Fußball-Kreisliga A

Ennepe bejubelt ersten Sieg in 2016

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Der TuS Ennepe siegte 3:2 gegen den TuS Neuenrade.

Kreisgebiet - Mit vier Spielen ging in die "englische Woche" in der Fußball-Kreisliga A am Donnerstagabend zu Ende. Für Rönsahl brachte sie gegen den VfB Altena die erste Heimniederlage der Saison, für den TuS Ennepe (3:2 gegen Neuenrade) den ersten Sieg in 2016, für den TuS Herscheid (5:1 gegen TuS Plettenberg II) einen Derby-Kantersieg und für den TSV Lüdenscheid (6:1 gegen FSV Werdohl II) Einbahnstraßenfußball.

TuS Ennepe - TuS Neuenrade 3:2 (1:0): Im sechsten Anlauf hat der TuS Ennepe seine Negativserie 2016 in der Fußball-Kreisliga A beendet. Im Duell der Tabellennachbarn bezwangen die Schwenker den TuS Neuenrade 3:2 (1:0). Ausschlaggebend für den Erfolg der Skorupski/Schebestik-Elf war neben einem „Doppelpack“ von Stürmer Max Woitschig (83./84.) der richtige Einsatz in der Schlussphase und das nötige Glück.

Denn auch die Gäste waren dicht dran am Sieg. Nachdem zunächst die Enneper besser in die Partie fanden und durch Eicker (7.) erstmals das Neuenrader Tor ins Visier nahmen, gelang dem Tabellen-13. nur eine Minute später die Führung. Nach einem Foul im Strafraum von Xanthopoulos an Woitschig verwandelte Christian Miekus (8.) den folgenden Strafstoß sicher zur 1:0-Führung. Erst nach dem ersten Treffer der Partie fanden auch die Gäste etwas besser zurecht und näherte sich langsam dem gegnerischen Tor an. Jedoch fehlte sowohl Apostolopoulos (12./23.) als auch Latifi (37.) die letzte Konsequenz für eine gute Torchance.

Gefährlicher agierten dagegen die Hausherren, die kurz nach dem Wechsel durch Titt (50.) das 2:0 verpassten, was kurz darauf bestraft wurde. Nach einem Schuss von Apostolopoulos (57.) gelang Latifi (57.) im zweiten Nachsetzen zunächst der Ausgleich, bevor Apostolopoulos (71.) wenig später völlig unbehelligt von der Enneper Abwehr zum 1:2 einschob. Das dritte Neuenrader Tor verpasste Kirci (76.) ebenso wie Sungur (73.) auf der anderen Seite den Ausgleich. Den markierte wenig später jedoch Woitschig (83.) mit einem sehenswerten Fallrückzieher, um eine Minute später die Partie komplett zu drehen.

TSV Lüdenscheid - FSV Werdohl II 6:1 (4:0): Keine Mühe mit dem Tabellenvorletzten FSV Werdohl II hatte der TSV Lüdenscheid: Die Bergstädter kamen zu einem standesgemäßen 6:1 (4:0)-Erfolg. Dieser fiel nur deshalb nicht höher aus, weil der TSV im zweiten Spielabschnitt die Zügel etwas zu sehr schleifen ließ. Die erste Halbzeit bot Einbahnstraßenfußball in Reinkultur. Bereits in der Auftaktminute waren die Lüdenscheider nach Doppelpass zwischen Özler und Karadag durch Brauckmann in Führung gegangen. Karadag hatte auf Vorarbeit von Eraslan und Brauckmann auf 2:0 erhöht (15.), ehe Özler von einem Patzer des FSV-Schlussmanns Almagri profitierte (24.) und Karaboga einen Foulelfmeter verwandelte (33.).

Izgi macht halbes Dutzend voll

Im Wissen um die klare Führung ging der TSV die Partie nach dem Seitenwechsel dann um einiges lässiger an. Folge: Es dauerte bis zur 76. Minute, ehe Izgi der fünfte Treffer des Abends gelang. Dass zu diesem Zeitpunkt auf der Gegenseite die Null noch stand, lag an Torhüter Holz – sowohl gegen Özdemir (65.) als auch gegen Koctürk (66.) hielt er seinen Kasten sauber. In der 78. Minute gelang ihm das dann allerdings nicht mehr, denn aus 16 Metern besorgte Özdemir den Ehrentreffer. Der Schlusspunkt in einer dennoch sehr einseitigen Partie setzten freilich wieder die Platzherren. Mit seinem zweiten Torerfolg machte Izgi das halbe Dutzend voll.

TSV Rönsahl - VfB Altena 2:4 (1:1): Beim elften Auftritt vor eigener Kulisse hat’s den TSV Rönsahl erwischt: Im Nachholspiel gegen den VfB Altena kassierte er  seine erste Heimniederlage, musste sich den Lennetalern verdientermaßen 2:4 (1:1) geschlagen geben. Der VfB erwischte am Haarhauser Weg zunächst einen Blitzstart, denn in der dritten Minute schloss der schnelle Dlugolentzki einen überfallartigen Angriff der Gäste zum 0:1 ab.  Als Schmitz sieben Minuten vor der Pause per Freistoß ausglich, war das verdient, und mit dem Halbzeitpfiff hatte Tobias Gerth sogar das 2:1 auf dem Fuß, scheiterte aber an VfB-Keeper Knittel.

Durchgang zwei begann mit der nächsten TSV-Chance – Reinirkens zielte nach Janzen-Vorarbeit zu hoch (47.) –, danach spielten indes nur noch die Altenaer. Gegen zweikampfstarke Gäste bekamen die Platzherren im Mittelfeld keinen Zugriff mehr und liefen bei den schnell vorgetragenen VfB-Angriffen oft nur hinterher. So auch in der 55. Minute, als Martin auf der linken Seite den Ball eroberte, in Richtung Grundlinie startete und schließlich dem mitgelaufenen Dlugolentzki das 1:2 auflegte. Damit aber nicht genug: In der 72. Minute erhöhte Franz auf 1:3, und danach traf Dlugolentzki nur die Latte (80.). In der Nachspielzeit ließ Schmitz’ Kopfballtor zum 2:3 die Rönsahler zwar noch einmal kurzzeitig hoffen, doch im Gegenzug machte Gündüzgiden für die Altenaer den Sack zu.

TuS Herscheid - TuS Plettenberg II 5:1 (2:1):  Es war ein einseitiges Derby, das verdient an den Gastgeber ging: Der TuS Herscheid besiegte in der Fußball-Kreisliga A den TuS Plettenberg II 5:1 (2:1). Das 1:0 resultierte aus einem Strafstoß (11.), nachdem Ksontini in der 1:1-Situation Fichtner zu Fall gebracht hatte. Ksontini hatte noch Glück, sah dafür nur die Gelbe Karte. Nicht ganz eindeutig gewesen war indes auch die Situation, weil abseitsverdächtig. Fichtner trat jedenfalls zum Elfmeter selbst an, verwandelte, doch der Referee ließ den Strafstoß wiederholen, Fichtner aber blieb cool und traf nochmals.

Alobade trifft und scheidet verletzt aus

Bei Fichtners zweiter Chance war Ksontini auf dem Posten (15.), nach Almestos Flanke allerdings erhöhte Fichtner auf 2:0 (20.). Kurz darauf überlupfte Almesto Ksontini, doch Binder klärte auf der Linie. Und so fiel aus dem Nichts das 2:1 – eine lange Freistoßflanke von Angermann beförderte Hiller im Kopfballduell unglücklich ins eigene Tor. Da Fichtner und Meißner (40.) auch die nächsten Großchancen für Herscheid ausließen, stand es zur Pause nur 2:1.

Nach der Pause waren die Herscheider zunächst etwas unsortiert. So hatten die Plettenberger die große Gelegenheit zum Ausgleich – Binder aber scheiterte an Dreißigacker (54.). Danach übernahmen wieder die Gastgeber das Kommando, kamen durch Meißner (64.) und Pierskalla (67.) zum 3:1 und 4:1 – jeweils nach schönen Flankenläufen und Pässen in den Rücken der Abwehr. Den 5:1-Schlusspunkt setzte Alobade per Kopfball (75.). Dass er sich kurz danach verletzte und Herscheid zu zehnt zu Ende weiterspielen musste, spielte keine Rolle mehr. (mj)

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