Fußball-Lockdown

FLVW-Funktionär Spohn: "Die Regularien sind bekannt"

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"Wir haben für unsere Spieler individuelle Fitness-Programme zusammengestellt und können die weitere Entwicklung nur abwarten“, sagt Trainer Mutlu Demir, Trainer des RSV Meinerzhagen.

Kreisgebiet – Der eine oder andere Landesverband hatte bereits vorgelegt, am Mittwochabend zog auch der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) nach: Seit Doonnerstag ist der Spielbetrieb im zweitgrößten DFB-Landesverband eingestellt – vier Tage vor dem von der Politik verordneten, ab dem 2. November greifenden generellen Lockdown im Amateursport.

Dieser Lockdown ist erst einmal bis zum 30. November befristet. Sollte es danach wieder grünes Licht für den Amateursport geben, wird es voraussichtlich aber noch nicht sofort wieder in die Vollen gehen. „Grundsätzlich werden wir dann wieder starten, wenn es wieder gestattet ist“, sagt der Vorsitzende des Verbands-Fußball-Ausschusses (VFA), Reinhold Spohn. Einen Kaltstart möchte man indes vermeiden: „Für den Fall, dass die Pause nach vier Wochen beendet ist, werden wir den Vereinen wohl zwei Wochen Zeit geben, um wieder in den Trainingsbetrieb zu kommen“, so der Funktionär aus Herne, der überdies auch Staffelleiter der Oberliga ist. 

Das entsprechende Go von Bund und Ländern vorausgesetzt, könnte in Westfalen demnach an den Wochenenden 12./13. und 19./20. Dezember nochmals wettbewerbsmäßig der Ball rollen. Ob es tatsächlich dazu kommen wird, steht momentan freilich in den Sternen. 

Im Drittliga-Handball wird derzeit nach realistischen Konzepten gesucht, die Saison trotz voll gepackter Staffeln und Spielpläne zu einem sportlichen Ende zu führen (siehe 1. Lokalsportseite). Bei den Fußballern ist der Fall jedoch längst klar. „Die Regularien sind bekannt“, verweist Reinhold Spohn auf die nach der Abbruch-Spielzeit 19/20 eigens modifizierte Spielordnung. 

In dieser heißt es: „Kann aufgrund der Coronavirus-Pandemie das Spieljahr nicht beendet werden, sind aber mindestens 50 Prozent der Spiele einer Gruppe durchgeführt, so entscheidet der Tabellenstand unter Anwendung einer Quotientenregelung über Meister, Auf- und Absteiger.“ Sind hingegen in einer Spielklasse weniger als die Hälfte der Spiele absolviert, bleibt die Saison ohne Wertung. In einem solchen Fall gibt es dann dementsprechend weder Meister noch Auf- oder Absteiger. Unabhängig davon, welches Szenario letztlich zum Tragen kommen wird, erwartet die Fußballer ein vollgepacktes Programm. 

Oberliga: Pro Spieltag sind allein bis jetzt durchschnittlich fast zwei Partien ausgefallen

Das gilt allen voran für die mit 21 Mannschaften besetzte Oberliga, aber unter anderem auch für die 18 Teams starke Bezirksliga 5, in der der Kiersper SC unterwegs ist. Klassische Nachholtermine sind hier wie dort längst für reguläre Spieltage verplant, und gerade in Bezug auf die Oberliga ist derzeit kaum davon auszugehen, dass bis Ende Juni tatsächlich alle 420 Spiele ausgetragen werden können. Pro Spieltag sind allein bis jetzt durchschnittlich fast zwei Partien ausgefallen... 

Als vorerst letzte Begegnung entfiel am Mittwoch jene zwischen der SpVgg Vreden und dem RSV Meinerzhagen. Der Corona-Fall im Familienkreis eines RSV-Akteurs hat logischerweise zudem auch zur sofortigen Einstellung des Trainingsbetriebs an der Oststraße geführt. „Wir haben für unsere Spieler individuelle Fitness-Programme zusammengestellt und können die weitere Entwicklung nur abwarten“, sagt Trainer Mutlu Demir. 

Beim benachbarten Bezirksligisten Kiersper SC hat Coach Marco Carbotta seinen Schützlingen für diese und die kommende Woche erst einmal eine Pause verordnet. Ab dem 10. November stehen dann Laufeinheiten auf dem Programm. Hierzu sollen sich die Kicker zu festen Zwei-Mann-Gruppen zusammenfinden, „denn dann ist der Ansporn ein bisschen größer“, so Carbotta, der die Situation allgemein als schwierig bewertet: „Die große Kunst wird jetzt sein, eine Mannschaft, die im Frühjahr abrupt herunterfahren musste und die man im Sommer wieder hochgepusht hat, nach diesem erneuten Cut nochmals neu zu motivieren...“

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