Sieg auf der ganzen Linie für Dregger und Rot-Weiß

Freut sich über die Nachrichten aus Kaiserau: Michael Dregger.

Lüdenscheid -  Im Rechtsstreit zwischen dem Vorstand des Fußballkreises Lüdenscheid und Rot-Weiß Lüdenscheid wird es nicht zur Verhandlung vor der Spruchkammer des Kreises kommen. Der Sieg ist seit Dienstagabend den Rot-Weißen ohne KSK-Verhandlung gewiss.

Von Thomas Machatzke

Am Dienstag tagte das Präsidium des FLVW in Kaiserau. Auf der Tagesordnung stand auch dieser Disput. „Am Mittwochvormittag erhielten wir dazu die Entscheidung des Verbandes“, erklärt Michael Dregger nach einem Gespräch mit dem FLWV-Justiziar, „wir haben den Kreisvorstand mehrfach auf die fehlerhafte Durchführung des formellen Beschwerdeverfahrens hingewiesen. Es wurde bekräftigt, dass man die Sache richtig mache und dies auch die Meinung des Verbandes sei. Der Verband hat nun festgestellt, dass der Fußballkreis gegen die Verbandssatzung verstoßen hat. Das Beschwerdeverfahren ist so durchzuführen, wie wir es dem Kreis bereits vor fast einem Jahr mitgeteilt haben.“

Für Dregger bleibt damit die Frage offen, an welcher Stelle des Verbandes der Kreisvorstand sich erkundigt haben will. „Zumindest nicht beim Justiziar des Verbandes“, sagt er. Der habe bestätigt, dass mit ihm nicht gesprochen worden sei. Für RWL ist der Eindruck entstanden, dass der Kreisvorstand an einer sachgerechten Lösung nicht interessiert war oder nicht in der Lage gewesen ist, eine solche herbeizuführen. „Es stellt sich die Frage nach der persönlichen und sachlichen Kompetenz“, sagt Dregger.

Mehrfach habe RWL den Kreisvorstand darauf hingewiesen, dass die KSK für dieses Verfahren nicht zuständig sei, erklärt Dregger weiter. Der Verband habe zudem nun festgestellt, dass die Nichtzahlung von Ordnungsgeldern kein unsportliches Verhalten gemäß der Satzung des Verbandes sei. „In den vergangenen Jahren hat der Kreisvorstand mehrfach auch andere Vereine vor die Kreisspruchkammer gezerrt. Nun stellt sich heraus, dass dieses scheinbar nicht rechtens gewesen ist“, stellt Dregger fest, „der Kreisvorstand ist aufgefordert, mit allen Vereinen eine Lösung zu finden über die dadurch scheinbar unnötig entstandenen Kosten und Ordnungsgelder. Diese sollte er den Vereinen unverzüglich zurückerstatten.“

„Beträge zurückerstatten“

Mehrfach habe RWL den Kreisvorstand darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit, ein Ordnungsgeld für Fristversäumnisse zu verhängen, nicht auf Zahlungstermine anzuwenden sei, erläutert der RWL-Vorstandssprecher. Laut Kreisvorstand sei hierüber sogar bei Tagungen der Kreiskassierer gesprochen worden. Der Verband hat festgestellt, dass der entsprechende Passus der Satzung dem Sinn nach fürs Versäumen von Terminen wie z.B. Mannschaftsmeldungen vorgesehen ist. Auf das Versäumen von Zahlungsfristen ist er nicht anzuwenden. Forderungen des Verbandes können ausschließlich über das gerichtliche Mahnverfahren durchgesetzt werden. Einziges Mittel bleibt ein mögliches Verbandsausschlussverfahren. „Der Kreisvorstand sollte alle verhängten Ordnungsgelder dieser Art stornieren bzw. den Vereinen die Beträge unverzüglich zurückerstatten“, gibt Dregger die RWL-Meinung wieder.

„Abgebügelte Kompromissvorschläge“

Nun will RWL alle mit dem Verfahren im Zusammenhang stehenden Kosten zusammentragen und den möglichen Erstattungsanspruch prüfen lassen. „Weiterhin sind wir aufgefordert, sport- und zivilrechtliche Schritte gegen den Kreisvorstand zu prüfen“, sagt Dregger, der darauf wartet, dass die KSK auch offiziell die Rücknahme des Verfahrens bekanntgibt. Laut Dregger habe der Kreisvorsitzende Klaus Scharf die Kammer bereits vor drei Wochen über ihre Nicht-Zuständigkeit informiert. Ihr lastet Dregger aber nichts an. „Ausschließlich der Kreisvorstand hat diese Situation zu verantworten. Mehrere Kompromissvorschläge wurden abgebügelt. Unsere Vorgehensweise, Ordnungsgelder des Kreisvorstandes erst auf Richtigkeit zu prüfen, bevor wir sie bezahlen, hat sich bewährt“, sagt Dregger und ärgert sich über die Zeit, die er in diesen Rechtsstreit investieren musste. Sein Fazit: „Der Kreisvorstand hat in dieser Sache gezeigt, wie es nicht geht.“

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