Mehmet Cabuk ist nicht mehr Trainer der FSV Werdohl II

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Mehmet Cabuk (rechts, Szene aus der Partie gegen den TSV Rönsahl) ist nicht länger Trainer der FSV Werdohl II.

Werdohl - Das Unterfangen war vom ersten Tag an ein außergewöhnlich schwieriges – und diesem Umstand haben Mehmet Cabuk und die FSV Werdohl am Dienstag Rechnung getragen. Der 31-Jährige ist nicht länger Trainer der zweiten Mannschaft der FSV in der Fußball-Kreisliga A.

Carsten Minker, Sportlicher Leiter des Riesei-Klubs, betonte, die Entscheidung sei im beiderseitigen Einvernehmen getroffen worden. Sowohl Minker als auch Cabuk selbst ließen jedoch durchblicken, dass der finale Impuls zu der Trennung vom Verein ausgegangen sei. „Ich habe das getan, was in meiner Macht stand. Mehr war einfach nicht drin“, bilanzierte Cabuk, und fügte hinzu: „Ich bin da auch nicht nachtragend. Mir ist eine Last genommen worden.“ 

Schon im Nachholspiel beim TSV Lüdenscheid am Donnerstagabend (20.15 Uhr) übernehmen Michael Gampper und Günter Karnbach aus der Werdohler Jugendabteilung das Coaching und sollen die Elf auch bis zum Saisonende interimsmäßig betreuen. 

Verbleib als Spieler zunächst offen

Ob Cabuk als Spieler der FSV II weiterhin zur Verfügung steht, blieb zunächst offen. Die nötige körperliche Fitness vorausgesetzt, könne sich der B-Lizenz-Inhaber Einsätze in beiden Senioren-Teams der FSV genauso vorstellen wie einen kurzfristigen Wechsel zu einem anderen Klub als Trainer. 

Die jüngere Geschichte der FSV Werdohl II ist die eines sportlichen Niedergangs. Zum Ende der Saison 2014/15 stieg das Team sang- und klanglos aus der Bezirksliga ab. Im Zuge dessen brach der damalige Kader vollständig auseinander. 

Der Neuaufbau in der A-Liga gestaltete sich enorm schwierig: Erst in der Woche vor dem Meisterschaftsauftakt präsentierten die Werdohler Cabuk als Spielertrainer, bauten einen weitgehend aus reaktivierten Akteuren bestehenden Mini-Kader zusammen, der durch Mitglieder der ersten Mannschaft, Altherren oder A-Jugendliche permanent aufgefüllt werden musste.

In vielen Partien erwies sich diese Mixtur in der A-Liga nicht als konkurrenzfähig, ist nach 22 Begegnungen Tabellenvorletzter mit nur zehn Zählern und 131 Gegentoren – vor dem punktlosen Schlusslicht TuRa Brügge. „Es war eine superschwierige Aufgabe für Mehmet“, sagte Minker. „Das Ganze hat ihn sehr viel Energie und Kraft gekostet. Bevor noch mehr Schaden entsteht, machen wir jetzt diesen Cut“, ergänzte der Sportchef. 

Julian Kroll vom VfB Altena wechsel zum Werdohler Landesliga-Team

Zweimal sagte die Reserve vom Riesei im Saisonverlauf ihre Spiele mangels Masse bereits ab. Sollte dies ein drittes Mal vorkommen, stünde die FSV II den Statuten gemäß als erster Absteiger fest. Sportlich steigt der Tabellenvorletzte der Lüdenscheider Kreisliga A nach Lage der Dinge nur dann ab, wenn der Kreis Lüdenscheid mindestens einen Absteiger aus den Bezirksligen stellt und sich gleichzeitig der A-Liga-Meister – mutmaßlich SC Lüdenscheid – in den Entscheidungsspielen gegen den A-Liga-Zweiten des Kreises Siegen-Wittgenstein nicht durchsetzt.

Bereits am Montag hatte die FSV hingegen eine personelle Erfolgsmeldung zu ihrer Landesliga-Mannschaft bekannt gegeben. Mit Julian Kroll, derzeit noch Kapitän beim benachbarten A-Kreisligisten VfB Altena, steht der erste Neuzugang der Lennetaler für die neue Saison fest. Sportchef Minker kennt den defensiven Mittelfeldakteur bestens aus seiner Zeit als Trainer bei den Burgstädtern. Diese verließ Minker im Januar 2013, um als Coach am Riesei anzuheuern.

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