Sein Platz bleibt frei

LTV 61 geschockt: Trainer Fabian Dilks tritt zurück

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Chefcoach Fabian Dilks (links) räumt aufgrund Zeitmangels den Platz an der Seitenlinie am Honsel zumindest vorerst, „Co“ Mirco Glörfeld übernimmt die Verantwortung bei den 61ern.

LÜDENSCHEID - Schock für Fußball-A-Ligist LTV 61: Trainer Fabian Dilks saß am Sonntag beim 3:1 im Verfolgerduell gegen den TuS Neuenrade das vorerst letzte Mal auf der Bank, hat sich auf unbestimmte Zeit eine „Auszeit“ genommen.

Dass die Gründe nicht sportlicher Natur sind, liegt auf der Hand, denn als Aufsteiger haben sich die Honsel-Kicker auf Anhieb bestens akklimatisiert, stehen als Tabellenzweiter glänzend da. „Es hat auch keinerlei Unstimmigkeiten gegeben“, verweist der 32-Jährige derartige Spekulationen vehement ins Reich der Fabel.

„Es hat ausschließlich damit zu tun, dass ich vorerst aus zeitlichen Gründen nicht mehr den Aufwand betreiben kann, der nötig ist. Wie lange das dauern könnte, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt absolut nicht sagen. Natürlich ist mir der Entschluss unglaublich schwer gefallen. Ich bin jetzt viereinhalb Jahre hier gewesen, davon rund eineinhalb als Cheftrainer, da ist schon viel Herzschmerz dabei. Aber es geht einfach nicht anders.“

Bereits am Donnerstagabend hatte Dilks den Abteilungsvorstand, seinen Co-Trainer Mirco Glörfeld und die Mannschaft informiert: „Sie waren zunächst zwar regelrecht geschockt, haben dann aber vollstes Verständnis für meine Gründe gehabt. Und wie die Jungs am Sonntag reagiert haben, insbesondere als sie nach dem 1:0 alle auf mich zugelaufen sind, war schon toll.“

Im Eiltempo haben Abteilungsvorsitzender Thomas Gabel und die Mannschaft derweil auch direkt die Nachfolge festgezurrt. „Es gibt keine externe Lösung, wir werden den Platz des Cheftrainers für Fabian quasi freihalten. Von daher übernimmt jetzt Mirco Glörfeld, der mit Fabian lange zusammengearbeitet hat, Umfeld und Mannschaft bestens kennt“, so Gabel.

„Natürlich war ich erst geschockt, denn Fabian und ich haben bestens zusammengearbeitet, ticken sportlich auch gleich. Von daher gibt es jetzt auch überhaupt keinen Grund, irgendetwas zu verändern“, will der ebenfalls 32-jährige Glörfeld die bisherige Spielphilosophie beibehalten, das in ihn gesetzte Vertrauen am Honsel rechtfertigen und an die Erfolg seines bisherigen Chefs anknüpfen.

Marc Kusche

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