – solange bis ein neuer Übungsleiter gefunden wird – auf Matthias Langer und Jan Schröder. 

Dieses Duo wird zusammen mit dem Team alles versuchen, um am Sonntag (12.15 Uhr) beim SC Hennen II den Bock umzustoßen. Die Reserve der „Zebras“ ist Tabellenzwölfter und fünf Punkte besser gestellt als die Nachrodter. Ein Sieg im Iserlohner Norden, er wäre also so eminent wichtig für die Sportvereinigung. Sowohl für das Klassement, aber auch für die Stimmung innerhalb der Mannschaft nach ganz harten Wochen.

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