VfB Altena hadert mit Glücksgöttin Fortuna

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„Wir geben nicht auf", sagt VfB-Trainer Robert Krumbholz.

Altena - „Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß“, hatte Weltmeister Andreas Brehme in der Saison 1995/96 die missliche Lage des 1. FC Kaiserslautern im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga umschrieben, als die „Roten Teufel“ vom Betzenberg Woche für Woche auf unglückliche Art und Weise wichtige Punkte liegen ließen. Dieses legendäre und oft zitierte Bonmot des Außenverteidigers lässt sich dieser Tage auch auf den A-Kreisligisten VfB Altena übertragen.

Im „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen den SC Plettenberg lagen die personell arg geschwächten Burgstädter, bei denen der Coach 90 Minuten durchspielen musste, am Sonntag bis kurz vor dem Abpfiff mit 2:1 in Front, hätten durchaus höher führen können. „Dann bekommt Plettenberg einen Eckball, der keiner war. Daraus resultiert der Ausgleich, obwohl Maas in dieser Szene klar weggeschubst wurde. Es war ein irreguläres Tor und unfassbar ärgerlich“, betont VfB-Trainer Robert Krumbholz.

Anstatt des so wichtigen „Dreiers“ musste sich der Tabellenvorletzte mit dem Remis begnügen, das ihm in seiner misslichen Lage kaum weiterhilft. Denn schon mittags hatte der Drittletzte FSV Werdohl II vorgelegt, den ersatzgeschwächten TSV Rönsahl, bei dem der VfB eine Woche zuvor in der letzten Viertelstunde eine 1:0-Führung verspielt und mit 1:2 verloren hatte, am Riesei mit 5:0 bezwungen. Der Rückstand der Altenaer auf die FSV-Reserve ist dadurch auf vier Zähler gewachsen, weiterhin sieben Punkte sind es auf den SC Plettenberg.

„Wir haben im Moment sehr großes Pech, schon in den vorigen Spielen gegen Herscheid und in Rönsahl war deutlich mehr für uns möglich. Erdal Gündüzgiden hatte am Sonntag zwei ganz dicke Möglichkeiten, macht aber das Tor nicht. Er haut sich voll rein, ackert und rackert, hat aber die Seuche am Fuß. Das tut mir so leid“, sagt Robert Krumbholz, der sich weiterhin vor sein Team stellt: „Wir haben gegen den SCP ein gutes Spiel gemacht, mit dem allerletzten Aufgebot kämpferisch alles gegeben. Die Jungs lassen sich nicht hängen. Ich kann ihnen keinen Vorwurf machen. Das Team und ich werden weiterhin alles geben und bis zum Ende alles probieren.“

Acht Spieltage stehen noch aus, leichter werden die anstehenden Aufgaben für den amtierenden Vizemeister aber keineswegs. Am Sonntag geht es zum souveränen Liga-Primus Phoenix Halver, eine Woche später gastiert der Tabellenzweite TSV Lüdenscheid im Reineckestadion. Zwei Spiele also, in denen der VfB krasser Außenseiter ist. Aber auch zwei 90-Minüter, in denen die Altenaer im Prinzip nur gewinnen können. Kleine Lichtblicke personeller Art gibt es auch: Daniel Crummenerl, Piero Rizzi und Simon Schroer kehren gegen Phoenix ins Aufgebot zurück.

Im Kampf gegen den drohenden Absturz in die B-Liga geht es für die Blau-Weißen ab jetzt wohl allein darum, die FSV-Reserve noch zu überflügeln und den direkten Abstiegsplatz zu verlassen. Aktuell sieht es so aus, dass aus der Bezirksliga nur ein heimischer Verein absteigt und der Drittletzte der A-Liga ein Entscheidungsspiel gegen den Zweiten der B-Liga bestreiten darf.

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