Neuenrader Neuzugang ist noch Zaungast

+
Fehlt dem TuS Neuenrade noch verletzungsbedingt: Neuzugang Felix Schmidt.

Neuenrade - Als der TuS Neuenrade am Samstag zunächst beim Bürgermeisterpokal auf der Stummel gegen den SSV Küntrop und den SV Affeln kickte und am späten Nachmittag dann das Finale des Ben-Sport-Cups gegen den VfB Altena spielte und nach Elfmeterschießen knapp verlor, da war Felix Schmidt lediglich Zaungast.

Der Neuzugang des Bezirksliga-Aufsteigers musste seinem Team aber nicht nur am Samstag zuschauen. Verletzungsbedingt verpasste der 25-jährige Innenverteidiger, auf den Trainer Abi Ouhbi große Stücke hält, die Vorbereitung. Eine schmerzhafte Schambeinentzündung zwingt den Neuenrader Neuzugang zu einer längeren Zwangspause, die ihm sichtlich gegen den Strich geht. Nur allzu gerne hätte der 25-Jährige in Affeln und in Ihmert auf dem Platz gestanden, sich mit seinen neuen Teamkollegen den Feinschliff geholt vor dem Meisterschaftsstart in der „Bundesliga des Sauerlandes“ am kommenden Samstag bei der FSV Bad Wünnenberg/Leiberg.

„Von den Symptomen her werde ich leider noch ein bisschen ausfallen“, sagt der junge Mann, der in Dahlbruch im Siegerland lebt und nun für den TuS Neuenrade endlich kicken möchte. In der zurückliegenden Saison trug Felix Schmidt noch das Trikot des B-Ligisten TSG Adler Dielfen.

Vor seiner Zeit in Dielfen spielte Schmidt unter anderem für den Landesligisten VfB Bad Berleburg und für den A-Kreisligisten TuS Deuz. Jenem TuS Deuz, gegen den sich der FC Phoenix Halver im Juni 2017 in zwei Relegationsspielen um den Bezirksliga-Aufstieg behauptet hatte. Trainer der Halveraner zum damaligen Zeitpunkt war Abi Ouhbi, dem der Deuzer Innenverteidiger Schmidt letztlich zum Aufstieg gratulieren musste. „Ich habe zu Abi seit diesem Aufstiegsspiel immer Kontakt gehalten“, sagt der Defensivspezialist, der in der Saison 2019/20 gerne wieder überkreislich kicken wollte.

Als der Aufstieg der Neuenrader dann feststand und weitere Gespräche mit Abi Ouhbi und TuS-Verteidiger Fabrice Kelé folgten, reifte die laut Schmidt „verrückte Idee“, sich den Hönnestädtern anzuschließen. „Es hat sich alles interessant angehört und hat letztlich am besten gepasst“, betont der 25-Jährige, „wenn du dich wohl fühlst und das Umfeld passt, dann habe ich auch kein Problem damit, ein paar Meter weiter zu fahren. Hinzu kommt, dass sich Abi Ouhbi und Dennis Bonevski als Sportlicher Leiter wirklich sehr um mich bemüht haben. Und die Bezirksliga 4 kenne ich noch nicht. Das finde ich spannend.“

Felix Schmidt hofft nun natürlich, dass die Schambeinentzündung möglicht schnell abklingt und er im Waldstadion bald mitwirken kann in seinem neuen Team. Wann er tatsächlich ins Mannschaftstraining einsteigen kann und wird, das vermag der 25-Jährige jedoch nicht einzuschätzen. „Ich lasse mich da auch nicht stressen. Es ist die dritte Langzeitverletzung, die ich habe. Bei der ersten Verletzung habe ich mich sehr stressen lassen, da hat sich das Ganze nochmal nach hinten gezogen. Aber natürlich hoffe ich, so schnell wie möglich auf dem Platz zu stehen“, verdeutlicht Felix Schmidt, der dem TuS beim Projekt Klassenerhalt unbedingt helfen möchte.

Den großen Aufwand – die Entfernung zwischen seinem Wohnort Dahlbruch und Neuenrade beträgt mehr als 70 Kilometer – nimmt er gerne in Kauf, weil er „richtig Bock“ auf die neue Herausforderung in Neuenrade hat: „Ich hoffe, dass wir eine solide Saison spielen und mit dem Abstieg so früh wie möglich nichts zu tun haben werden.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare