LTV bleibt Letzter und Kartenflut am Wefelshohl 

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Sah kurz vor Schluss am Wefelshohl die Rote Karte: Burak Özler. 

Lüdenscheid - Ein LTV 61, dem auf der Zielgeraden beim 1:4 gegen den TuS Ennepe förmlich die Luft ausging und ein TSV Lüdenscheid, der beim umkämpften 4:4 im gutklassigen Spiel auf dem Wefelshohl gegen den TSV Rönsahl weiter auf den ersten Dreier wartet: Die vorgezogenen A-Liga-Partien waren für die Lüdenscheider Klubs kein Befreiungsschlag.

LTV 61 - TuS Ennepe 1:4 (1:0): Der Fehlstart für A-Ligist LTV 61 unter Neu-Trainer Niko Douros ist perfekt. Nach einem kapitalen Einbruch in den letzten 30 Minuten gaben die Gastgeber am Donnerstagabend gegen den TuS Ennepe eine 1:0-Führung aus der Hand, unterlagen noch mit 1:4. Konsequenz: Übers Stadtfest müssen die Honsel-Kicker nunmehr die „Rote Laterne“ tragen.

Zumindest in Durchgang eins hatte am Honsel auf dieses Resultat nichts, aber auch gar nichts hingedeutet. Die Gastgeber machten Dampf, pressten früh, versuchten zügig zu kombinieren, was zum Großteil auch gelang. Folgerichtig war denn auch die frühe Führung durch einen strammen Flachschuss von Schüngel (15.). Was in der Folge bei aller Dominanz fehlte, waren indes die ganz großen Möglichkeiten. Dennoch hatten Kräuter (34.), Krischker (35.) und Schüngel (41.) durchaus einen zweiten Treffer auf dem Fuß, derweil der Gast lediglich durch J. Brandt zumindest einmal einen Hauch von Gefahr ausstrahlte (40.).

 Das aber sollte sich nach dem Wechsel ändern. Ennepe wurde aktiver, lauf- und zweikampfstärker, dennoch fiel der Ausgleich durch Peters Distanzschuss zu diesem Zeitpunkt noch quasi aus heiterem Himmel (57.). Das Tor bewirkte aber, dass der TuS unbedingt nachsetzen wollte, der LTV hingegen fiel förmlich auseinander.

Mit einem Doppelschlag trafen Titt (66.) und D. Wolf (68.) die Gastgeber bis ins Mark, die auch mental einknickten. So sahen binnen 60 Sekunden die Schneider-Brüder die „Ampelkarte“ und „Rot“ – es waren reine Frustaktionen. Und die doppelte Überzahl nutzte erneut D. Wolf fast mit dem Schlusspfiff noch zum 1:4-Endstand. 

TSV Lüdenscheid - TSV Rönsahl 4:4 (3:3): Tor- und Kartenflut am Wefelshohl. In einem gutklassigen und hart umkämpften Kreisligaduell teilten der sieglose TSV Lüdenscheid und Namensvetter TSV Rönsahl beim 4:4 (3:3) die Punkte, was den Gastgebern auf dem erhofften Weg nach vorn nicht weiterhilft. Zumal die Türken in den nächsten Partien auf Spielmacher Burak Özler verzichten müssen, der kurz vor Schluss die Rote Karte des guten Schiedsrichters Dennis Eicker wegen groben Foulspiels sah. Eicker hatte reichlich zu tun auf dem Feld, auf dem es ordentlich zur Sache ging. Resultat war ein Dutzend gelber Karten. Bei den Entscheidungen des Referees hatten die Gäste aber zweimal Glück: Als Eicker ein klares Umstoßen von Seckin im Rönsahler Strafraum übersah (54.) und als Wiederholungstäter Galati nicht mit Gelb-Rot das Feld räumen musste. Fußball gespielt wurde aber auch, und zwar nicht schlecht.. Die Hausherren begannen schläfrig gegen die schnell und schnörkellos in die Spitze konternde Kalman-Elf, die durch Gentilcores Elfmeter (Ouhbi an ihm selbst) und Galati ein 2:0 vorlegten und trotz nun klarer Feldvorteile auch das Anschlusstor des starken Seckin mit dem dritten Treffer durch Galati nach einem falschen Einwurf der Gastgeber beantworteten. Nach Izgis Knaller zum 2:3 und dem schönsten Spielzug des Spiels mit tollem Yazar-Pass auf den zum 3:3 treffenden Seckin wurden die Seiten gewechselt. Nach Wiederbeginn blieb die Özler-Elf tonangebend, aber nicht mehr so zielstrebig, sodass Rönsahl nach Gentilcores zweitem Streich (59.) sogar vom Dreier träumen konnte, bevor Jindou dem Türkischen SV wenigstens einen Zähler rettete. J jig

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