Fußball

Drei Stadtderbys für zwei „Defis“

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Blicken auf den Sonntag und damit auf den Derbytag: TuS-Sportchef Markus Hildebrandt (rechts) und Trainer Domenico Musella.

Der Derbytag im Lennestadion sollte ohnehin schon ein besonderer werden, seit dem Unwetter und dem verheerenden Hochwasser im Lennetal am Mittwoch und Donnerstag aber bekommt der prall gefüllte Fußballtag in Böddinghausen noch eine zusätzliche Note. „Die Bilder der vergangenen Tagen waren einfach nur schrecklich. Daher wollen auch wir ein Zeichen setzen und allen Rettungskräften Danke für ihren Einsatz sagen“, betont Markus Hildebrandt, Sportlicher Leiter des TuS Plettenberg.

Plettenberg - Ob Feuerwehrleute, Polizisten oder andere Rettungskräfte, die in Plettenberg und Umgebung in den vergangenen Tagen unermüdlich im Einsatz waren und zum Teil weiterhin sind, erhalten beim Derbytag kostenlos Getränk und Waffel. „Natürlich gibt es aktuell wichtigere Dinge und Fußball wird zur Nebensache. Aber: Wenn Einsatzkräfte am Sonntag zum Derbytag kommen möchten, um vielleicht einfach mal ein paar Stunden abzuschalten, sind sie herzlich eingeladen. Uns geht es darum, auch ein Zeichen des Zusammenhalts zu setzen und Danke zu sagen“, so Hildebrandt.

Dreimal wird am Sonntag das Stadtderby zwischen TuS und SC Plettenberg zu sehen sein. Den Auftakt ab 11 Uhr machen die Drittvertretungen beider Klubs. Die „Dritte“ des TuS trifft also auf die dritte Mannschaft des SC, ab 13 Uhr folgt das Derby zwischen der in der B-Liga kickenden U23 der Blau-Gelben gegen die C-Liga-Reserve von der Elsewiese. Sportlicher Höhepunkt des Tages soll dann ab 15.30 Uhr die Partie der Erstvertretungen, also der Vergleich zwischen dem TuS-Bezirksliga-Team und der in der A-Liga spielenden SC-Mannschaft sein.

Auf die Beine gestellt wurde der Derbytag, damit sich TuS und SC weiter annähern. Zur Erinnerung: Seit dem Frühjahr 2020 machen beide Vereine im oberen Nachwuchsbereich mit einer Jugendspielgemeinschaft (JSG) bereits gemeinsame Sache, zukünftig wolle man „in Plettenberg noch mehr zusammenarbeiten“, so Hildebrandt. Daher betonten sowohl der TuS-Sportchef als auch der SC-Vorsitzende Andreas Barnewitz bereits Ende Juni, dass der Derbytag „unter einem freundschaftlichen Aspekt stehen“ und sportliches Prestige vor den Stadiontoren bleiben soll.

Nach dem schrecklichen Kollaps von Christian Eriksen, Nationalspieler Dänemarks, bei der Europameisterschaft soll der Derbytag – wie bereits berichtet – zudem dazu dienen, Geld zu sammeln für die Anschaffung zweier Defibrillatoren. Ein „Defi“ soll zukünftig im Lennestadion, einer im Stadtstadion Elsewiese für den Notfall zur Verfügung stehen. Da sich die Kosten für einen Defibrillator auf mehr als 1000 Euro belaufen können, hoffen die Verantwortlichen beider Klubs am Sonntag auf möglichst viele Zuschauer. Eintritt wird zwar nicht erhoben, im Lennestadion aber wird um freiwillige Spenden gebeten. Der Erlös aus dem Verkauf von Speisen und Getränken soll ebenfalls in die Anschaffung der Defibrillatoren fließen.

Außerdem wird es im Lennestadion eine Verlosung geben, bei der zwei Frühstückskörbe zu gewinnen sind.

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