„Noch ist alles möglich“

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Der SV Affeln um Benjamin Moch (links) hat sich für die zweite Saisonhälfte im Arnsberger Kreisoberhaus noch viel vorgenommen.

Kreisgebiet - Nach einer langen Winterpause werden in der Arnsberger Fußball-Kreisliga A ab Sonntag wieder Punkte vergeben, beginnt zugleich die Jagd auf Spitzenreiter TuS Voßwinkel. Doch nicht nur der Titelkampf verspricht in der zweiten Saisonhälfte Spannung. Im Tabellenkeller geht es eng zu, müssen mindestens sechs Mannschaften um den Klassenverbleib bangen.

Das heimische Trio SSV Küntrop, SV Affeln und SG Balve/Garbeck hat mit dem Abstiegskampf nach einer anständigen bis guten ersten Saisonhälfte derweil nichts mehr zu tun, richtet sich der Blick des Trios vornehmlich nach oben. Vor allem Affelns zum Saisonende scheidender Trainer Erhard Krengel verspürt große Lust, sich mit dem größtmöglichen Erfolg im Sommer von der Stummel zu verabschieden.

Mit 29 Punkten überwintert der SV Affeln zwar mit zwölf Punkten Rückstand auf Primus TuS Voßwinkel, hat allerdings auch eine Partie weniger bestritten. Vorausgesetzt, die Stummel-Kicker gewinnen ihr Nachholspiel gegen GW Arnsberg (Freitag, 22. März), wären es „nur“ noch neun Zähler bis nach ganz oben. „Die Mannschaft ist jetzt am Zug. Es liegt an ihr, ob sie noch oben angreifen möchte oder nicht. In dieser Mannschaft steckt jedenfalls ganz viel Potenzial, sie muss es aber auch abrufen“, betont Krengel.

Für den 47-jährigen Stockumer sind Voßwinkel und der Tabellendritte SG Grevenstein/Hellefeld-Altenhellefeld zwar die großen Favoriten auf den Bezirksliga-Aufstieg, aber auch seine Elf hält er nach wie vor für so stark, dass sie noch in den Titelkampf eingreifen könnte. „Mit Patzern der Konkurrenz und der richtigen Einstellung ist meiner Meinung nach noch alles möglich“, sagt Krengel. Mit der Vorbereitung seines Teams auf die zweite Saisonhälfte, die für den SV Affeln am Sonntag (13.15 Uhr) beim SV Hüsten 09 II beginnt, war „Erri“ allerdings nicht glücklich. „Es ist nicht so gut gelaufen. Vor allem mit der Trainingsbeteiligung bin ich nicht zufrieden“, so der SVA-Coach, der nach der Serie den Staffelstab an Pietro Guerrieri und Dennis Thomèe weiterreichen wird.

Auch beim Affelner Lokalrivalen SSV Küntrop wird es im Sommer einen Wechsel auf der Trainerbank geben, wenn mit Guiseppe Ventimiglia der aktuelle Coach der SSV-Reserve das Kommando von Mario Droste übernehmen wird. „Wenn wir unseren aktuellen vierten Platz halten könnten, wäre das für mich angesichts unserer Kadersituation eine absolute Sensation“, betont Droste, dessen Team trotz personeller Rückschlage (Voß, Tierney, Zejnullahu) eine hervorragende Hinrunde gespielt hat und zwischenzeitlich ja sogar Tabellenzweiter gewesen ist. Weil sich die Rückkehr von Voß aber noch verzögern wird, Zejnullahu nach Kreuzbandriss ohnehin noch kein Thema ist und sich nun auch noch Verteidiger Niels Klüter an den Innenbändern verletzte, kriechen die Küntroper personell vorerst weiter auf dem Zahnfleisch.

„Wenn wir komplett wären, dann wäre Platz vier sicher möglich. So aber wäre ich mit Platz fünf bis acht zufrieden“, meint Droste, der im Januar bei seinem Heimatverein TuS Langenholthausen zum Geschäftsführer gewählt wurde und damit bereits eine neue Aufgabe gefunden hat. In der Wintervorbereitung absolvierten die Rot-Weißen, die am Sonntag (15 Uhr) die SG Grevenstein/Hellefeld-Altenhellefeld zum Topspiel erwarten, vier Tests, von denen drei verloren gingen. Und der „Tag der offenen Abwehrreihen“ beim 6:5-Sieg gegen den klassengleichen SV Oesbern stellte Droste auch nicht wirklich zufrieden.

Mit Blick auf das Titelrennen hat „Super Mario“ übrigens eine ganz klare Meinung: „Voßwinkel will aufsteigen und wird es auch genau so durchziehen.“

Hinter der SG Balve/Garbeck, die mit 24 Punkten als Tabellenneunter überwintert hat, liegt eine hervorragende Hallensaison, die mit dem zweiten Platz beim Volksbanken-Wintercup gekrönt wurde. Unter freiem Himmel aber lief es für den Fusionsklub in den Testspielen nicht sonderlich rund, setzte es in fünf freundschaftlichen Vergleichen vier Niederlagen. „Neben verletzungsbedingten Problemen kam noch eine Krankheitswelle dazu“, sagt Trainer Jan Gajewski, für den die Vorbereitung keine sonderlich erfreuliche war. Aussagekraft für die Fortsetzung des Punktspielbetriebs aber besitzen die Testspielergebnisse sicherlich nicht.

Am Sonntag starten die Balver mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger SuS Westenfeld in die zweite Saisonhälfte, in der sie ihren einstelligen Tabellenplatz festigen wollen. „Mit ganz unten werden wir, wenn alles einigermaßen normal verläuft, nichts mehr zu tun haben“, sagt Gajewski, „wir halten uns aktuell in dem Bereich auf, wo wir auch in etwa hingehören.“ Ziel sei es, die Punkteausbeute aus der Hinrunde zu bestätigen und nach Möglichkeit noch den einen oder anderen Sieg mehr einzufahren.

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