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Kreisliga A: SC Lüdenscheid will im Winter ganz oben stehen

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Von: Lars Schäfer

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Der SC bejubelte am Sonntag im Topspiel gegen Primus TuS Neuenrade einen 4:1-Erfolg.
Der SC bejubelte am Sonntag im Topspiel gegen Primus TuS Neuenrade einen 4:1-Erfolg. © Baankreis, Wesley

Es war das ganz dicke Ausrufezeichen des 13. Spieltags im Fußball-Kreisoberhaus, das da am Sonntag am Wehberg gesetzt wurde: Mit einem 4:1-Sieg gegen Spitzenreiter TuS Neuenrade, der noch eine Woche zuvor mit einem 6:2-Erfolg im Gipfeltreffen Vizemeister VfB Altena demontiert hatte, machte der SC Lüdenscheid das Titelrennen so richtig spannend. Mehr noch: Punktgleich mit Altena und mit nun nur zwei Zählern Rückstand auf den Bezirksliga-Absteiger aus Neuenrade muss das Team von Trainer „Matze“ Thielicke als Tabellendritte, allerspätestens seit Sonntag, auch zum ganz engen Kreis der Titelkandidaten gezählt werden.

Lüdenscheid - „Ja, wir haben einen Lauf“, sagt SC-Trainer Matthias Thielicke, der mit der Leistung seiner Mannschaft gegen den Primus überaus zufrieden war, den Blick aber bereits wieder nach vorne richtet. „Wir wollen jetzt nicht aufhören und im Winter ganz oben stehen“, betont der 38-Jährige. Drei Spiele bis zur Winterpause hat der SC noch vor der Brust. 270 Minuten plus x, die es noch in sich haben werden. Am Sonntag steht auf dem Sportplatz Wefelshohl das Stadtderby bei der Zweitvertretung des TSV Lüdenscheid an, nach dem spielfreien Totensonntag steigt dann in der Lüwo-Arena das Verfolger-Stadtderby gegen die „Erste“ des TSV. Und dann, ja dann kommt es am 4. Dezember ebenfalls am Wehberg noch zum Topspiel gegen den VfB Altena, gegen den sich das Thielicke-Team zum Saisonstart mit 2:4 geschlagen geben musste.

„Das werden noch drei knüppelharte Spiele“, sagt der SC-Trainer, der zunächst aber allein auf das Duell beim TSV II schaut. „Nach dem Sieg gegen den Spitzenreiter ist das jetzt ein Kopfspiel, etwas für die Birne“, betont der Übungsleiter. Er weiß, dass sein Team als Favorit zum Wefelshohl fahren wird, die TSV-Reserve als Underdog nichts zu verlieren hat. Auch am Sonntag wird höchste Konzentration nötig sein, um nach dem Höhenflug der letzten Wochen nicht hart zu landen. Thielicke hat das auf dem Schirm.

Nur dreimal – den Kreispokal ausgenommen – im bisherigen Saisonverlauf ging der SC nicht als Sieger vom Platz. In einem engen Auftaktspiel gegen Titelanwärter VfB Altena machte Damiano Intravaia mit einem Dreierpack den Unterschied, die zweite und bislang letzte Niederlage setzte es Mitte September auf dem Sportplatz Kuhlenhagen mit 1:2 beim TuS Stöcken-Dahlerbrück. „Das ist der einzige Stachel, der tief sitzt. Wir sind bei Regen und Sturm mit der Situation nicht klar gekommen. Das war ein komplett gebrachter Tag“, sagt Thielicke, dessen Team zuhause nur zwei Punkte liegen ließ – beim 1:1 gegen Grünenbaum.

Obwohl es nun nur noch zwei Pünktchen Rückstand auf Neuenrade sind, kommen dem SC-Coach die Worte Meisterschaft und Bezirksliga-Aufstieg nicht wirklich über die Lippen. Zumindest werde der Aufstieg weiter nicht als Vorgabe an das Team ausgegeben. Nach Rang fünf in der Vorsaison sei das Ziel im Sommer gewesen, in dieser Serie besser zu werden und besser abzuschneiden. Der SC ist also auf bestem Weg, dieses Ziel zu erreichen. Und er wird sicherlich testen, wie weit es mit diesem Kader noch nach oben gehen kann.

Der breite Kader bringt es mit sich, dass wir viel reden müssen.

SC-Trainer „Matze“ Thielicke

Apropos Kader: Personell stellte sich der SC im Sommer gut auf, sowohl qualitativ als auch quantitativ. Gegen Neuenrade standen beispielsweise drei Akteure in der Startelf, die in der vergangenen Saison noch das Trikot der Hönnestädter trugen. Torhüter Fabio Schröder machte ein gutes Spiel, Mahircan Nergiz Can erzielte einen Treffer gegen seinen Ex-Verein – und Torjäger Caglar Tabakoglu traf gegen seine ehemaligen Teamkollegen gleich doppelt. Er kommt nun schon auf elf „Buden“ im SC-Trikot. Gute Verpflichtungen also, die da am Wehberg getätigt wurden. Das gilt auch für die anderen Zugänge um Rückkehrer Daniel Schwenck sowie die A-Jugendlichen, die ihre Chance bekommen haben und weiter bekommen werden. Es herrscht ein gesunder Konkurrenzkampf im Team. Und das war genau so gewollt.

„Wenn wir eine schlechte Trainingswoche haben, sind es 13 bis 15 Mann beim Training. Wir hatten aber auch schon Einheiten mit 23, 24 Mann“, so Thielicke. Größere Querelen, weil der eine oder andere Spieler über zu wenig Spielanteile moserte oder runter musste in die B-Liga-Reserve, habe es bislang nicht gegeben. „Der breite Kader bringt es mit sich, dass wir viel reden müssen“, sagt Thielicke. Mit „wir“ meint der 38-Jährige das komplette Trainerteam, das bestens harmoniere. Die Stimmung am Wehberg ist also auf und abseits des Platzes eine gute. „Und sie ist nach dem Sieg gegen Neuenrade noch besser geworden“, betont Thielicke, der mit seiner Elf nun die Maximalausbeute von noch neun Punkten bis zur Winterpause in Angriff nimmt.

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