Neue Herausforderung für den Malocher

+
Auf dem Platz ist Erkut Orhan der Typ von Spieler, dem man als Gegner wohl nicht so gerne begegnet.

Werdohl - Als bei der FSV Werdohl vor und während der Pandemie ein Abgang dem anderen folgte und nicht abzusehen war, welches Gesicht das Werdohler Landesliga-Team in der Saison 20/21 haben könnte, da setzte Erkut Orhan ein Zeichen.

Der 33-jährige Allrounder sagte den Verantwortlichen als erster Spieler für die neue Saison zu und wurde zugleich in die Position des kickenden Co-Trainers „befördert“. An der Seite von Trainer-Rückkehrer Manuel Sander trägt Erkut Orhan nun sportliche Verantwortung bei der FSV, die am 6. September mit 17 (!) Neuzugängen in die neue Spielzeit starten wird.

„Egal, wo es Schwierigkeiten gab: Ich bin noch nie der Typ gewesen, der dann abhaut“, betont der 33-Jährige, „ich bin in Werdohl geboren und fühle mich bei der FSV wohl. Für mich war klar, dass ich trotz der schwierigen Situation bleiben werde.“ Ebenso klar sei für ihn gewesen, dass er „irgendwann mal“ in die Rolle des Trainers wechseln wolle. Irgendwann ist jetzt: Als spielender „Co“ von Manuel Sander sammelt Orhan ab sofort Erfahrungen als Übungsleiter. „Ich hab auch richtig Bock darauf“, sagt der Allrounder.

In der Winterpause der Saison 2014/15 war Erkut Orhan von Eyüpspor Werdohl zur FSV gewechselt, für die er bereits in der Jugend die Fußballschuhe geschnürt hatte. Unter dem damaligen FSV-Trainer Alen Terzic trainierte er zwar mit dem Landesliga-Team, zum Einsatz kam Orhan aber zunächst „nur“ in der Reserve, die zu diesem Zeitpunkt noch um Bezirksliga-Punkte kickte. Obwohl die Einsatzzeiten in der Landesliga in den folgenden zwei Spielzeiten überschaubar waren, blieb Erkut Orhan am Riesei. Erst in der Saison 18/19 schaffte der Werdohler mit türkischen Wurzeln den Durchbruch. Insbesondere unter der Regie des Trainer-Duos Nils Böttcher/Marco Polo entwickelte er sich zum Stammspieler, der er auch unter Coach Fitim Zejnullahu bleiben sollte. In der abgebrochenen Saison 19/20 stand Orhan in 17 Spielen 14 Mal in der Startelf.

Auf dem Platz ist Erkut Orhan der Typ von Spieler, dem man als Gegner nicht so gerne begegnet. Eine aggressive Spielweise, entschlossene Zweikampfhärte und Kampfgeist sind es, die das Spiel des 33-Jährigen prägen. Erkut Orhan ist kein Filigran-Fußballer, keiner mit feinem Füßchen. Erkut Orhan ist ein Fighter, ein Malocher. Einer, der giftig in die Zweikämpfe geht, auf dem Platz auch verbal nicht zurückschreckt. Ein „Aggressive Leader“, der vorangeht.

Vorangehen möchte der „Werdohler Junge“, wie er sich selbst bezeichnet, auch in seiner neuen Rolle als kickender Co-Trainer. Zusammen mit „Manni“ Sander hat Orhan bis zum Saisonstart im September reichlich Arbeit vor der Brust. Es gilt, ein neuformiertes Team zu einer eingespielten Einheit zu formen. „Wir haben eine junge Mannschaft, die für die eine oder andere Überraschung sorgen kann. Die jungen Spieler sind lernwillig und haben Bock auf die Aufgabe. Und mit Rattelsberger oder Voß haben wir auch Erfahrung in der Mannschaft, die keine schlechte ist und die Klasse halten kann. Klar wird es Anfangsschwierigkeiten geben, die hatten wir letzte Saison nach dem Umbruch auch. Aber ich bin überzeugt davon, dass man in Werdohl auch zukünftig nicht einfach die Punkte mitnehmen kann“, betont Erkut Orhan.

Die nächsten Wochen, sie werden intensive sein am Riesei. „Wir bekommen das hin“, ist Erkut Orhan überzeugt. Der 33- Jährige, der bei der FSV schon auf so vielen Positionen gespielt hat, sich in der Rolle des „Sechsers“ aber am wohlsten fühlt, ist voller Vorfreude. Vor allem aber ist er bereit, bei der FSV weiter die Ärmel hochzukrempeln – sowohl als Spieler als auch als Co-Trainer...

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare