2:3 in der 90. Minute: Yilmaz schockt FSV-Reserve

Die große Chance zur Führung für die FSV Werdohl II hatte Redouane El Alami (Mitte), der in dieser Szene nur die Latte des gegnerischen Tores traf. Foto: Krüger

Werdohl - Dramatisches Ende eines packenden Kreisderbys: In der Schlussminute drückte Ömer Yilmaz einen Foulelfmeter zum 3:2-Siegtreffer für den RSV Meinerzhagen über die Linie und bescherte den Gästen im Überlebenskampf der Fußball-Bezirksliga gegen die Zweitvertretung der FSV Werdohl drei „Big Points“. Während die personell arg gebeutelte Elf um Trainer Bayram Celik den Last-Minute-Sieg überschwänglich feierte, schlichen die nun akut abstiegsbedrohten Werdohler wie begossene Pudel in die Kabinen.

Von Lars Schäfer

„Ich bin überglücklich über diesen Sieg, der in unserer Situation Gold wert ist. Wir hatten über 90 Minuten die klareren Chancen. Der Erfolg ist zwar glücklich, aber sicher nicht unverdient“, bilanzierte RSV-Coach Bayram Celik.

Dessen Team erwischte gegen nervös beginnende Werdohler den besseren Start und verzeichnete auch die ersten klaren Chancen. Marczinkowskis Torpedo aus rund 20 Metern klatschte zunächst nur gegen das Lattenkreuz (9.), fünf Minuten später zappelte die Kugel dann aber erstmals im Netz. Odzewalski bestrafte einen kapitalen Schnitzer der Werdohler Hintermannschaft und schob eiskalt zum 0:1 ein.

Führungstreffer bringt RSV keine Sicherheit

Sicherheit verlieh der Führungstreffer dem RSV aber nicht. Im Gegenteil: Werdohl übernahm nach einer knappen halben Stunde das Kommando und erspielte sich bis zum Wechsel eine Vielzahl an guten Möglichkeiten. Eine dieser Hochkaräter nutzte Bierkoch zum Ausgleich. Der überragende Dominik Franz hatte sich auf der linken Außenbahn durchgetankt und mustergültig für Vollstrecker Bierkoch serviert (33.).

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs blieben die Werdohler am Drücker, verpassten aber durch El Alami, dessen fulimanter Schuss aus kurzer Distanz an das Gebälk donnerte, die mögliche Führung (58.). Die fiel in Minute 71 auf der Gegenseite, als Krämer das Leder nach einem langen Ball im zweiten Versuch über die Linie stocherte. Die Antwort der Gastgaber folgte postwendend. Nach feiner Serin-Vorarbeit besorgte Bektas das 2:2 (72.).

FSV-Reserve setzt nach 2:2 alles auf eine Karte

Die FSV-Reserve setzte danach alles auf eine Karte, wollte mit aller Macht den so wichtigen „Dreier“ einsacken. Der RSV hingegen blieb nach Kontern brandgefährlich, doch Zaim (75., Innenpfosten), Marczinkowski (76.) und Odzewalski (81.) ließen im Abschluss die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen. Dass es am Ende dennoch ein Happy-End für die Celik-Elf gab, war in erster Linie der FSV zuzuschreiben. Nach einem Cottitto-Querschläger kam Bärwald einen Schritt zu spät, Yilmaz nahm das lange Bein dankend an und fiel. Da sich FSV-Keeper Sekulla bei seiner Parade zu früh bewegt haben soll, ließ Schiedsrichterin Heim den Straftstoß wiederholen. Und in seinem zweiten Versuch netzte der Gefoulte ein – 2:3 (90.).

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