Werdohler Raphael Gräßer kickt um EM-Titel

- Foto: Schäfer

Werdohl - So etwas schafft wahrlich nicht jeder: Amateurfußballer Raphael Gräßer aus Werdohl kickt seit dieser Woche im kroatischen Osijek um den EM-Titel. Der Offensivallrounder nimmt mit dem Team der Ruhr-Universität Bochum an der Fußball-Europameisterschaft der Hochschulen teil.

„Für Raphael ist es ein absolutes Highlight. Er hat sich riesig auf dieses Turnier gefreut“, sagt Christian Hampel. Der Dortmunder ist beim Fußball-Westfalenligisten FC Iserlohn Coach des 24-jährigen Werdohlers und von dessen fußballerischen Fähigkeiten überzeugt. „Raphael geht bei uns in seine zweite Saison. Er hat mich in der vergangenen Serie überzeugt, ist ein richtig guter Junge und sehr flexibel einsetzbar“, lobt Hampel seinen Schützling, der noch am Sonntag im Testspiel der Waldstädter beim BSV Schüren 90 Minuten auf dem Platz stand und beim 5:2-Erfolg den ersten Treffer des Tages erzielte.

24 Stunden später saß Raphael Gräßer mit dem Team der Ruhr-Uni Bochum, dem amtierenden deutschen Uni-Meisters, im Flieger mit Ziel Kroatien. Dort, wo andere in diesen Tagen Urlaub machen und auf der faulen Haut liegen, will Gräßer als einer von 18 Bochumer Sportstudenten mit der „RUB11“ den EM-Titel holen. Am Dienstag standen für das Team des A-Lizenz-Inhabers und Uni-Dozenten Adam Frytz dann zunächst Akklimatisierung und die erste Trainingseinheit auf dem Plan. Die „RUB11“ zählt bei der Hochschul-Euro 2015 zum Favoritenkreis. Aber auch den Mannschaften aus Russland und Portugal sowie dem kroatischen Gastgeber werden gute Chancen im Kampf um das Endspielticket eingeräumt. Das Finale steigt am Montag.

Bereits am Dienstag erwartet Iserlohns Übungsleiter Christian Hampel seinen Allrounder, der im Bochumer Uni-Kader als Stürmer gelistet ist, zurück. Mit Pascal Beilfuß wurde vom Uni-Dozenten Adam Frytz ein Mittelfeldstratege nominiert, der in der Saison 2014/15 zusammen mit Gräßer bei den Waldstädtern kickte und in diesem Sommer zum OberligistenASC 09 Dortmund wechselte. Jenem Verein also, der am 9. August am Werdohler Riesei Gast des Landesligisten FSV Werdohl in der ersten Runde des Westfalenpokals sein wird.

Apropos FSV: Dort entwickelte sich Raphael Gräßer einst zum Führungsspieler, ehe er die Lennetaler nach der Saison 2012/13 verließ und sich dem damaligen Westfalenligisten SV Hohenlimburg anschloss. Bei den „Zehnern“ blieb der Werdohler aber nur eine Saison, ehe ihn FCI-Sportchef Uli Sauerborn an den Iserlohner Hemberg lockte.

Sowohl Sauerborn als auch Hampel drücken Raphael Gräßer auf dem Weg zum EM-Titel die Daumen und hoffen, am Dienstag einen Europameister empfangen zu können.

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