Fußball

Fußball-Kreisliga C: Kleine Klasse, aber große Hoffnung

gehaltener Ball beim Fußball
+
In der Kreisliga C könnte mit der 50-Prozent-Regel noch etwas gehen.

Warum brechen die Fußballer in Westfalen die Saison noch nicht ab? Zum Beispiel, weil in kleinen Klassen wie der Kreisliga C Lüdenscheid noch etwas gehen könnte.

Kreisgebiet - Die Eckdaten für die Amateurfußballer Westfalens – zumindest was den Liga-Spielbetrieb angeht – sind klar: Spätestens am 30. Juni muss die Saison 2020/21 ad acta gelegt werden, eine Wertung mit Auf- und Aufstieg erfolgt in einer Spielklasse nur dann, wenn zumindest 50 Prozent der Begegnungen absolviert worden sind.

Vor dem Hintergrund, dass die aktuelle Corona-Schutzverordnung bis zum 18. April gilt, ein normales Mannschaftstraining also frühestens ab dem 19. April wieder aufgenommen werden kann, ist schon jetzt so gut wie klar, dass gerade in den größeren Klassen wie der Oberliga (21 Mannschaften) das verbleibende Zeitfenster nicht mehr reichen wird, um die 50-Prozent-Marke zu erreichen, wie auch FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders am Montag betonte.

Gleiches dürfte auch für 18er-, 17er- und 16er-Staffeln gelten. Im Klartext: Für einen Großteil der westfälischen Spielklassen wird es kaum Wertung geben.

Fußball-Kreisliga C: Kleine Klasse, aber große Hoffnung

Und warum wird daher nicht ad hoc abgebrochen? Schlichtweg deshalb,weil es Satzungen und Ordnungen aktuell nicht zulassen. Vereinfacht ausgedrückt: In kleineren Ligen besteht vom Zeitfenster her noch die Möglichkeit, die 50-Prozent-Grenze zu erreichen.

Und da kommt im Kreis Lüdenscheid die C-Liga ins Spiel. Die ist mit lediglich elf Teams besetzt, weist als weitere Besonderheit auf, dass bis zum Abbruch alle angesetzten Partien über die Bühne gegangen sind. In Zahlen: 40 Spiele sind absolviert, 55 müssen es sein, um auf die 50 Prozent zu kommen.

Es fehlen also nur noch drei Spieltage. Der ursprüngliche Rahmenterminplan sieht den 24. und 30. Mai sowie 6. Juni für letzte drei Spieltage vor, möglich wäre z.B. aber auch – sofern es beim Wochenrhythmus bleibt – der 13., 20. und 27. Juni. In diesem Fall müsste der Trainingsbetrieb, der vier Wochen umfassen soll, spätestens am 17. Mai anlaufen. Angesichts der Inzidenzzahlen gerade im Märkischen Kreis eher unwahrscheinlich, aber eine Resthoffnung bleibt.

Doch würde es überhaupt Sinn machen? Sicherlich wäre die Freude groß bei den drei Erstplatzierten, die aufsteigen würden (aktuell FC Altena 69, TuS Ennepe II und der Kiersper SC III).

Doch die Kehrseite der Medaille: Da es auch einen Absteiger geben würde, würden in der C-Liga in der Saison 21/22 – immer vorausgesetzt keine Wertungen in Bezirksligen mit heimischen Teams, B- und D-Liga – nur noch sieben Mannschaften auf Torejagd gehen. Doch einen derartigen Flickenteppich, der sich durchs gesamte Verbandsgebiet ziehen würde, nimmt man in Kauf.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare