SC Lüdenscheid entthront den RSV Meinerzhagen

In dieser Szene packte sich RSV-Torhüter Sören Langwald das Leder gegen SCL-Kapitän Manuel Wolf. Letztlich war es aber der Lüdenscheider, der den Geldpreis für den Turniersieg entgegennahm.

Lüdenscheid - Der SC Lüdenscheid hat sich den Pokal und die Siegprämie von 150 Euro beim Honsel-Cup des LTV 61 gesichert. Im gestrigen Finale zweier Bezirksligisten entthronten die Bergstädter Vorjahressieger RSV Meinerzhagen durch einen 2:0-Erfolg. Mit dem gleichen Resultat setzte sich der LTV 61 im Spiel um Platz drei gegen den SV Hellas durch.

Von Axel Krüger und Marc Kusche

Finale: RSV Meinerzhagen – SC Lüdenscheid 0:2 (0:0): Auf Tore ließen die beiden Endspielteilnehmer die rund 200 Zuschauer lange warten. Erst sieben Minuten vor Ende der regulären Spielzeit brach Stenmans den Bann, nachdem Engels Pass im Mittelfeld etwas zu lang für Eraslan gewesen war und der SC nach der daraus resultierenden Balleroberung das Spiel schnell gemacht hatte: Schwenck brach auf dem rechten Flügel durch und bediente den Stürmer mit einer mustergültigen Flanke. Mit einem perfekt vorgetragenen Konter über König, Schwenck und Lüthy, der dann zum 2:0 traf, machten die Bergstädter den Turniersieg in der Nachspielzeit perfekt.

Sechs SC-Gelegenheiten in 240 Sekunden

Dabei hatte in einer mit einiger Härte geführten Partie – Schiedsrichter Schwarzelühr verteilte sieben gelbe Karten – kein Mangel an Chancen bestanden. Nach RSV-Gelegenheit durch Zaim (10.) drückte der Sport-Club, hatte zwischen der 14. und 17. Minute sechs hochkarätige Gelegenheiten. In Minute 21 hatte Brongkoll Glück, dass Zaims Lupfer über das Tor ging. Wenig später parierte der SC-Keeper gegen Göbek (29.), Kilic wusste Kolodziejs Fehlpass nicht zu verwerten (31.) Auf der Gegenseite fanden zwei Lüthy-Vorlagen keinen Abnehmer (34./38.), Krämer schoss vorbei (39.).

Den zweiten Durchgang bestimmte zuerst der RSV mit Chancen durch Scimeca nach Demirs Flanke (48.) und Inchingoli (54./Pfosten). Für den SC verpasste Stenmans zweimal (63./66.), machte es dann in Minute 83 besser.

Spiel um Platz 3: LTV 61 – SV Hellas Lüdenscheid 2:0 (0:0): Es war ein wohltuend faires Duell der beiden A-Ligisten und Platznachbarn, das der Ausrichter letztlich verdient gewann. Allerdings: Mit der Leistung ihres Teams konnte das Trainergespann Timo Flieger/Mirco Glörfeld allenfalls sporadisch zufrieden sein. Gegen lauf- und zweikampfstarke Hellenen taten sich Muti und Co. insbesondere im ersten Durchgang aufgrund vieler Ungenauigkeiten schwer, Torchancen zu kreieren. Immerhin zwei sprangen heraus, die jeweils Helbig vergab (28./29.). Auf der Gegenseite strich ein Kopfball von Papadopoulos knapp vorbei (23.).

Ausrichter kommt zielstrebiger aus Kabine

Wesentlich zielstrebiger kam der LTV 61 aus der Kabine, und nach nicht einmal einer Minute nutzte Helbig die feine Vorabeit von Yilmaz zum 1:0 (46.). Nach vergebenen Chancen von Cilingir (55.) und Karaca (58.) ließ der Favorit aber wieder nach, doch Hellas blieb in der Offensive harmlos, sodass Derdak lediglich bei einem Moschopoulos-Freistoß eingreifen musste (76.). Wenig später scheiterte auf der Gegenseite Cilingir per Strafstoß (83./Papadopoulos hatte ihn festgehalten), doch kurz darauf holte der LTV-Stürmer Versäumtes nach, traf aus 14 m zum 2:0-Endstand (87.).

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