Fußball: Platzprobleme

Neuling RSV tauscht das Heimrecht

+
Stark verklumpt ist die Kunststoffgranulatfüllung im Stadion an der Oststraße. Der RSV Meinerzhagen tauschte daher das Heimrecht mit seinem Westfalenliga-Auftaktgegner SC Neheim.

Meinerzhagen - Fußball-Westfalenligist RSV Meinerzhagen verschiebt seine Heimpremiere und geht damit dem Problem, dass die Kunststoffgranulatverfüllung im Stadion an der Oststraße unter dem Einfluss der derzeit hohen Temperaturen stark verklumpt (wir berichteten), zunächst aus dem Weg.

Die Volmestädter haben mit Auftaktgegner SC Neheim das Heimrecht getauscht; der RSV wird nun am kommenden Sonntag ab 15 Uhr im Binnerfeld zu Gast sein und empfängt die Hochsauerländer dann zum Rückrundenstart am 16. Dezember in Meinerzhagen. Unterdessen ist die Stadt Meinerzhagen intensiv um eine Lösung der Granulat-Misere bemüht und steht nach Auskunft von Heinz-Gerd Maikranz, Fachbereichsleiter Bürgerservice, in Kontakt mit dem Unternehmen, das erst im Oktober 2015 das Granulat auf dem Kunstrasenplatz ausgetauscht hatte. 

Eine Terminverlegung vermeldet Westfalenliga-Neuling RSV Meinerzhagen übrigens auch für den zweiten Spieltag: Auf Wunsch von Gastgeber SG Finnentrop/Bamenohl findet das Auswärtsspiel im Kreis Olpe bereits einen Tag früher – nämlich am Samstag, 18. August – statt. Anstoß ist um 18 Uhr. 

Die Meinerzhagener stehen mit ihren Problemen um die Verfüllung des Kunstrasenplatzes an der Oststraße übrigens selbst in hiesigen Breitengraden keineswegs allein da. Auch in der Kreisstadt Lüdenscheid sind Verklumpungen des Gummigranulat-Materials in den vergangenen Wochen verstärkt aufgetreten. Am Nattenberg und am Honsel, während die Sportplätze Brügge, Dickenberg und Wefelshohl von der klebrigen Masse noch verschont blieben. 

„Am Nattenberg und Honsel gibt’s die Verklumpungen, aber bei weitem nicht so stark wie in Meinerzhagen“, bestätigte Dierk Gelhausen vom Fachdienst Jugend, Schule und Sport der Stadt Lüdenscheid. „Bloß bis in Größenordnungen von Ein- bis Zwei-Euromünzen sind Verklumpungen des speziellen EPDM-Granulats aufgetreten, weil die Plätze aktuell zum Glück ja auch noch nicht komplett ausgelastet sind. Die ‘Gummiflatschen’ sind wohl auf Belastung bei der starken UV-Strahlung bei der anhaltenden Hitze zurückzuführen“, weiß Gelhausen, der im Thema nicht unerfahren ist, nachdem der Sportplatz Wehberg aus gleichem Grund 2015 neu verfüllt werden musste. 

Die Stadt Lüdenscheid ergreift als erste Gegenmaße einen erhöhten Pflegeaufwand in den nächsten Wochen. Es sollen die verklumpten Stücke aus der Spielfläche entfernt werden und entsprechende Mengen von Ersatzmaterial neu in die Verfüllung eingearbeitet werden. „Schön ist das sicher nicht, ab der nächsten Woche sollen sich die Temperaturen aber dann ja auch wieder in den Normalbereich einpendeln und es soll öfters auch wieder einmal regnen“, hofft Gelhausen, das Problem dann in den Griff zu bekommen. 

Gleichwohl schränkt er ein: „Wenn wir solche Bedingungen wie in diesem Sommer wegen des Klimawandels in Zukunft öfters bekommen, sind Gespräche mit den Granulat-Herstellern unumgänglich, wie wir an besseres Material gelangen, das beständiger gegen die zunehmende UV-Strahlung ist.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare