Viele gute Ansätze beim Liganeuling

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Hagens Mittelfeldspieler Arkadius Baron (links) hält SCL-Außenverteidiger Dennis Krieger per Hand auf Distanz. Der Lüdenscheider wechselte nach dem Wechsel in den Innenblock, wo er sich allerdings offenbar nicht sonderlich wohl fühlte.

HAGEN -  Zweite Niederlage für Aufsteiger SC Lüdenscheid im Härtetest bei Staffel-6-Ligakonkurrent Fichte Hagen, aber Trainer Mike Wohlpart und Mitstreiter durften nach dem 3:4 (1:2) mit vielen positiven Erkenntnissen die Heimfahrt vom Sportplatz Wörthstraße antreten.

Denn die Lüdenscheider waren unterm Strich die fußballerisch bessere Elf und befinden sich körperlich bereits in ligareifer Verfassung: Große Laufbereitschaft, teilweise aggressives und hohes Pressing mit vielen Ballgewinnen sowie gute Kondition kann Wohlpart als Faustpfand mit ins Trainingslager nehmen, das die Sport-Club-Kicker von Freitag bis Sonntag nach Hage an die Nordsee führt.

Doch es gab auch noch „(Stimmungs-)Störfeuer im Gefüge des Aufsteigers, denn in der Defensive herrschte noch eine recht hohe Fehlerquote und fehlte die Feinabstimmung beim frühen Pressing mit einer zudem noch recht hochstehenden „6“.

So eröffnete der SC Gastgeber Fichte zwar insgesamt nur recht wenige dann aber dafür umso größere Möglichkeiten, die Hagen, das sich allein auf den Ligaverbleib konzentriert, mit hoher Effizienz nutzte. Benny Brongkoll, der den angeschlagenen Thomas Bräcker zwischen den Pfosten vertrat, bekam ganze fünf Bälle aufs Tor, hatte freilich keine Chance gegen die freistehenden Hausherren vier Tore zu verhindern. Nur Fornols Kopfball (52.) boxte der Keeper gekonnt über den Balken. Bei den ersten drei Gegentoren patzten Der, Krieger bzw. Klein, bevor der SC beim vierten Gegentor durch einen Ballverlust mitten in der Vorwärtsbewegung eiskalt erwischt wurde.

Obwohl das Spiel nach Ballgewinn durchaus noch einen Tacken schneller, zielstrebiger und präziser im finalen Pass werden kann, erspielte sich der SCL genügend Torchancen. Gleich in Minute eins prallte Siegesmund nach Dominik Schwencks toller Vorarbeit und Patrick Blauts Attacke schmerzhaft gegen den Pfosten, dann parierte Manietta gegen Dominik Schwenck, der nach dem 0:2 noch vor der Pause aber per Elfmeter (Helbeck an Maehne) verkürzte.

Die weiteren Tore gelangen Maehne per Kopf (Vorarbeit Daniel Schwenck) und eben Daniel Schwenck selbst. Maehne und El Alami ließen gute Chancen liegen, während Michael Dolezych, der nach der Pause von der „6“ aus viel Druck machte, weiter mit Distanzschüssen kein Glück hatte.   Jörg Hellwig

SCL: Brongkoll – Krieger, Der (42. Scholl), Ma. Dolezych (53. Kolodziej), Klein – Kürschner (53. Kara) – Siegesmund (53. Da. Schwenck), Mi. Dolezych, Do. Schwenck – Maehne, El Alami

Tore: 1:0 (16.) Neynaber, 2:0 (40.) Schüppstuhl, 2:1 (41, Foulelfmeter) Do. Schwenck, 2:2 (56.) Maehne, 3:2 (74.) Neynaber, 4:2 (84.) D. Blaut, 4:3 (88.) Da. Schwenck

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