RWL wird zum Albtraum des Kiersper SC

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Und wieder eine Chance vergeben: Im buchstäblich letzten Augenblick klärt in dieser Szene Kierspes Abwehrspieler Rafet Batgün vor dem Rot-Weiß-Angreifer Semir Tuz.

Lüdenscheid -  Strahlende Gesichter im Lager des Fußball-Bezirksligisten Rot-Weiß Lüdenscheid. Vor allem Trainer Robert Krumbholz war stolz und regelrecht glücklich nach dem 2:1-Auswärtscoup auf ungewohntem Kiersper Naturrasen, der das „Aus“ der KSC-Hoffnungen im Aufstiegskampf besiegelte.

Von Jörg Hellwig 

„Die Mannschaft hat sehr gut gespielt und ist für ihre hohe Laufbereitschaft und den enormen Aufwand belohnt worden“, freute sich der Coach. Nur ein „altes Leid“ hatte ihm erneut hart zugesetzt: Die schwache Chancenverwertung.

„Das lässt mich am Spielfeldrand völlig verzweifeln und ist absolut unerklärlich“, ärgerte sich der Coach. „Sicher hatten wir auch etwas Glück, weil die Kiersper nach zwei unglücklichen Aktionen mit Kalman und Hense ihre Schaltzentrale im Mittelfeld verletzt verloren. Dadurch hat der KSC auch viel Durchschlagskraft eingebüßt. Aber nach unserer 2:1-Führung hätten wir den Sack bei den blendenden Konterchancen einfach zumachen müssen. Ohne überheblich zu sein: Wir hätten fünf oder sechs Tore schießen müssen.“

Stattdessen scheiterte Rot-Weiß, das wegen Grippeerkrankungen auf Rizzi sowie Mentaltrainer Heinrich verzichten musste, wiederholt entweder an Keeper Feist oder an den eigenen Nerven.

So erlebte Krumbholz einmal mehr eine Zitterpartie, ehe der Dreier unter Dach und Fach war. Völlig verausgabt hatte sich nicht nur Flügelflitzer „Matze“ Urbas, der erstmals in dieser Saison entkräftet ausgewechselt werden musste, sondern auch Routinier Lars Scheerer, der auf dem kräftezehrenden Boden enorme Laufarbeit geleistet hatte. Ein Sonderlob vom Trainer gab’s zudem für Youngster Tom Albrecht: „Er hat wohl sein bisher bestes Spiel für RWL gemacht.“

Für den KSC wird RWL dagegen inzwischen zum Albtraum: In der Saison 12/13 raubte der 5:4-Sieg in Kierspe der Krahmer-Elf die Aufstiegschance. In der Hinrunde verloren die Blau-Roten durch ein 3:3 am Nattenberg die Tabellenführung und jetzt darf Attendorn wohl schon den Aufstieg bejubeln.

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