DFB-Basisarbeit für die Zukunft der Amateurkicker

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Der DFB-Masterplan sieht im Bereich Service unter anderem vor, dass jährlich rund 3600 DFB-Mobil-Besuche bei Vereinen und Grundschulen stattfinden – am Nattenberg (Foto) war der Besuch 2013 ein voller Erfolg.

LÜDENSCHEID -  Was lange währt, wird endlich gut: Nach knapp zweieinhalb Jahren hat der DFB in Zusammenarbeit mit den Landesverbänden, Vereinen und Fußballkreisen den „Masterplan 2013-2016“ zum Thema „Zukunftsstrategie Amateurfußball“ auf den Weg gebracht. Am Montagabend, 27. Januar, ab 19 Uhr stellt Joachim Schlüter (Beisitzer im „Ausschuss für Vereins- und Verbandsentwicklung“) den Vereinsvertretern im Bürgerforum des Rathauses Lüdenscheid den Plan vor.

Kernziel ist die Sicherung des Amateurfußballs vor dem Hintergund des demografischen Wandels, den Veränderungen im Bildungssystem und der angespannten Situation der öffentlichen Finanzen. Bei der Umsetzung dient der „Masterplan“ den Fußballvereinen an der Basis als ein „selbstverpflichtendes“ Handbuch.

Dieses umfasst drei Handlungsfelder: „Kommunikation“, „Entwicklung Spielbetrieb“ und „Vereinsservice“. Die Felder sind unterteilt in „Ziele“, „Inhalte“ und „Laufzeit“. Sprich, welche Themen sollen wie und ab wann umgesetzt werden?

Um die Arbeit im Handlungsfeld „Entwicklung Spielbetrieb“ zu erleichtern, soll die Webseite DFBnet.org vereinfacht und für alle Spielklassen nutzbar werden. Über dieses Portal organisieren die Vereine den Fußballalltag, füllen hier z.B den Spielberichtsbogen samt Mannschaftsaufstellung aus.

Flächendeckende „Futsal“-Einführung

Damit die Klubs beim „Fairplay“ nicht alleine stehen, ist ein „Best-Practice“-Katalog in Planung, der den Vereinen im Umgang mit Gewalt und bei der Gewaltprävention Hilfestellung geben soll.

Bei dem Thema „Neue Fußballangebote“ ist bis spätestens 2016 die flächendeckende Einführung des „Futsal“ als offizielle Variante des Hallenfußballs geplant. Auch der „Beachsoccer“ soll in den Landesverbänden weiter aufgebaut werden.

Interessant wird es für die Basis-Vertreter im Handlungsfeld „Kommunikation“ vor allem beim Thema „fussball.de“, der wichtigsten Internet-Plattform im Amateurfußball. Ziel ist der „Ausbau von Serviceangeboten und Interaktionsmöglichkeiten für Verbände und Vereine“, desweiteren betreibt der DFB die Webseite ab 28. Juli in Eigenregie und wird sie neugestalten.

Scharf findet den Masterplan gut

Auch im dritten Handlungsfeld, dem „Vereinsservice“, bietet der DFB seine Unterstützung an. In der „Fußballpraxis“ sollen jedes Jahr rund 3600 DFB-Mobil-Besuche bei Vereinen und Grundschulen, Kurzschulungen („Vermittlung von Basiswissen für die fußballpraktische Tätigkeit im Verein“) sowie Junior-Coaches („Grundlagenausbildung mit Schwerpunkt Fußball, für Schüler ab 15 Jahren“) die Arbeit an der Basis verbessern.

In Sachen Finanzen sieht der „Masterplan“ vor, Fachberatungen und Kurzschulungen zum Thema „Vereinsmanagement“ anzubieten. Schwerpunkte hier sind die Bereiche „Finanzen“, „Steuern“ und „Ehrenamt“.

„Der Masterplan ist in Ordnung und die Umsetzung das A und O, damit Fußballvereine auch in Zukunft bestehen bleiben“, meint der Vorsitzende des Fußballkreis-Lüdenscheid, Klaus Scharf. - von Emanuel Holz

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