Abi Ouhbi gratuliert SCL bereits zur Meisterschaft

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Der Wendepunkt im Topspiel: Phoenix-Keeper Marcel Feist unterläuft einen Eckstoß von Justin Lüthy, Tobias Ertelt verkürzt per Kopf auf 1:2 für den SCL, der am Ende noch 3:2 gewinnt.

Lüdenscheid - Etwas mehr als 50 Stunden nach ihrem direkten Duell sind der SC Lüdenscheid und Phoenix Halver heute Abend bereits wieder im Einsatz: Der Primus vom Wehberg empfängt ab 20 Uhr in der LüWo-Arena den SC Plettenberg, die Halveraner ab 19.30 Uhr an der Karlshöhe Eyüp Werdohl.

Dennoch geht bei beiden Trainern der Blick noch einmal zurück, wobei für Phoenix-Coach Abi Ouhbi die Fronten nach der sonntäglichen 2:3-Niederlage geklärt sind: „Ich gratuliere dem SC zur Meisterschaft und wünsche der Mannschaft für die Aufstiegsrelegation alles Gute.“ Dabei war sein Team rund 70 Minuten auf einem sehr guten Weg gewesen, die Meisterschaft noch einmal spannend zu machen, führte zu diesem Zeitpunkt mit 2:0, ehe der erste Knackpunkt kam. Als Schlussmann Feist einen Eckball unterlief und Ertelt auf 1:2 verkürzte (72.), bekam der Primus ad hoc Oberwasser, erzielte bereits vier Minuten später den Ausgleich. Die gravierendsten Momente aber sollten noch in der Nachspielzeit kommen.

Schiri entschuldigt sich

Erst ahndete Schiri Bayrak das klare Handspiel vom SCer Fuks im eigenen Strafraum nicht, im Gegenzug schloss Dominik Schwenck ein Konter zum 3:2 für die Gastgeber ab. „Ich habe mit dem Schiri nach dem Schlusspfiff ausschließlich über diese beiden Szenen gesprochen, denn Dominik Schwenck soll beim Zuspiel im Abseits gestanden haben. Herr Bayrak hat mir dann gesagt, dass er sich sowohl beim Handspiel als auch der vermeintlichen Abseitsposition nicht sicher war. Er hat sich dann sogar bei mir entschuldigt, was für mich überraschend und bemerkenswert war. Kaufen können wir uns dafür allerdings nichts. Letztlich darf man ein 2:0 einfach nicht aus der Hand geben, Punkt, Aus.“ Ein gewisses Mitgefühl für seinen Trainerkollegen zeigte auch SC-Coach Jörg Schreyer: „Ein 2:2 wäre wohl das gerechtere Ergebnis gewesen, bei dem Handspiel hätten wir uns über einen Elfmeter nicht beschweren können. Von daher kann ich Aufregung und Frust bei den Halveranern schon verstehen.“ Das Spiel selbst war für Schreyer eins mit langer Anlaufzeit, „denn wir waren in Halbzeit eins schlichtweg nicht aggressiv und nah genug an den Gegenspielern dran. Dementsprechend gab es zur Pause eine klare Ansage, 45 Minuten kämpferisch und läuferisch alles reinzuhauen, was nur geht.“

Mahnung vor frühzeitigem Meisterjubel

Dass es letztlich gar noch zum Sieg reichte, hatte für den SC-Trainer aber nicht nur mit der Steigerung des eigenen Teams zu tun. „Phoenix hat sich zu sehr in Diskussionen mit dem Schiri verstrickt, zudem zu oft auf Zeit gespielt. Von daher hatten sie sich die fünfminütige Nachspielzeit selbst zuzuschreiben.“ Von vorzeitigem Meisterjubel will er jedoch noch nichts wissen, auch wenn neun Punkte Vorsprung auf Altena und elf auf Phoenix, zudem die gewonnenen direkten Vergleiche acht Runden vor Schluss schon ein stattliches Polster sind: „Wir halten es wie gehabt und denken nur von Spiel zu Spiel.

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