Dem Kiersper SC bleibt nur noch das Prinzip Hoffnung

Nach der 2:4-Pleite in Freudenberg sind Till Becker (rechts) und Co. auf Schützenhilfe angewiesen, um noch eine Chance auf den Landesliga-Aufstieg zu haben. Foto: Busch

Kierspe - Zum Jahreswechsel schien der Landesliga-Aufstieg des Kiersper SC nur noch Formsache zu sein, denn in der Hinrunde hatten die Kicker vom Felderhof die Fußball-Bezirksliga 5 zeitweise sogar nach Belieben dominiert. Vor dem letzten Spieltag aber ist von der einstigen Herrlichkeit nichts mehr übrig geblieben; dem KSC bleibt allein noch das Prinzip Hoffnung.

Von Thomas Busch

Hoffnung darauf, dass zum Kehraus wenigstens einer der beiden am Sonntag vorbeigezogenen Kontrahenten patzt. Nach der 2:4-Schlappe in Freudenberg geht für die Volmestädter, für die ein eigener „Dreier“ gegen RW Lüdenscheid ohnehin Grundvoraussetzung ist, aus eigener Kraft nichts mehr. Zwei Zähler liegt der KSC hinter dem neuen Spitzenreiter SV Ottfingen und ist punktgleich mit dem Rangzweiten FC Altenhof – bei deutlich schlechterer Tordifferenz.

Das sonntägliche Spiel in Freudenberg wird nun als jenes in die Vereinschronik eingehen, in dem die Kiersper die Tabellenführung eingebüßt haben. Sofern es am Ende auch tatsächlich so kommt, ist aber unstrittig, dass der KSC den Aufstiegskampf nicht jetzt erst verloren hat. Aus den ersten 14 Spielen der ersten Saisonhälfte holten die Blau-Roten 34 Punkte, in der Rückserie waren es gegen die gleichen Gegner dann lediglich 21. Die schlechte Wintervorbereitung und die zwischenzeitlich extrem dünne Spielerdecke haben aus einem sicheren Landesligisten im Wartestand ein Team der gehobenen Bezirksliga-Mittelklasse gemacht – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Schiedsrichter spielt ein wenig Schicksal

Dass am Sonntag nun auch noch der Schiedsrichter ein wenig Schicksal spielte, passte da irgendwie ins Bild. Ein nicht gegebener Elfmeter bei der Attacke von Fortuna-Torwart Schuppener gegen Hense und ein ausgebliebener Abseitspfiff vor dem entscheidenden dritten Gegentreffer waren die durchaus berechtigten Aufreger. Doch auch das ändert nichts an dem, was Trainer Andreas Wieczorek nach dem Schlusspfiff mit Blick auf die Leistung seiner Schützlinge enttäuscht zu Protokoll gab: „Das war einfach zu wenig.“

Was die bisherigen personellen Planungen des KSC für die Saison 2015/16 angeht, so sind diese davon unabhängig, ob am kommenden Sonntag noch ein mittleres sportliches Wunder geschieht oder nicht. „Wir haben zwar für die Landesliga geplant, aber den Fall des Nichtaufstiegs stets dabei berücksichtigt“, sagt der Sportliche Leiter Martin Liedtke. Heißt: Alle bisherigen Zusagen gelten für beide Spielklassen.

Torwart Rüberg zieht seine Zusage zurück

Mit unliebsamen Überraschungen aus den eigenen Reihen rechnet Liedtke nicht: „Für die Jungs lege ich meine Hand ins Feuer.“ Gleichwohl musste er am Sonntagabend die Absage eines externen Neuzugangs registrieren, der schon längere Zeit im Wort gestanden hatte. Philipp Rüberg, inzwischen in Schalksmühle beheimateter Torhüter des Schwerter Staffel-6-Bezirksligisten Geisecker SV, wird nun doch nicht zum Felderhof wechseln. Schließlich habe er nur für die Landesliga zugesagt, teilte er Liedtke mit. „Dabei galt auch seine Zusage für beide Ligen“, wurmt den Sportlichen Leiter diese Kehrtwende.

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