Die Hellas-Vorsitzenden geben jetzt auch die Interimstrainer

Zum wiederholten Mal Interimstrainer: Hellas-Vorsitzender Filippos Parlakoglou.

Lüdenscheid - Vorsitzender Filippos Parlakoglou hatte gerufen – und fast alle kamen. Ehe die Kicker von Fußball-Bezirksligist SV Hellas Lüdenscheid am Mittwochabend ein lockeres Training absolvierten, ging es dem Vereinsboss nach dem vergangenen „schwarzen Sonntag“ mit der 2:12-Blamage gegen den RSV Meinerzhagen sowie den folgenden Rücktritten von Trainer Ali Akhabach und Torhüter Matthias Meyer einzig und allein darum festzustellen, auf welche Spieler des aktuellen Kaders er bis Saisonende noch bauen kann.

Das Ergebnis nach rund einstündiger Gesprächsrunde: Alle, die am Mittwoch da waren, haben sich erst einmal für das desaströse Auftreten in Halbzeit zwei vom Vorsonntag entschuldigt, und anschließend zum Verein bekannt, wollen die Serie durchziehen.

Verhindert waren am Mittwoch mit Piero Rizzi und Vincenzo Minacapilli allerdings zwei absolute Leistungsträger. „Mit ihnen werde ich am Freitag sprechen. Ich gehe aber davon aus, dass auch sie bleiben werden“, zeigt sich Parlakoglou zuversichtlich.

Und ab sofort wird er mit einem besonders genauen Blick beobachten, ob die Mannschaft der zum x-ten Mal gelobten Besserung auch endlich taten folgen lässt, denn gemeinsam mit seinem 2. Vorsitzenden Stelianos Palestidis sowie dem bisherigen spielenden Cotrainer Baris Moumin übernimmt Parlakoglou bis auf weiteres die Trainingsleitung und auch das Coaching.

Bevor am Sonntag die hohe Auswärtshürde beim VSV Wenden (14.30 Uhr, Schönau) auf dem Programm steht, gibt es sportlich zumindest schon einmal eine gute Nachricht, denn durch die drei Punkte am „grünen Tisch“ aus dem Klafeld-Spiel (siehe untenstehenden Text) sind es „nur“ noch acht Zähler zum ersten Nichtabstiegsplatz. „Weiterhin schwierig, aber nicht unmöglich“, skizziert Parlakoglou die Ausgangslage, will bei entsprechenden Ergebnissen in der Winterpause im Rahmen der bescheidenen finanziellen Möglichkeiten personell auch noch nachlegen.

Jetzt aber genießt die Partie beim Tabellenvierten erst einmal Priorität und dafür fallen seine Erwartungen bescheiden aus: „Realistisch betrachtet müssen wir eine weitere Niederlage einkalkulieren. Ich möchte von der Mannschaft aber zumindest sehen, dass sie sich wehrt und Disziplin an den Tag legt.“ - Ku

SV Hellas: Vlassakidis, Martyniok – Liakopoulos, Kordelidis, Vassos, Geladaris, Notaras, Tsavos, Piccirilli, Moumin, Vasiliadis, Rizzi, Moschopoulos, Kafetzis, Sahin, Minacapilli, Jouhand

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