Fußball

Munterer Kick bei Jörg Oltens Stippvisite im märkischen Südkreis

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BVB-Spielführer Ersin Ekiz hatte zur Begrüßung einen Wimpel für sein Gegenüber Eike Krug dabei. In der Mitte Schiedsrichter Torben Kosch.

Neuenrade – Es waren nicht die großen Namen, die den Kaderbogen des Spielberichtes zierten, doch auch so stand immerhin ein Team von Borussia Dortmund dem TuS Neuenrade als Gegner gegenüber, das durch die Bank mit ehemalig höherklassig agierenden Akteuren gespickt war.

„Wir sind die „Altherren-Mannschaft des BVB. Wir sind nicht die Traditionself und auch nicht die Legenden-Elf“, klärte ihr Team-Manager Jörg Olten auf. Jörg Olten, da war doch mal was? Genau, es war jener Jörg Olten, der in der Hochzeit des VfB Altena unter anderem mit dem ehemaligen Trainer des SC Plettenberg, Jürgen Andexer, zusammen am „Pragpaul“ spielte. Olten kam zu Landesliga-Zeiten in die Burgstadt und stieg mit dem Team über die Verbandsliga später gar in die Oberliga auf. „Es war eine tolle Zeit. Ich bin gebürtiger Dortmunder, aber irgendwie hatte es mich zum VfB verschlagen. Acht Jahre habe ich dort gespielt“, erzählte Olten. Später trainierte Olten den VfB zudem in der Landesliga – stiegt allerdings mit den Burgstädtern in die Bezirksliga ab. 

Auf Nachfrage, wie das Spiel gegen den TuS Neuenrade zustande gekommen sei, erklärte er: „Wir werden seltener angefragt, alle möchten gegen die Traditionsmannschaft spielen. Daher geht die Initiative von mir aus. Da wir im Dortmunder Raum alle durch haben, suche ich übers Internet nach Mannschaften, die wir noch nicht kennen und die einigermaßen gut erreichbar sind. Die rufe ich an und mache so ein Spiel aus. So habe ich es nun auch mit Eike Krug gemacht“. Die durch die Corona-Krise zugelassene Besucherzahl von maximal 300 wurde nicht ganz erreicht, doch die Gekommenen brauchten ihren Besuch nicht zu bereuen. 

Bekanntes Gesicht im Südkreis: Jörg Olten.

Der TuS hatte keine Angst vor dem großen Namen, spielte von Beginn an sehr couragiert mit und erzielte nach 17 Minuten auch das erste Tor durch Eike Krug, doch Schiedsrichter Torben Kosch (Plettenberg) hatte eine Abseitsstellung erkannt. Auf der Gegenseite verwandelte Muhsin Ugur einen an Ersin Ekiz verursachten Foulelfmeter zum 0:1, dem Marco Giglio später das 0:2 folgen ließ. Höhepunkte der ersten Hälfte waren die Glanzparaden von Neuenrades Keeper Uwe Krug. Gegen Ahmet Karayildiz (23./38.) und Muhis Ugur (28.) rettete er jeweils in 1:1-Situationen in großartiger Manier. Nach dem Wechsel war der Keeper aber beim 0:3 gegen Karayildiz machtlos. Was niemand mehr glaubte – ab jetzt wurde es interessant. 

Teamchef Eike Krug rundherum zufrieden

Zunächst bedeutete Sahin Murats Heber das 1:3 (56.). Acht Minuten später traf Rüdiger Lüdtke per Standard genau in den Winkel – 2:3. Nur eine Minute danach rollte der Ball nach Eike Krugs Schuss an den Innenpfosten auf der Torlinie entlang. Doch statt des Ausgleichs in nur neun Minuten traf Gregor Paluch zum 2:4 (67.). Nachdem Karayildiz auch sein drittes Privatduell gegen Uwe Krug nicht gewonnen hatte, versenkte Dennis Bonevski Lüdtkes Klassepass zum 3:4-Endstand (78.). „Wir haben heute zu viel zugelassen. Wir waren nicht gut sortiert. Das hat der Gegner, der sehr gut war, rigoros ausgenutzt“, monierte BVB-Libero Dirk Ebert nach Spielende. 

Neuenrader Torschützen: Rüdiger Lüdtke und Dennis Bonevski.

Neuenrades Teamchef Eike Krug war hingegen trotz der knappen Niederlage sehr zufrieden: „Wir haben prima mitgespielt. Das hat großen Spaß gemacht. Ich bin stolz auf alle Mitspieler, aber Uwe im Tor hat uns dieses gute Ergebnis gerettet“. Auch TuS-Trainer Mesut Atalay konnte dieser Aussage beipflichten: „Obwohl beim BVB nur Spieler dabei waren, die früher mal in der B- oder A-Jugend, in der U23 oder in der Oberliga gespielt haben, konnte man die Qualität erkennen, Wir haben uns achtbar aus der Affäre gezogen“. Ottmar Rüschenberg

TuS Neuenrade: U. Krug, Tata, Tripke, Murat, Ad. Latziak, Ouhbi, Bonevski, E. Krug, Lüdtke, Linnhoff, And. Latziak (Avci, Atalay, Schröpfer, Kirci, Schwarzer).
Bor. Dortmund: Eckert, Teubner, Kremski, Paluch, Ebert, Ibis, M. Giglio, Ekiz, Karayildiz, Usta, Ugur (Trieu, Kudwien, R. Giglio, Curic, Olten).

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