Fußball

Neue Regeln: Das Aus für die Verlängerung

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Stehen nur drei Mann in der Abwehrmauer, bleibt alles wie gehabt. Sind es aber mehr Spieler in der Mauer, dann müssen die Angreifer künftig einen Abstand von mindestens einem Meter einhalten.

Kreisgebiet – In einem Vortrag wies der Chef der Schiedsrichter im Fußballkreis Lüdenscheid, Christian Liedtke, die Vereinsvertreter am Dienstagabend in Neuenrade beim Staffeltag auf die neuen Regeln für die neue Fußballsaison hin.

Es ist durchaus ein deutliches Mehr an Neuerungen als in der Vergangenheit üblich, Liedtke indes sah die Neuerungen mit einer großen Gelassenheit. Die Schiedsrichter sind vorbereitet. Was aber ändert sich? Die neuen Regeln wurden aufgestellt vom International Football Association Boards. Ein Ausblick:

Schiedsrichterball

Ab der neuen Saison wird der Schiedsrichter den Ball einem Spieler aus der Mannschaft überlassen, die zuletzt im Ballbesitz war.

Anstoß

Der Sieger der Platzwahl darf zukünftig darüber entscheiden, ob seine Mannschaft die Spielhälfte wählen oder Anstoß haben möchte. Zuvor hatte der Gewinner die Seite bestimmt und der Verlierer Anstoß.

Disziplinarmaßnahmen

Neben den Spielern kann der Schiedsrichter ab der kommenden Saison auch den Trainern und den Betreuen Gelbe oder Rote Karten zeigen. Das soll bei den Zuschauern für weniger Verwirrung sorgen, wenn ein Trainer des Feldes verwiesen wird. Zusätzlich können Trainer nach einer Verwarnung die Emotionen senken, ohne gleich mit einem Feldverweis eine Geldstrafe in Kauf nehmen zu müssen. Eine Verwarnung kann dem Trainer auch ausgesprochen werden, wenn ein Auswechselspieler seines Teams eine verbale Entgleisung begeht.

Da gerade in der Kreisliga oft viele Menschen um die Trainerbank herumstehen und zeitweilig ausfällig werden, rechnet Liedtke hier mit echten Problemen für die Übungsleiter. Und auf noch etwas wies er hin: Bekommt ein Trainer eine Rote Karte, zieht dies keine Sperre nach sich. Bekommt aber ein Spielertrainer am Rande eine Rote Karte, dann wird er entsprechend gesperrt.

Auswechslung

Der ausgewechselte Akteur muss das Spielfeld ab der neuen Saison an der nächstmöglichen Stelle verlassen, damit Zeitspiel bei Auswechslungen verhindert wird.

Abstoß

Einem Mitspieler wird es ab der kommenden Saison möglich sein, einen Ball vom Torwart im eigenen Strafraum annehmen zu dürfen. Gegenspieler müssen sich außerhalb des Strafraums aufhalten und dürfen um den Ball kämpfen, sobald dieser von einem Akteur mit dem Fuß gespielt wurde.

Ballkontakt des Schiedsrichters

Wenn der Schiedsrichter den Ball berührt, kann der Referee das Spielgeschehen künftig unterbrechen, die Partie wird mit einem Schiedsrichterball fortgeführt.

Gesperrte Bälle

Ein Freistoß kann durch diese Änderung von einem Spieler schnell ausgeführt werden, ohne dass der Unparteiische den Gegenspieler bestraft. Diese ist für ihn dann bei der nächsten Spielunterbrechung fällig.

Mauerstellung

Wenn mehr als drei Verteidiger eine Mauer bilden, müssen Angreifer einen Abstand von mindestens einem Meter einhalten. Wird dieser nicht eingehalten, wird das Spiel mit einem indirekten Freistoß fortgesetzt. Dadurch sollen die Rangeleien reduziert und dem Torwart eine bessere Sicht ermöglicht werden. Besteht die Mauer aus weniger als drei Spielern, dürfen weiterhin Angreifer in die Mauer rücken.

Elfmeter

Diese Regel betrifft die Schlussmänner der Vereine. Der Torwart muss bei einem Elfmeter nur noch mit einem Fuß auf der Linie stehen.

Handspiel

Bei einem der wohl meist diskutierten Themen der vergangenen Saison wird es auch in der neuen Saison Platz für Diskussionen geben. Es wurde sich darauf geeinigt, dass Tore, die mit der Hand oder dem Arm erzielt werden, nicht zählen. Zudem kann in Zukunft auch unabsichtliches Handspiel durch den Schiedsrichter bestraft werden, wenn daraus eine Torchance oder ein Tor entstanden ist. „Ich glaube nicht, dass dies die Probleme mit dieser Regel nachhaltig lösen wird“, stellte Liedtke fest.

Einwechslung

Den Teams wird es ab der kommenden Saison erlaubt sein, in der regulären Spielzeit einen vierten Spieler einzuwechseln.

Pokalspiele

Im gesamten FLVW wird es in der neuen Saison keine Verlängerung mehr in Pokalspielen geben. Dieser Regelung hat sich auch der Fußballkreis Lüdenscheid angeschlossen. Steht es im Pokal nach 90 Minuten unentschieden, so schließt sich direkt ein Elfmeterschießen an. Das gilt auch für die Spiele im Westfalenpokal.

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