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Das Derby-Kribbeln ist längst da

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Von: Lars Schäfer

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TuS-Trainer Florent Zejnullahu testet mit seinem Team am Sonntag beim eigenen „Blitzturnier“.
TuS-Trainer Florent Zejnullahu testet mit seinem Team am Sonntag beim eigenen „Blitzturnier“. © Schäfer, Lars

„Das Kribbeln“, sagt Florent Zejnullahu ganz offen, „ist natürlich längst da.“ Zwei Wochen sind es noch bis zum Saisonstart in der Bezirksliga-Staffel 5 und damit bis zum Lennederby zwischen dem TuS Plettenberg und der FSV Werdohl im Lennestadion. Es ist ein Saisonstart, der besonders sein wird für den neuen Cheftrainer der Blau-Gelben. Auf der Bank der FSV wird schließlich sein älterer Bruder Fitim Platz nehmen. Ja, das Kribbeln ist längst da.

Plettenberg - Wenn sich die Familie Zejnullahu trifft in diesen Tagen, dann ist das Derby natürlich das Gesprächsthema schlechthin. „Es gibt hin und wieder ein paar Seitenhiebe. Das gehört doch dazu“, lacht Florent Zejnullahu. Der 33-Jährige ist der jüngste der Zejnullahu-Brüder, Fitim mit 39 Jahren der älteste. Dazu kommt selbstverständlich noch der dritte Spross dieser Fußballfamilie – Fisnik. Der 35-Jährige, der den Höhenflug des RSV Meinerzhagen miterlebte und mitgestaltete, ist seit diesem Sommer der spielende Co-Trainer der Plettenberger und damit ganz eng an der Seite von „Flo“.

‚Fis‘ ist definitiv eine große Bereicherung – für die Mannschaft, für den Verein und natürlich auch für mich.

TuS-Trainer Florent Zejnullahu über seinen Bruder Fisnik

„Fisnik hat zuletzt eineinhalb Jahre pausiert, hatte ja eine Bänderverletzung und ist noch nicht wieder ganz fit. Er wird sicher noch Zeit benötigen. Aber mit seiner Fachkompetenz hilft er uns schon jetzt enorm weiter. ‘Fis’ ist definitiv eine große Bereicherung – für die Mannschaft, für den Verein und natürlich auch für mich“, betont Florent Zejnullahu.

Mit dem bisherigen Verlauf der Saisonvorbereitung zeigt sich der neue Chefcoach, der in der vergangenen Saison noch „Co“ von Domenico Musella war, zufrieden. Das Team ziehe in den Einheiten gut mit und nehme die Dinge an, die Zejnullahu umgesetzt sehen möchte. „Ich bin froh, dass seit dieser Woche fast alle Spieler wieder da sind. Davor hatten wir – wie viele andere Mannschaften auch – viele Urlauber. Seit dieser Woche arbeiten wir nun mehr im taktischen Bereich“, so der 33-Jährige, der seine aktive Laufbahn beendet hat und sich voll und ganz auf die Rolle des Trainers konzentrieren möchte. „Ich freue mich riesig auf diese Aufgabe. Ich habe ja auch in den letzten zehn Jahren darauf hingearbeitet“, sagt Florent Zejnullahu, „ich spüre auch keinen Druck, sondern nur Freude.“

Wo seine Mannschaft 14 Tage vor dem Punktspiel-Derby gegen die FSV tatsächlich steht, soll am Sonntag das eigene „Blitzturnier“ im Lennestadion zeigen. Ab 13 Uhr rollt in Böddinghausen der Ball, wenn beim Lenne-Cup neben dem Gastgeber die Landesligisten SV 04 Attendorn, Rot-Weiß Lüdenscheid und Staffel-6-Bezirksligist TuS Ennepe nach dem Modus „jeder gegen jeden“ den Turniersieger ermitteln. Die Spielzeit pro Partie beträgt – wie berichtet – 35 Minuten.

„Wir treffen auf gute Gegner und werden gefordert sein. Natürlich werden wir das Turnier nutzen, um einige Dinge zu testen“, sieht Florent Zejnullahu den langen Fußballsonntag im Lennestadion als Standortbestimmung. Die Generalprobe steigt dann am 7. August – ebenfalls in Böddinghausen – gegen Alemannia Mariadorf. Das Team aus dem Kreis Aachen absolviert am kommenden Wochenende ein Trainingslager in der Vier-Täler--Stadt, in der am 14. August dann eben das Derby steigen wird. „Bis auf die beiden Derbys wünsche ich der FSV und meinem Bruder viel Erfolg in der Saison“, lacht „Flo“ Zejnullahu. Ihm ist die pure Vorfreude auf die neue Saison anzumerken. Und ja, das Kribbeln ist längst da...

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