Fußball

Wegen Corona: Die Amateurfußballer haben Winterpause

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Die Emotionen haben Winterpause: Aufgrund der Pandemielage werden im Gebiet des FLVW bis zum Jahresende keine Amateurfußballspiele mehr stattfinden.

Kreisgebiet – Die Skepsis im FLVW-Kreis Lüdenscheid hatte bereits in den ersten beiden Lockdown-Wochen des Novembers überhand genommen, jetzt herrscht Klarheit: Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen schickt seine Vereine aufgrund der Pandemielage frühzeitig in die Winterpause.

Bis Jahresende werden keine Spiele mehr angesetzt – unabhängig davon, wie sich die Corona-Fallzahlen in den kommenden Wochen entwickeln und ob gegebenenfalls Lockerungen mit Blick auf den Kontaktsport erfolgen. 

In einer gemeinsamen Video-Konferenz hatten am Dienstagabend der Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA), der Verbands-Jugend-Ausschuss (VJA) und die Vorsitzenden der 29 FLVW-Kreise beschlossen, dass bis Ende Ende Dezember kein Ball mehr rollt. Die Entscheidung gilt für alle Amateur- und Jugendspielklassen sowie für sämtliche Freundschaftsspiele auf Verbands- und Kreisebene.

„Nach den jüngsten Einschätzungen der Bundes- und Landesregierung ist nicht realistisch zu erwarten, dass der Spielbetrieb im Amateur- und Jugendbereich noch in diesem Jahr wieder zugelassen wird. Wir haben uns deshalb entschlossen, im Dezember keine Spiele anzusetzen“, betonten der VFA-Vorsitzende Reinhold Spohn und der für den Jugendfußball verantwortliche Vizepräsident Holger Bellinghoff.

Früher Re-Start im Januar?

Wann die Saison 2020/21 fortgesetzt wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt kaum seriös zu prognostizieren. Manfred Schnieders, Vizepräsident Amateurfußball im FLVW, brachte gleichwohl eine Variante ins Spiel, für die auch der heimische FLVW-Kreischef Klaus Scharf zu Beginn der Woche im Gespräch mit unserer Redaktion eine gewisse Sympathie hatte erkennen lassen. „Denkbar ist eine verkürzte Winterpause und ein früherer Re-Start im Januar“, so Schnieders. Zur Zeit beschäftigen sich die FLVW-Verantwortlichen bereits mit der Anpassung des Rahmenterminkalenders. Zumindest für das Sauerland stünde ein derartiger Frühstart ins Fußball-Jahr 2021 – abgesehen von der Pandemieentwicklung – unter dem Vorbehalt, dass die Witterung überhaupt Fußball unter freiem Himmel zulässt. 

Einigkeit herrschte am Dienstag bei allen Entscheidungsträgern, dass den Vereinen vor der Rückkehr in den Wettkampfbetrieb eine mindestens 14-tägige Vorbereitungszeit eingeräumt werden solle.

FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski begrüßte die Entscheidung vom Dienstag: „Es ist dringend geboten, einerseits den Vereinen Planungssicherheit zu geben und andererseits der Gesellschaft zu signalisieren, dass wir den Vorgaben der Politik unbedingt folgen werden und nicht ständig um privilegierte Regelungen für den Fußball nachsuchen.“

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