RWL zum gar nicht so fernen Fernduell

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Lars Scheerer hofft mit den Lüdenscheider Rot-Weißen auf den ersten Coup in Schönau seit 2008.

Lüdenscheid - Wird Rot-Weiß Lüdenscheid in der Bezirksliga 5 Halbzeit- oder Wintermeister? Am Sonntag brauchen die Sadowski-Schützlinge bei den VSV Wenden einen Sieg, um dieses Zwischenziel zu erreichen.

Die Halbzeitmeisterschaft in der Bezirksliga-Staffel 5 der Fußballer – sie wird in der Gemeinde Wenden entschieden. Am Sonntag um 14.30 Uhr steigt das Fernduell – aber wirklich fern sind sich die Kontrahenten gar nicht. Nur rund sechseinhalb Kilometer trennen den Bieberg, auf dem der Tabellenzweite FSV Gerlingen den RSV Meinerzhagen empfängt, vom Sportplatz in Schönau. Auf dem gastiert der Spitzenreiter RW Lüdenscheid bei den VSV Wenden. Punktgleich sind RWL und der FSV – nur ein Plus von zehn Toren spricht vor dem Hinrundenfinale für die Kicker vom Nattenberg.

Allerdings haben sowohl die Gerlinger als auch die Lüdenscheider keine Laufkundschaft vor der Brust. Gerlingen (2.) contra Meinerzhagen (3.) – mehr Verfolgerduell geht gar nicht. Und die Rot-Weißen gastieren beim Tabellenfünften Wenden, bei dem sie seit 2008 nicht mehr gewonnen haben. Aber das alleine ist es nicht: Die VSV haben zwar elf Punkte Rückstand aufs Spitzenduo, aber auch eine imposante Bilanz: Gegen Gerlingen, Meinerzhagen und Kierspe haben sie in der laufenden Serie bereits Dreier eingefahren. „In dieser Reihe fehlen nur noch wir“, sagt RWL-Trainer Marco Sadowski, „das wird ganz sicher ein ganz schweres Auswärtsspiel. Wenn wir da ein gutes Spiel abliefern und einen Punkt mit nach Hause bringen, dann bin ich sicher nicht unzufrieden.“

Und der Halbzeittitel? „Für den kriegst du einen Klaps auf die Schulter“, sagt Sadowski, „aber mehr nicht. Die Meisterschaft wird nicht am Sonntag entschieden. Ich bin da völlig entspannt. Ob du als Erster oder Zweiter in die Rückrunde gehst, ist egal. Hauptsache, man bleibt oben dran. Als ich noch Trainer in Ennepetal war, habe ich sogar schon erlebt, dass Breckerfeld als Halbzeitmeister noch abgestiegen ist...“

VSV schon mit vier Niederlagen

Die VSV-Kicker schätzt Sadowski als kampfstarke Einheit mit großem Offensivdrang – mehr als die 30 Wendener Tore hat nur RWL selbst erzielt (43). So treffen auch die besten Angriffsreihen der Liga aufeinander. Was den VSV fehlte, war indes Beständigkeit. Den drei Siegen gegen die Topteams stehen auch schon vier Niederlagen (gegen Rothemühle, Drolshagen, Niederschelden und Freudenberg) gegenüber. Zuletzt bei Schlusslicht Grünenbaum gab’s nur ein 1:1-Remis. Mager...

Bangemachen gilt also nicht für die Rot-Weißen, die – purer Aberglaube – am Sonntag im schwarzen Dress auflaufen werden, denn in den schwarzen Trikots sind sie noch ungeschlagen. Ob Timo Sommer ein Trikot tragen wird, ist aufgrund seiner Oberschenkelprobleme eher fraglich. Angeschlagen sind zudem Redouane El Alami, Patrick Klatt (beide Knieprobleme) und Mathias Urbas (Schulterprobleme). Dieses Trio aber ist trotzdem eingeplant für den ersten Coup in Schönau seit 2008. Es wäre ein ganz besonderer, er würde RWL zumindest schon mal zum Wintermeister machen.

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