Kiersper SC bewahrt trotz 0:2-Rückstands die Ruhe

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Durchatmen und freuen: Mario Stenmans (links) und Jan Thomas, der soeben den Treffer zum 2:4 erzielt hat.

NETPHEN - „So kann’s weitergehen.“ Gelöst, locker und schmunzelnd stand Sven Krahmer am späten Sonntagnachmittag im Netphener Schmallenbach-Stadion am Spielfeldrand – und der Trainer des Kiersper SC hatte freilich allen Grund zu guter Laune. Mit einem 6:2 (3:2) war den Bezirksliga-Kickern vom Felderhof beim SV Netphen soeben eine Auswärtspremiere nach Maß gelungen.

In Summe mit dem 1:0-Heimsieg vom Vorsonntag gegen die SG Hickengrund haben die Blau-Roten somit nicht nur die optimale Punkteausbeute von sechs Zählern, sondern dank ihres Torverhältnisses zudem sogar die Tabellenführung zu Buche stehen.

Dabei hatten am Sonntag gegen 15.25 Uhr wohl bestensfalls noch die kühnsten Optimisten an den Platz an der Sonne geglaubt. Denn zu diesem Zeitpunkt lagen die Kiersper nach sehr abseitsverdächtigen Gegentoren durch Christian Sting (5.) und Philipp Polat (21.) bereits mit 0:2 im Hintertreffen. Allzu beeindruckt zeigten sich die Volmestädter hiervon jedoch nicht – im Gegenteil. „Meine Mannschaft hat sich von dem Zwei-Tore-Rückstand überhaupt nicht aus der Ruhe bringen lassen“, befand auch Sven Krahmer.

Kalmans Freistoß trifft SV Netphen bis ins Mark

Ruhe – die bewahrte insbesondere Andi Kalman. Von den ständigen, teils groben Fouls der Netphener ließ sich der KSC-Spielmacher nicht provozieren. Kalman gab seine Antwort stattdessen mit einem Freistoßtor und traf die Siegerländer damit bis ins Mark (28.). Denn fortan lief bei der Mannschaft von Trainer Alfonso Rubio Doblas quasi nichts mehr zusammen. Ganz anders der KSC: Das Krahmer-Team ließ dem ersten wirkungsvollen Punch sogleich zwei weitere folgen (Viktor Hense/38., Mario Stenmans/40.). Und kaum lagen die Netphener in Rückstand, da schwächten sie sich in Person von Manuel Hatzig auch noch selbst. Für den Mittelfeldakteur war die Partie mit einer roten Karte nach grobem Foul gegen Kalman bereits nach 42 Minuten beendet.

Darin, dass es noch vor der Pause zur KSC-Führung und zum Platzverweis gegen Hatzig kam, sah Krahmer dann auch die beiden entscheidenden Knackpunkte des Spiels. Denn in Halbzeit zwei hatte seine Elf die Partie durchweg im Griff. Die Blau-Roten nutzten die Überzahl konsequent, so dass Jan Thomas per Doppelschlag (70., 72.) sowie Philipp Stumpf (87.) das Ergebnis noch auf 6:2 schraubten. So stand am Ende ein Resultat zu Buche, das in Anbetracht der personellen Probleme – beim KSC kam als zweiter Ersatzfeldspieler der aus dem Altherrenteam reaktivierte Rene Brunner zum Einsatz – wohl kaum erwartet werden konnte. „Das ist schon enorm, was die Jungs trotz unserer dünnen Personaldecke leisten – Kompliment an meine Mannschaft“, betonte Sven Krahmer entsprechend.

Dominic Rieder

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