Fußball-Bezirksliga 6

Der Rost-Nachfolger am Nattenberg ist ein alter Bekannter

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Er ist wieder da: Sven Krahmer übernimmt die RWL-Bezirksliga-Kicker.

Lüdenscheid – Ein alter Bekannter soll den Aufstiegstraum des Fußball-Bezirksliga-Spitzenreiters Rot-Weiß Lüdenscheid verwirklichen: Am Freitagmorgen gaben die Bergstädter die Verpflichtung von Sven „Erich“ Krahmer als Nachfolger von Martin Rost für die Restspielzeit bekannt.

„Wir sind sicher, mit dieser Maßnahme den richtigen Mann für die Aufgabe gefunden zu haben. Wir kennen ‘Erich’ Krahmer gut, und er genießt unser volles Vertrauen“, erklärte RWL-Vorstandssprecher Michael Dregger. Krahmer war nach der Wiedervereinigung von Wacker Nordhausen aus der Ex-DDR als Spieler zum RSV Meinerzhagen gewechselt und hatte dann für Rot-Weiß Lüdenscheid gegen den Ball getreten. 

Später hatte er das Team als Trainer übernommen und RWL insgesamt neun Jahre gecoacht. In dieser Zeit stieg Krahmer zwar mit den Rot-Weißen zunächst von der Verbands- in die Landes- und später dann in die Bezirksliga ab, aber dieser sportliche Abstieg war dem Trainer nicht anzulasten, vielmehr den damalig überaus schwierigen finanziellen Umständen. 

"Das ist ja beileibe keine uninteressante Aufgabe"

„Wir wollten einen Mann, der das ‘Unternehmen Aufstieg’ zu einem erfolgreichen Ende bringt, das hat für uns absolute Priorität. Diesen Mann glauben wir mit Sven gefunden zu haben, er beginnt seine Tätigkeit am Dienstag, hatte am Wochenende andere Termine. Der Vorstand wird dann in der kommenden Zeit Gespräche mit den Spielern aufnehmen und sich Gedanken über die Spielzeit 20/21 machen.“ 

Neu-Coach Krahmer war zuletzt als Trainer des Bezirksligisten Kiersper SC bis zur Spielzeit 14/15 aktiv, danach legte der heute 55-jährige ehemalige DDR-Oberligaspieler von Stahl Brandenburg eine Pause ein, bis ihn RWL in dieser Woche wegen eines Trainercomebacks ansprach. Und das unternimmt Krahmer nicht etwa aus alter Verbundenheit zu den Rot-Weißen, sondern formuliert vielmehr ganz klar: „Das ist ja beileibe keine uninteressante Aufgabe, da musste ich gar nicht so lange überlegen, mein Fußball-Rentnerdasein zu beenden.“

"Grünes Licht" von zu Hause

Eine Hürde galt’s für den alten Kämpen freilich noch zu nehmen: „Ich musste mir von zu Hause ‘grünes Licht’ holen, schließlich wird sich meine Freizeitgestaltung in den nächsten Monaten gehörig ändern.“ Nach „grün“ nimmt Sven Krahmer am Dienstag seine Arbeit am Nattenberg auf. „Ich will die Spieler so schnell wie möglich kennenlernen, ausloten, wie sie ticken. Ich gehe nicht davon aus, dass die Mannschaft auseinanderbricht. Wenn man als Sportler den halben Weg in Richtung Ziel gegangen ist, will man den ja auch fortsetzen“, erwartet der neue starke Mann auf der RWL-Bank eine „volle Kapelle“ bei unverändertem Ziel: „Wir wollen aufsteigen.“

Und auf dem Weg dahin will sich Krahmer die gute Vorarbeit seines Vorgängers zunutze machen: „Sportlich ist es ja beinahe optimal gelaufen, da wäre es töricht von mir, alles über den Haufen zu werfen“, will der Coach die vorhandenen Ressourcen nutzen

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