Fußball-Kreisliga A

Der Himmel weint über dem Honsel

+
Hellas-Spielertrainer Dino Minacapilli als Ritter der traurigen Gestalt: So viel Herz er auch zeigte im Abstiegskampf, so wenig Glück hatte der „Oldie“.

Lüdenscheid – Der 19. Mai 2019 wird als schwarzer Sonntag in die Vereinshistorie des SV Hellas Lüdenscheid eingehen: Die Griechen, die eigentlich zum Inventar der Kreisliga A Lüdenscheid zu zählen waren, wenn sie nicht gerade mal sportliche Höhenflüge in die Bezirks- oder sogar Landesliga unternommen hatten, müssen den bitteren Gang in die Kreisliga B antreten.

Das 0:3 (0:1) gegen Eyüp Werdohl besiegelte das Hellas-Schicksal – das rettende Ufer ist zwar „nur“ drei Punkte entfernt, doch im direkten Vergleich gegen den SC Lüdenscheid (4:0/0:8), der den rettenden drittletzten Platz belegt, ziehen die einst so stolzen Griechen vom Honsel den Kürzeren. 

Die Werdohler Türken dagegen feierten laut und ausgelassen – mit dem ersten Sieg im Kalenderjahr 2019 haben sie am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt perfekt gemacht. Es war ein verdienter Sieg für den Gast in einem Spiel, das im Zeichen des Abstiegskampfes ein ungeheuer intensives war in den ersten 45 Minuten. Die Eyüp-Kicker hatten mehr Zug zum Tor. 

Hellas mühte sich, kämpfte, doch wirklich gefährlich wurde es nur ganz selten. Das 0:1 nach Akdeniz-Ecke und kraftvollem Kopfball von Dario Loggia (21.) fiel keineswegs aus dem Nichts – auch wenn auch Eyüp sich schwer tat, echte Chancen zu kreieren. Uzunoglu hätte gleichwohl nach einem Konter das 0:2 machen müssen (42.), verfehlte aber das Tor. Auf der anderen Seite schoss Moumin einen Freistoß am Tor vorbei (40.), fand Minacapilli in Eyüp-Keeper Benedetto Loggia seinen Meister (44.). 

Erleichterung: Die Eyüp-Kicker haben die Kreisliga A gesichert. Immerhin...

Hellas blieb eine Halbzeit. Doch es fehlten die Mittel und nach den guten ersten 45 Minuten auch die Kraft. Keine einzige echte Chance gab es mehr für die Platzherren, die in der Nachspielzeit noch das 0:2 durch Yigit und das 0:3 durch einen Akdeniz-Handelfmeter kassierten und dann wie begossene Pudel vom Platz schlichen. Es regnete nicht mehr. Der Himmel hatte 60 Minuten lang geweint. Teilweise Sturzbäche an einem 19. Mai, der in Erinnerung bleiben wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare