Attraktiv, diszipliniert, ambitioniert

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Für Mücahit Orhan (rechts) und Eyüpspor Werdohl soll es auch aufgrund namhafter Neuzugänge deutlich nach oben gehen.

Werdohl - Die Saison 2019/20, sie war für die A-Liga-Kicker von Eyüpspor Werdohl eine zum Vergessen. Mit großen Ambitionen gestartet, lief eigentlich alles schief, was nur schief laufen konnte. So musste Trainer Murat Uzun nach nur vier Spielen mit keinem Punkt und 9:25-Toren bereits seinen Hut nehmen, auch für seine Nachfolger, das Spielertrainer-Duo Ismail Uzunoglu/„Bubi“ Topcu, war Anfang November Schluss.

Es folgte Olcay Bulut, älterer Bruder des Werdohler Profis Onur Bulut, mit dem auf Anhieb zwei Siege gelangen. Ein Höhenflug, der allerdings nur von kurzer Dauer war, schließlich beendeten die Altenmühle-Kicker die abgebrochene Spielzeit nach Quotientenregelung auf dem letzten Platz. Nichtsdestotrotz wurde der Vertrag mit Bulut schon frühzeitig verlängert („Der Verein und die Jungs liegen mir am Herzen“) und in der Folge, was die Neuverpflichtungen betraf, nicht gekleckert, sondern geklotzt.

Allein die Verpflichtungen von Faruk Cakmak und Kadir Sezgin vom Landesliga-Nachbarn FSV Werdohl sowie dem torgefährlichen Stürmerduo Ömer Sönmez/Emirjon Avdia vom Bezirksligisten TuS Neuenrade ließen auch die Konkurrenz aufhorchen. Und nimmt man noch Emre Özcan (Türkiyemspor Plettenberg) und den jungen Emirkaan Yüksel (A-Jugend FSV Werdohl) dazu, dann ist Eyüpspor gerade im Offensivbereich ausgezeichnet besetzt, hat gar ein Überangebot. „Natürlich sind namhafte Spieler dabei, aber auch sehr viele jüngere. Meine Aufgabe ist es, daraus das zu machen, was in der Vorsaison nicht gelungen ist: eine funktionierende und harmonische Einheit. Dazu wollen wir attraktiven Fußball spielen, um gerade bei unseren Heimspielen wieder mehr Zuschauer begrüßen zu können, und auf und neben dem Platz muss es ruhig sein“, ist Disziplin für den 39-Jährigen ein weiteres Schlagwort: „Mit dem Kreissportgericht möchten wir künftig nicht mehr in Verbindung gebracht werden.“

Nach zwei Wochen, in denen ausschließlich Laufeinheiten absolviert wurden, standen zu Beginn der Vorbereitung drei Trainingseinheiten pro Woche mit Ball auf dem Programm, mittlerweile sind es nur noch zwei, die durch ein Testspiel ergänzt werden. Buluts erstes Zwischenfazit fällt durchwachsen aus: „Wir sind noch nicht da, wo ich die Mannschaft zu diesem Zeitpunkt haben wollte. Um die Offensive mache ich mir noch die wenigsten Sorgen, hinten aber hakt es“, dauert die Suche nach einem gefestigten Defensivverband noch an.

Wobei er in allen Mannschaftsteilen die Qual der Wahl hat, denn zumindest auf dem Papier umfasst der Kader noch 29 Spieler. Konkurrenz gibt es also mehr als genug – auch auf der Torhüterposition: Denn trotz des Weggangs des bisherigen Stammkeepers Benedetto Loggia (SSV Küntrop) stehen nach der Verpflichtung von Yavuz Can Duru (TuS Neuenrade) gleich vier „Schnapper“ zur Verfügung. Rechtzeitig vor dem Ligaauftakt am 6. September gegen Neuling SV Hellas Lüdenscheid wird der Kader dann auf 23 Akteure reduziert, und dann heißt es, von Beginn an Gas zu geben und Punkte zu holen, um nicht einen derart kapitalen Fehlstart hinzulegen wie in der Vorsaison.

„Der Anspruch des neuen Vorstandes und mir ist es schon, dass wir oben mitspielen wollen. Druck, aufsteigen zu müssen, gibt es aber nicht. Wenn es dann aber klappen sollte, nehmen wir es gerne“, blickt Bulut der neuen Spielzeit schon jetzt mit großer Vorfreude entgegen.

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