Fußball: Westfalenliga

Titelkampf: TuS 05 Sinsen oder RSV Meinerzhagen?

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Jubelnde Meinerzhagener Spieler – auch in der Westfalenliga ist das mittlerweile ein gewohntes Bild.

Meinerzhagen - Auf den letzten Metern schlug der Winter doch noch zu: Witterungsbedingt verzeichnete die Fußball-Westfalenliga 2 an ihren letzten beiden Spieltagen noch insgesamt fünf Spielausfälle.

In der Zwischenbilanz wirkt sich das nur auf das Zahlenwerk aus. Zwei Spitzenmannschaften, ein immer noch dahinter lauerndes Überraschungsteam, ein klarer Abstiegskandidat und insgesamt große Leistungsdichte prägten die erste Saisonhälfte. Eine der beiden erwähnten Top-Mannschaften kommt aus Meinerzhagen: Der RSV, Bezirksliga-Meister 2017 und Landesliga-Champion 2018, mischt auch in der zweithöchsten FLVW-Spielklasse ganz vorne mit und hat nach 16 von 32 Spielen nur vier Punkte Rückstand auf Liga-Primus TuS 05 Sinsen. 

Bemerkenswert: Besagte Sinsener gingen bei ihrem Gastspiel an der Oststraße zwar mit 0:5 baden, steckten diesen Nackenschlag aber bestens weg und bewiesen, dass jene Partie Anfang September wohl nur ein heftiger Ausrutscher war. In 16 Spielen feierte der TuS 13 Siege, zehn davon mit zwei Toren Differenz oder mehr. Im Vergleich dazu fielen die Resultate des RSV Meinerzhagen speziell in den letzten Wochen vor der Winterpause weitaus knapper aus. Der Vier-Punkte-Rückstand auf Sinsen hat seinen Grund jedoch vor allem darin, dass die Blau-Weißen gegen die Kellerkinder TSV Marl-Hüls (0:0) und SV Horst-Emscher (1:1) jeweils nicht über ein Unentschieden hinauskamen. 

Für reichlich Furore sorgte in der Hinrunde zwischenzeitlich die SG Finnentrop/Bamenohl: Von den ersten elf Spielen gewann sie stolze zehn. Aber: Die Resultate, die ab Ende Oktober folgten (drei Niederlagen, zwei Unentschieden, ein Sieg), lassen erahnen, dass sich die Kicker vom Bamenohler Schloss zuvor wohl doch oberhalb ihres eigentlichen Leistungsvermögens bewegt hatten. Gleichwohl liegt die SG zur Saison-Halbzeit in Lauerstellung hinter dem Führungsduo. 

Für Concordia Wiemelhausen und YEG Hassel gilt das zwar auch noch, doch zwei Dinge sprechen dagegen, dass diese beiden Mannschaften tatsächlich noch in den Titelkampf eingreifen: Wiemelhausens jüngste Erfolgsserie (seit Oktober nur eine Niederlage) wird nicht ewig weitergehen, und den spielstarken Hasselern fehlt einfach der letzte Tick Leistungskonstanz. Ebenfalls nichts mehr mit der Vergabe der Spitzenplätze dürften der DSC Wanne-Eickel und die SpVgg. Erkenschwick zu tun haben: Mit großen Hoffnungen gestartet, legten sie eine Hinrunde mit zu vielen Wellentälern hin. 

Während sich der SC Neheim, der Lüner SV und die DJK TuS Hordel zu Weihnachten in Sicherheit wiegen dürfen, herrscht beim FC Iserlohn derzeit Erleichterung. Denn nach einer enttäuschenden Halbserie landeten die Waldstädter zuletzt in Erkenschwick einen ganz wichtigen „Dreier“ und haben jetzt ein kleines Polster auf die Abstiegsregion, der auch der BV Westfalia Wickede nach Möglichkeit nicht mehr näher kommen will. 

Der Tabellenkeller beginnt mit Aufsteiger FC Lennestadt auf Rang 13, von wo es nur noch Wimpernschläge zu den dahinter liegenden SV Horst-Emscher 08, BSV Schüren und TSV Marl-Hüls sind. Apropos Marl-Hüls: Der Oberliga-Absteiger galt vor der Saison als Abstiegskandidat Nummer eins, hat diese Rolle aber inzwischen an den Kirchhörder SC abgegeben: Dieser fuhr letztmals im September einen Sieg ein und blickt inzwischen auf zwölf sieglose Partien in Folge zurück, von denen er elf verlor

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